Marktbericht Charlottenburg-Wilmersdorf

Zum Jahresende 2005 gab es in Berlin nach Angaben des Statistischen Landesamtes 1.881.837 Wohnungen, wovon 190.286 auf den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf entfielen. Insgesamt ist der Wohnungsbestand leicht um 3299 Wohnungen (+ 0,2%) gestiegen. Charlottenburg-Wilmersdorf ist bezogen auf die Anzahl der Wohnungen der drittgrößte Bezirk Berlins.

Eigenheime:

Insgesamt wurden in Berlin 5.924 Objekte gehandelt, ein Plus von 32 % gegenüber dem Vorjahr, wobei das Umsatzvolumen um 52 % steigen konnte. Die Preise im individuellen Wohnungsbau sind fast ausnahmslos gestiegen, im Westteil Berlins um durchschnittlich 3,6% im Vergleich zum Vorjahr. Ein- und Zweifamilienhäuser in einfachen und mittleren Lagen im Westteil der Stadt konnten diesem Trend nicht folgen und verloren gegenüber dem Vorjahr rund 5,6 %.

Eigentumswohnungen:

Nach jahrelangem Rückgang der Preise für Eigentumswohnungen seit dem Jahr 1994, wächst der Anteil stagnierender oder auch ansteigender Preise für bestimmte Eigentumsmärkte wieder. Von einer generellen Trendwende kann aber noch nicht gesprochen werden. Das Marktgeschehen wird hier überwiegend vom Erwerb sanierter Altbauten in bevorzugten, zentrumsnahen Bezirken dominiert. Zu diesen bevorzugten Standorten gehören u.a. Charlottenburg, Steglitz und Zehlendorf.

 

gut

sehr gut

 Wohnbaulandoffene BW€/m²

 160-700

 520-780

 Wohnbauland geschlossene BW €/m²

 400-1.000

 570-1.000

 ETW Neubau Erstverkauf €/m²

 1.700-3.500

 2.500-4.600

 ETW gebraucht/bezugsfrei €/m²  

 1.000-2.600

 2.000-3.700

 ETW gebraucht/vermietet €/m²

 1.000-2.300

 2.000-3.300

 EFH T €

 300-700 

  900-1.600

 RH/DHH T €

 200-600 

 300-900

 Wohnungsmieten Neubau    
 Erstbezug €/m²

   6,00-10,00

  7,00-15,00

 Sanierter Altbau €/m²  

 5,00-8,00

  7,00-12,00


Wohnungsmieten:

Trotz insgesamt hoher Leerstandszahlen im Westteil der Stadt von 4,8 %, besteht derzeit eine gute Nachfrage nach citynahen Wohnungen. Insbesondere Neubauten und sanierte Altbauten in guten und sehr guten Lagen werden nachgefragt. In der City-West gibt es derzeit einen regelrechten Nachfrageboom für Wohnungen am Kurfürstendamm und seinen Nebenstraßen.

Ausblick:

Die Zahl der wohnungsmarktrelevanten Haushalte wird bis 2010 ansteigen. Dies liegt an der Tendenz zu Haushaltsverkleinerungen, welche zusammen mit einer nur leicht steigenden Einwohnerzahl insgesamt dazu führte, dass die Anzahl der Haushalte in den letzten fünf Jahren jährlich um ca. 18.000 zunahm. Die gestiegene Wohnungsnachfrage wird sich hier vor allem beim Wohnungseigentum auswirken, wobei insgesamt mit einer positiven Nachfragesteigerung gerechnet werden kann.