Grunewald
Grunewald ist ein Ortsteil im Westen
des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, und wurde nach dem
gleichnamigen Wald Grunewald benannt.
Auf ehemaligem Waldgelände wurde
Grunewald 1889 mit der Unterstützung Bismarcks im Zusammenhang mit dem
Ausbau des Kurfürstendamms an dessen westlichem Ende als Villenkolonie
gegründet. Aufgrund baulicher Vorgaben waren große Grundstücke
erforderlich, die nur zu einem geringen Teil bebaut sein durften. So
entwickelte sich Grunewald zu einer der wohlhabendsten Wohngegenden
Berlins, obwohl die Villen stilistisch sehr heterogen sind.
Im selben Jahr wurden die zur Grunewaldseenkette gehörenden Seen
Hubertussee, Herthasee, Königssee und Dianasee ausgehoben und über
artisische Brunnen mit Wasser gefüllt. Man schlug damit zwei Fliegen
mit einer Klappe: zum einen beseitigte man damit Moorgebiete, die man
als Infektionsherde fürchtete, und legte gleichzeitig Attraktionen für
die potenziellen Bewohner an.
Über den Bahnhof Grunewald besteht ein direkter Anschluss zur S-Bahn;
von dort geht es stadteinwärts ins alte, beschauliche Villenviertel
oder stadtauswärts direkt in den Wald.
Dahlem
Dahlem
Die erste urkundliche
Erwähnung Dahlems findet im Jahr 1275 statt. Im Schossregister findet
sich bereits 1450 eine Erwähnung des Ritterhofes des Otto von Milow.
Nach dem Tod des letzten Milow ging das Dorf Dahlem und der Ritterhof
an die Brüder Heinrich und Peter von Spiel, die schon über 24 der 52
Hufen Dahlems verfügten. Das repräsentative Gutshaus wurde 1560 von den
Spiels angefertigt und ist heute das älteste Profangebäude von Berlin.
1655 wurde Dahlem und das Rittergut an Georg Adam von Pfuhl verkauft,
der es 16 Jahre später an seinen Neffen Cuno Hans von Wilmerstorff
veräußerte. Letzterer startete intensive Baumaßnahmen in dem vom
30-Jährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogenen Dorf. 1799
verkaufte der letzte Wilmerstorff Dahlem und Schmargendorf an den
Grafen Friedrich Heinrich von Podewils, der aber bereits 1804 starb. In
seiner Zeit als Gutsherr wurden die letzten Bauern umgesiedelt und
durch Landarbeiter ersetzt. Für 80.000 Taler erwarb Carl Friedrich von
Beyme das Gut. Nach seinem Tod 1838 verkaufte seine Tochter Charlotte
Gerlach 1841 das Dorf an den preußischen Domänenfiskus. 1901 findet die
Aufteilung der Königlichen Domäne Dahlem, mit dem damaligen Ziel statt,
dort einen vornehmen Villenort mit angegliederten wissenschaftlichen
Einrichtungen (Deutsches Oxford) zu bauen, der die
Gründerzeit-Villenkolonie Lichterfelde-West nach Norden an die Stadt
anschließen sollte. Dahlem hatte zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als
1.000 Einwohner und lag im Landkreis Teltow. 1920 wird der Gutsbezirks
Berlin-Dahlem mit 6244 Einwohnern als ein Ortsteil im Bezirk Zehlendorf
nach Groß-Berlin eingemeindet.
Dahlem verfügt über viele
Sehenswürdigkeiten und Museen. Darüber hinaus befinden sich am
Wissenschaftsstandort Dahlem zahlreiche international bedeutende
Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.
Der U-Bahnhof Dahlem Dorf wurde 1987 in Japan zum schönsten U-Bahnhof Europas gekürt.
