Ein verschneites Bergdorf in einem Tal, Skispuren auf einem zugefrorenen Feld, umgeben von bewaldeten Hügeln und schneebedeckten Bergen in der Ferne bei Sonnenuntergang.
Cool City St. Moritz

Glanz und Gipfel

  • Ausgabe

    01/26

  • Ort

    St. Moritz, Schweiz

  • Fotografie

    Syra Mettier / Unsplash

St. Moritz wird im Winter zur Weltbühne für Stil, Sport und Society. Eine Tour zu ikonischen Adressen und Treffpunkten mit betörender Aussicht.

Eleganz in Bewegung vor alpiner Kulisse

Das Bergdorf im Engadin vereint sportliche Raffinesse, Design und kulinarische Avantgarde. Selten entfaltet sich mondäner Charme so authentisch wie in diesem kleinen Ort, wo vor über 150 Jahren der alpine Wintertourismus seinen Anfang nahm. Und bis heute wird der zugefrorene St. Moritzersee jedes Jahr aufs Neue zur Bühne für besondere Veranstaltungen – vom Snow Polo World Cup über „White Turf“ bis hin zum berühmten Oldtimer-Schaulaufen, dem International Concours of Elegance. Hier steht nicht der Wettbewerb im Vordergrund, sondern die zeitlose Schönheit historischer Automobile. Vor imposanter Bergkulisse gleiten ausgewählte Klassiker und Rennwagen über das Eis.

Ein schneebedecktes Feld mit einem silbernen Oldtimer-Rennwagen mit der Startnummer 59; im Hintergrund eine Stadt, ein Kiefernwald und schneebedeckte Berge unter strahlendem Sonnenschein.
Im Winter wird der zugefrorene St. Moritzersee zur Kulisse für einen erstklassigen Oldtimer-Event: Beim „International Concours of Elegance“ treffen Klassiker auf alpines Flair. Foto: © Andrea Klainguti, Courtesy of The I.C.E. St. Moritz

Zwischen Piste, Panorama und Première

Wer morgens die perfekt präparierten Pisten der Corviglia erobert, kann danach beim Lunch & Dance im Restaurant White Marmot in Skischuhen aufs Parkett – begleitet von DJs, Champagner und Panoramablick. Ein weiterer Pflichtstopp ist das Paradiso, wo Sonnenliegen, Kuscheldecken und Seafood-Platten die Mittagspause im Schnee zum exklusiven Erlebnis machen. Abseits der Skigebiete pulsiert im Ortskern das Leben zwischen High Fashion, zeitgenössischer Kunst und alpiner Lebensart. Die Via Serlas mag kurz sein – sie misst nur wenige hundert Meter – doch mit Adressen wie Dior, Gucci, Louis Vuitton und Bvlgari kann sie es mit den luxuriösesten Einkaufsstraßen der Welt aufnehmen. Wer Slow Fashion mit lokalem Charakter sucht, wird bei der Engadiner Marke Lokomotive OOO fündig. Der Super Mountain Market vereint handwerklich gefertigte Möbel, Kunst und Kleidung aus der Alpenregion.

Neben Klassikern wie dem Engadiner Museum aus dem Jahr 1906 sorgen renommierte Galerien für Impulse: Hauser & Wirth und die Vito Schnabel Gallery zeigen internationale Künstler, die dem Alpenraum neue Perspektiven verleihen. Auch die Hotels setzen Maßstäbe – allen voran das ikonische Badrutt’s Palace Hotel, dessen markante Turmspitze schon vom Bahnhof her zu sehen ist. Mit der hauseigenen Fluglinie Palace in the Air beginnt Komfort bereits vor der Ankunft.

Zwei Reiter treten in einem Schneepolo-Spiel gegeneinander an und schwingen ihre Schläger auf einem schneebedeckten Feld vor dem Hintergrund von Fahnen und einem Wald.
Der Snow Polo World Cup, der 1985 in St. Moritz seine Premiere feierte, gilt als das prestigeträchtigste Turnier dieser Sportdisziplin.
Round brick building with curved balconies sits among snow-dusted trees on a hillside; steam rises from a chimney.
Das nachhaltige Gebäude „Chesa Futura“ von Norman Foster verbindet moderne Technik mit traditionellem Holzbau.
Ein modernes Glasgebäude neben einem blauen Pool mit rundem Whirlpool, einer Holzterrasse, einer Rasenfläche und einem See, der von schneebedeckten Bergen eingerahmt wird.
Im Winter lädt der beheizte Outdoor-Pool im legendären Badrutt’s Palace dazu ein, an der frischen Luft zu schwimmen.

Die Bühne der Nacht

Wenn die Sonne untergeht, lebt St. Moritz in seinen exklusiven Bars, Lounges und Clubs weiter. Die Sunny Bar im Kulm Hotel ist Treffpunkt für Einheimische, Kreative und internationale Gäste gleichermaßen. Noch privater wird es im von Gunter Sachs gegründeten Dracula Club, dem mythenumwobenen, ewig jungen Refugium, bei dem nur handverlesene Gäste durch die Tür kommen. Etwa zwanzig Autominuten von St. Moritz entfernt liegt Plaun da Lej, ein stiller Weiler am Silsersee. „Neben einer Sauna mit Blick auf den See und der Möglichkeit zum Eisbaden kann man dort auch die berühmte Fischküche genießen“, empfiehlt Maximilian Stamm, Lizenzpartner der Engel & Völkers Wohnen Schweiz AG.

St. Moritz lebt nicht von Nostalgie, sondern vom ständigen Wechselspiel aus Tradition und Frische. Vor seiner unvergleichlichen Kulisse wird Eleganz bewahrt und fortgeschrieben – Straßen und Pisten verwandeln sich in einen Laufsteg.

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Femke Maleen Fritz

Als angehende Journalistin unterstütze Femke Maleen Fritz das GG Magazine und schrieb über außergewöhnliche Immobilien, besondere Reiseziele und kreative Persönlichkeiten. Sie widmete sich Häusern mit Charakter, besonderen Rückzugsorten und Menschen mit einer klaren Vision. Dabei interessierte sie, was hinter einem gelungenen Konzept steckt und wie Architektur, Ästhetik und Lebensart an unterschiedlichen Orten der Welt zusammenfinden.