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Die Sage um Kastanienbaum (LU)

 Luzern
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Der Kastanienbaum
Wer sich heute in Kastanienbaum umsieht, stösst zwar auf die Ortstafel "Kastanienbaum" aber kaum noch auf Kastanienbäume. Vom Mittelalter und bis ins 17. Jahrhundert war die Edelkastanie rund um den Vierwaldstättersee ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Davon zeugen heute noch letzte Reste von Kastanienhainen und alte Lokalnamen wie Chesteneweid, Chestenenwäldli – oder eben Kastanienbaum! Dieser Ortsname wird 1434 das erste Mal erwähnt, was auf eine starke Verbreitung der Edelkastanie auf der Horwer Halbinsel zurückzuführen ist. Die Kastanie ist also seit Jahrhunderten Teil der Hower Geschichte – und müsste eigentlich auch Teil der Horwer Identität sein. Mit der Abkühlung des Klimas während der sogenannten kleinen Eiszeit um 1700 und im Zuge der anschliessenden Industrialisierung (Eisenbahntransport, neue Agrarpflanzen) wurde die Kastanienkultur aufgegeben und geriet in Vergessenheit.

In Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Kastanie Zentralschweiz erlebt die Edelkastanie und damit die Kastanienkultur an den traditionellen Standorten der Zentralschweiz und das Gedankengut um die Kastanie eine Renaissance. Im Gebiet Krämerstein/Utohorn wurde – in Kastanienbaum - ein Kastanienhain mit über 20 Kastanienbäumen realisiert. Es handelt sich dabei um die Edelkastanie (Castanea sativa) aus der Familie der Buchengewächse mit ihren auffälligen Blüten und essbaren Früchten. 

Wie die Kastanie Ihren Weg nach Kastanienbaum fand, weiss nachstehende Sage zu berichten:
Vor vielen Jahren übernachteten auf einem sehr schön am Vierwaldstättersee gelegenen Hofe der Gemeinde Horw zwei Italiener. Als sie am Morgen weggingen, übergaben sie dem Gastgeber zum Danke zwei Kastanien, die er setzen sollte. Er tat's und sah zu seiner größten Freude bald zwei üppige Bäume heranwachsen, die er sorgfältig pflegte, bis sie ihm Früchte trugen. Indem er neuerdings Kastanien setzte, erwuchs ihm bei Lebzeiten ein Wald fruchtbarer, kräftiger Kastanienbäume. Von da an haben sich die Kastanienbäume dann auch weiter verbreitet; der Hof aber wurde nurmehr "Kestenbaum" geheissen.

Die "Sage von Kastanienbaum" ist an einer Hauswand in Kastanienbaum (Gebäude des Wasserforschungsinstituts EAWAG in Kastanienbaum, ganz an der Spitze der Halbinsel) vom Horwer Künstler Marcel Nuber bildlich dargestellt worden.

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