Stadtteilinformationen



Nordshausen ∙ Kassel (D)



Geschichte

Wann tatsächlich die Geburtsstunde Nordshausens schlug, dieses Wissen verliert sich in den Tiefen der Geschichte. Besiedlungsspuren gibt es bereits aus der älteren Steinzeit vor rund 50.000 Jahren. Sicher jedoch ist, das Nordshausen im 11. Jahrhundert erstmals in einer Urkunde des Klosters Hasungen auftaucht, wie so viele Dörfer dieser Region. Und deshalb haben sich die Historiker auf das Jahr 1076 verständigt. Mit der Himmelsrichtung hat der Name Nordshausen mutmaßlich wenig zu tun. Eher schon war ein Grundbesitzer Taufpate. Oder eine Ortsbezeichnung wie Hof eines Nordländers. Das Dorf jedenfalls macht Geschichte. Zunächst durch das Kloster Nordshausen, das Graf Adalbert, einer derer von Schauenburg, 1257 gründet. Heute wohnen gut 2000 Menschen in diesem Stadtteil. Ein paar mehr sollen es noch werden durch Abrundung der Bebauung, aber eine großflächige Besiedlung der Dönche lehnt die Mehrheit ab. 

Informationen über den Stadtteil Bad Wilhelmshöhe

Bad Wilhelmshöhe ∙ Kassel (D)



Geschichte
Die 1767 angelegte Wilhelmshöher Alle führte an der Südseite des Dorfes Wahlershausen vorbei, dass 1123 zum ersten Mal erwähnt wurde und sich nahe des Klosters Weißenstein (heute Schloss Wilhelmshöhe) befand. Schon damals war die Wilhelmshöher Allee eine günstige Verkehrsachse, wo sich ab 1900 bis heute viele Villen und Häuser mit großzügigen Wohnungen angesiedelt haben. Nicht zuletzt der 1991 eingeweihte Bahnhof Wilhelmshöhe erhöhte die Attraktivität des Stadtteils und führte zu einer verdichteten Wohnbebauung an der Allee und in Parkhöhe zu einer Steigerung des Einkaufsangebots, zu Hotel-, Firmen- und Bürobauten.

Informationen über den Stadtteil Bad Wilhelmshöhe

Brasselsberg ∙ Kassel (D)




Geschichte
Die recht große Fläche des Stadtteils umfasst ein Gutteil des südlichen Habichtswaldes, so auch den vom Bismarckturm gekrönten Brasselsberg, nach dem die seit Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete Siedlung benannt wurde.

Neben der ganz von Natur umrahmten eigentlichen Siedlung Brasselsberg gehört als zweites der Bezirk „Dönche“ zum Stadtteil; dieser grenzt südlich an „Mulang“ und „Flüsseviertel“ des Stadtteils Bad Wilhelmshöhe an. Die sich zwischen den beiden Bezirken und östlich davon ausbreitende Dönchelandschaft, Landschaftsschutz- und in Teilen Naturschutzgebiet, ist dagegen keinem Ortsbezirk zugeordnet.

Brasselberg ist ein reines und bevorzugtes Wohngebiet mit jedoch sehr wenig Infrastruktur. Der hohe Wohnwert der „Gartenstadt“ liegt wesentlich in der Nähe zur Natur begründet; zudem ist Brasselsberg der Stadtteil Kassels mit der geringsten Bevölkerungdichte.

Informationen über den Stadtteil Brasselsberg

Harleshausen ∙ Kassel (D)

Geschichte:

Im Jahre 1974 feierte Harleshausen sein 900jähriges Bestehen. Noch vor 150 Jahren war Harleshausen ein kleines Dorf mit rein ländlichem Gepräge. Mit der Industrialisierung im benachbarten Rothenditmold begann der Zuzug von Arbeitern und Angestellten. Die ersten Häuser der „Gartenstadt Harleshausen“ wurden 1910 errichtet.

Im Jahr 1936 wurde Harleshausen nach Kassel eingemeindet. Von Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg blieb Harleshausen verschont. In den letzten Jahrzehnten wurde der industriefreie Stadtteil zu einem bevorzugten Wohngebiet für gehobene Einkommensschichten.

Im Herbst 1985 ließ der Bürgerverein an der Ecke Wolfhager Straße / Harleshäuser Straße eine Rekonstruktion des alten Uhrtürmchens errichten. Seit 1995 kümmert sich der Förderverein Schwimmbad Harleshausen e.V. um das 1936 eingeweihte Freibad unterhalb des Daspel.

