Marktbericht 2009
Der StandortWürzburg ist
das Wissens- und Verwaltungszentrum der Region Mainfranken. Die Region
ist geprägt von mittelständischen Unternehmen mit einer sehr breiten
Branchenstreuung und zählt laut Eurostat zu einer der führenden
High-Tech-Regionen Europas. Durch die diversen Institute der bereits
Anfang des 15. Jahrhunderts gegründeten Julius-Maximilians-Universität
Würzburg erfährt der Wirtschaftsstandort weitere wichtige Impulse. Der
größte Arbeitgeber der Stadt ist mit Koenig & Bauer einer der
größten Hersteller von Druckmaschinen weltweit. Mit rund 134.000
Einwohnern ist Würzburg die viertgrößte Stadt des Freistaats Bayern. Die
Einwohnerzahl der Stadt wächst kontinuierlich, allein seit dem Jahr
2000 um 4,7 Prozent.
Die wegen ihrer architektonischen Schönheit
auch die "Perle am Main" genannte Stadt gehört zu den beliebtesten der
Region. Ein besonderes Wahrzeichen bildet die Würzburger Residenz, die
in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.
Würzburg
ist mit drei Autobahnen und dem ICE-Knotenpunkt hervorragend an das
Verkehrsnetz angebunden; die Flughäfen Nürnberg und Frankfurt sind mit
dem Auto innerhalb einer Stunde zu erreichen. Das kulturelle Leben ist
sehr vielfältig und erstreckt sich vom Mainfrankentheater, einem
Dreispartenhaus mit Schauspiel, Musiktheater und Ballettensemble, über
zahleiche Improvisationstheatergruppen bis hin zu den zahlreichen Museen
und Galerien der Stadt.
Die Marktentwicklung
Der
Wohnimmoblienmarkt wird in Würzburg durch eine hohe Nachfrage einer
stetig wachsenden Einwohnerschaft geprägt, für die das aktuelle Angebot
nicht ausreichend ist. Vor allem aus den umliegenden Gebieten ist ein
anhaltender Zuzug in die Stadt zu verzeichnen. Interessenten suchen nach
Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen mit effizienter
Energienutzung in Lagen mit guter Infrastruktur. In den Stadtbezirken
Frauenland oder am Neuberg sind die Grundstücke besonders knapp und die
Abschlussbereitschaft der Kaufinteressenten sehr hoch, was insbesondere
bei bevorzugten und erstklassigen Objekten eine rasche
Entscheidungsfähigkeit erfordert.
Auch führt die aktuelle
Wirtschaftsituation dazu, dass Kapitalanleger wieder verstärkt in
Sachanlagen investieren. Eine Entspannung der Situation ist in den
nächsten Monaten zunächst nicht zu erwarten, auch wenn die
Neubautätigkeit bei Eigentumswohnungen in den letzten Jahren forciert
wurde und durch Erbschaften immer wieder attraktive Objekte auf den
Markt kommen. Wichtige Impulse bringt sicher der Abzug der
amerikanischen Truppen aus den Leighton Barracks. Hier erhält die Stadt
die Chance, einen neuen Stadtteil entstehen zu lassen.
Die begehrtesten Lagen
Zu
den begehrtesten Lagen in Würzburg gehört der Stadtbezirk Frauenland.
Besonders nachgefragt werden dort die in teilweise großzügigen Gärten
liegenden Villen und Einfamilienhäuser mit Hanglage und Blick zur
Festung Marienberg in der Walther-von-der-Vogelweide-Straße, dem
Lerchenweg und dem Lerchenhain. Eine hohe Nachfrage besteht auch im
Neuberg (Unterer, Mittlerer und Oberer Neubergweg). Bei den Randgebieten
sind die mit guter Infrastruktur ausgestatteten Wohnlagen des idyllisch
zwischen Wäldern gelegenen Höchberg und das am Main liegende
Veitshöchheim gefragt, beide geprägt von klassischer
Einfamilienhausbebauung mit schönen Gärten in ruhiger, stadtnaher Lage.
Südlich von Würzburg überzeugen die an den sanften, überwiegend für den
Weinanbau genutzten Hängen entlang des Mains gelegenen Orte
Randersacker, Eibelstadt und Sommerhausen mit ihren gewachsenen
Strukturen.
Ausblick
Das
Wachstum der Stadt, das vor allem aus einer anhaltenden Landflucht
resultiert, hält die Nachfrage nach Immobilien und hier besonders nach
Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen auf einem konstant hohen
Niveau. Das Preisniveau ist ingesamt sehr stabil und in den bevorzugten
und exklusiven Lagen sogar leicht anziehend. Dieser generelle Trend
wurde tendenziell durch die Auswirkungen der Finanzkrise überlagert,
wird aber langfristig nicht gedreht werden. Im Gegenteil: Die
Wirtschaftskrise mit ihren Unsicherheiten an den Finanzmärkten führt
derzeit eher zu einer höhen Nachfrage nach Sachwerten.
| sehr gute Lage | gute Lage | mittlere Lage | |
| Eigentumswohnungen | 200.000 - 330.000 € | 150.000 - 250.000 € | 120.000 - 220.000 € |
| Einfamilienhäuser | 400.000 - 800.000 € | 350.000 - 480.000 € | 280.000 - 350.000 € |
| Villen | 800.000 - 1,8 Mio. € | 450.000 - 800.000 € | 300.000 - 400.000 € |
