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Der Standort Berlin
Der Immobilienmarkt im Berliner Zentrum
Die zentralen und urbanen Bezirke im Herzen der Stadt haben eine besonders hohe Anziehungskraft, was sich insbesondere auf den Immobilienmarkt auswirkt. Im Bezirk Berlin-Mitte und seinen angrenzenden Bezirken Schöneberg, Wilmersdorf, Tiergarten, Prenzlauer Berg und Kreuzberg dürfte es in den nächsten Jahren eher zu einer Verknappung an Wohnimmobilien kommen. Auf der Nachfrageseite stehen durch Zuzug ankommende Neuberliner, aber auch Berliner, die angesichts eines Geburtenüberschusses, der sich erstmals wieder eingestellt hat, nach zusätzlichem Wohnraum suchen. Der starke Neubau und die kräftige Sanierungstätigkeit, die bereits in der guten Konjunktur der letzten Jahre nicht ausreichend waren, dürften angesichts der schwierigen Finanzkrise auch in den kommenden Jahren kaum zunehmen. Abrisse, Umnutzungen und Zusammenlegungen von Wohnungen sorgen indes sogar noch für einen Rückgang verfügbarer Wohnungen.
Der Markt für Wohnimmobilien in Berlin-Mitte zeigt daher eine sehr stabile Entwicklung. Gefragt sind großzügige Wohnungen mit einem hohen Ausstattungsstandard sowohl zum Kauf als auch zur Miete. Besonders gefragt sind sehr gut ausgestattete Eigentumswohnungen, die sich mindestens im ersten Obergeschoss eines Wohnhauses befinden, hochwertig ausgebaute und moderne Dachgeschosswohnungen und Townhouses mit exklusiver Ausstattung. Auch sehr hochwertig sanierte Altbauwohnungen werden gesucht. In diesem Segment ziehen die Preise kontinuierlich an.
Das eher zu geringe Angebot an entsprechenden Objekten sorgt für eine Vermarktungsdauer von durchschnittlich nur drei Monaten, bei besonders attraktiven Eigentumswohnungen ist bei einer teilweise erreichten Vermarktungsdauer von nur vier Wochen rasche Entscheidungsfähigkeit seitens der Kundschaft gefragt. Zu einer Entspannung der Situation könnte es erst mit der Verwirklichung und Umsetzung der derzeit anstehenden vielen Projekte zum Neubau oder zur umfangreichen Sanierung bestehenden Wohnraums in zwei bis drei Jahren kommen.
Die Auswirkungen der schweren Finanzkrise lassen sich gegenwärtig kaum abschätzen. Gleichwohl hat sich noch Ende 2008 die Nachfrage kaum beirren lassen. Es könnte sogar sein, dass wegen der Unsicherheiten an den Finanzmärkten und den vielen Fragen zur Geldwertstabilität die Immobilie als wichtiger Sachwert noch stärker in den Blickpunkt von Kapitalanlegern gerät. In den vergangenen Jahren war Berlin ein gesuchter Standort ausländischen Kapitals, das zur Anlage umfangreich Wohnimmobilien erworben hat und damit oft auch in Konkurrenz zu den privaten Nachfragern getreten ist. Inzwischen übernehmen inländische Investoren und private Kapitalanleger wieder stärker das Zepter.