Informationen über den Stadtteil Harleshausen

Kirchditmold ∙ Kassel (D)




Geschichte

Aufgrund natürlicher Quellen wurde der Kalkhöhenweg Lindenberg schon in frühen Zeiten als Wohnplatz genutzt. Im frühen und hohen Mittelalter entwickelte er sich zu einem Ort mit zentralen Funktionen der Gerichtsbarkeit und später der Kirche. Das heutige Kirchengebäude, das von dem bedeutenden Architekten Simon Louis du Ry stammt, wurde 1792 eingeweiht.

Insbesondere seit der Eingemeindung in die Stadt Kassel im Jahr 1906 setzte eine kontinuierliche bauliche Entwicklung ein.

Informationen über den Stadtteil Kirchditmold

Niederzwehren ∙ Kassel (D)

Geschichte:

Schon in vorchristlicher Zeit gab es hier eine Siedlung. Später entstand der Sitz eines Burgherrn. Vor den Mauern der Stadt Kassel gelegen, war Niederzwehren in Kriegszeiten als Lagerplatz von Truppen besonderen Belästigungen ausgesetzt. Daran erinnert noch der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaute Wehrturm der Kirche sowie Reste von Wehrmauern mit Schießscharten. Bis um die Jahrhundertwende reine Agrar- und Handwerkergemeinde, erhielt der Ort durch die Eisenbahnwagenfabrik Credé, die 1857 gegründet wurde und schon 1907 ca. 900 Arbeiter beschäftigte, und einige andere Unternehmen einen industriellen Schwerpunkt.

Niederzwehren ist einer der größten Stadtteile in Kassel und verbindet modernes Stadtleben mit historischer Vergangenheit. Berühmt ist unsere Verbindung zu den weltberühmten Brüdern Grimm. Deren Märchenfrau Dorothea Viehmann lebte in Niederzwehren. Das wunderschön renovierte Fachwerkhaus befindet sich im historischen Märchenviertel. Hier fließt der Grunnelbach mit seinem romantischen Bachlauf.

Informationen über den Stadtteil Bad Wilhelmshöhe

Vorderer Westen ∙ Kassel (D)

Geschichte:

Landgraf Friedrich II. ließ 1767 die Stadt mit dem Schloss Wilhelmshöhe durch eine Allee geradlinig verbinden. Im 19. Jahrhundert hat der Kasseler Industrielle und Kommerzienrat Aschrott einen Teil der Entwicklung dieses Stadtteils maßgeblich beeinflusst. In dem Gebiet westlich der Querallee zwischen Kölnischer Straße und Wilhelmshöher Allee ließ er Ende des 19. Jahrhunderts auf eigene Rechnung Straßen anlegen und Häuser errichten. Diese Wohnhäuser der Gründerzeit und des Jugendstils wurden in erster Linie vom gehobenen Bürgertum bewohnt. Als evangelische Kirche für Wehlheiden entstand 1886 bis 1889 die Adventskirche. Besondere Akzente für die Siedlungsentwicklung setzten die Rosenkranzkirche, die 1901 geweiht wurde, die Friedenskirche aus dem Jahr 1908 und die 1914 erbaute Stadthalle. 1871 wurde die Hohenzollernstraße – heute Friedrich-Ebert-Straße – als Hauptgeschäftsstraße im Westen angelegt. In ihrem Einzugsbereich entwickelte sich das neue Stadtviertel.

Imformationen zum Stadtteil Vorderer Westen

Unterneustadt ∙ Kassel (D)



Geschichte

Der Stadtteil Unterneustadt ist nach der im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Altstadt, die nach dem Krieg mit moderner Architektur neu errichtet wurde und seit dem zum Stadtteil Mitte zählt, der zweitälteste Kasseler Stadtteil. Er wurde 1283 als eigene Stadt planmäßig angelegt. Das Zentrum war später der Holzmarkt mit einer Kirche auf dem Unterneustädter Kirchplatz, die der heiligen Maria Magdalena geweiht war. Das Rathaus stand am Markt- und Kirchplatz. Wie alle Neugründungen von Städten zu dieser Zeit hatte die Unterneustadt ein eigenes Gemeinwesen und eine eigene Gerichtsbarkeit mit einem Schöffenkolleg von sechs Schöffen. 1378 erfolgte die Zusammenlegung mit den beiden anderen Städten Freiheit und Altstadt zu einem einzigen Gemeinwesen. Die Grenzen der Unterneustadt wurden im Lauf der Zeit mehrmals erweitert.

Seit 1997 wird im Bereich des ehemaligen Messeplatzes, der sich seit 1950 südlich der Fuldabrücke befand, ein modernes Wohnviertel errichtet. Auf der daran angebundenen Karl-Branner-Brücke können Fußgänger und Radfahrer über die Fulda in den Stadtteil Mitte gelangen. Der Messeplatz wurde auf die Schwanenwiese verlegt, die sich in einer Flutmulde der Niederung der Fulda direkt südwestlich neben dem Platz der Deutschen Einheit befindet; er wurde erstmals im September 1997 als solcher genutzt.

2004 gründeten Kasseler Bürger einen Förderverein, der das Kurbad Jungborn sanieren und erhalten will, das sich in der Unterneustadt am Fuldaufer befindet. Es ist eines der wenigen Zeugnisse der alten Stadt, das die Zerstörungen des Krieges überlebt hat. Der Jungborn ist das letzte der vielen ehemals an der Fulda befindlichen Flussbäder, wurde später ein Warmbad und diente bis 1999 als medizinisches Bad. Es soll jetzt ein kleines Museum für die Badegeschichte der Stadt werden und als Vereinsheim für einen Wassersportverein dienen.



Informationen über den Stadtteil Unterneustadt

Vellmar ∙ Kassel (D)



Geschichte

Fragt man heute Neubürger, warum sie nach Vellmar kamen, so werden in erster Linie immer die günstige Lage Vellmars zum Oberzentrum Kassel und sofort an zweiter Stelle die ausgezeichneten öffentlichen Einrichtungen in der Stadt als Beweggrund genannt, sich hier eine neue Heimat zu suchen. Nicht zuletzt hat Vellmar es aber auch verstanden, die Brücke zwischen Alt- und Neubürgern schnell zu schlagen. Anläßlich der 1.200-Jahr-Feier wurden Vellmar am 30. August 1975 die Stadtrechte verliehen; es entstand die jüngste Stadt im Landkreis Kassel, die innerhalb weniger Jahre zur zweitgrößten Kommune und geographisch zu einem harmonischen Ganzen zusammenwuchs. Zur Zeit leben in Vellmar ca. 19.500 Menschen. Diese Bevölkerungszahl ist ein sicherer Beweis für gelungene Siedlungspolitik und die Anziehungskraft der Stadt. Vellmar, mit seinem ländlich tradierten Charme und seiner städtischen Infrastruktur, versteht sich als eine junge dynamische und moderne Stadt, die ihren Bürgern so viel zu bieten hat, dass eigentlich kaum noch Wünsche unerfüllt geblieben sind. Einrichtungen wie Hallenbad, Freibad, Bürgerhäuser, diverse Sport- und Spielstätten, "Piazza"- Kleinkunstbühne, Haus der Jugend & Kultur, Schutz- und Grillhütten, Stadtbücherei, Kindertagesstätten und -horte oder Sozialstation zeigen dies eindrucksvoll.

Informationen über die Stadt Vellmar

Wehlheiden ∙ Kassel (D)

Geschichte

Spiegelbildlich zum Stadtteil West im Norden erstreckt sich Wehlheiden südlich der Hauptachse der Wilhelmshöher Allee zwischen der Innenstadt und Bad Wilhelmshöhe. Auch im Charakter und in der Bebauung mit überwiegend mehrgeschossigen Altbauten aus der Zeit um 1900 ist der eigentliche Bezirk Wehlheiden dem Vorderen Westen sehr ähnlich. Im südlichen Bezirk, der bis zu Schloss und Park Schönfeld reicht, dominieren eher genossenschaftlicher Mietwohnungsbau sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser das Bild; ähnliches gilt für den westlichen Bezirk um das Rot-Kreuz-Krankenhaus. Auf dem Wehlheider Platz, dem Stadtteilzentrum, findet am Freitagvormittag ein Wochenmarkt statt, auf dem Stockplatz an Samstagen ein Flohmarkt und einmal im Jahr die traditionsreiche 'Wehlheider Kirmes' , die viel Publikum aus den anderen Stadtteilen und der Umgebung Kassels anzieht. Wochenmarkt, Kirmes und Flohmarkt beleben den Stadtteil und geben ihm Flair.