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Köln braucht dringend mehr Büroflächen

Deutz samt Messegelände sowie Braunsfeld mit seiner lebendigen Start-up-Kultur zählen zu den Quartieren in Köln, deren Infrastruktur sukzessiv ausgebaut wird. Weitere dynamische Bürolagen sind die Stadtteile Nippes und Ossendorf, die durch Büroentwicklungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch etablierte Unternehmen ziehen gern dort hin. 


Der größte Abschluss im Jahr 2020 war die Anmietung von rund 19.700 Quadratmetern Bürofläche durch KPMG in einem projektierten Bürogebäude in der MesseCity in Deutz. In einer ähnlichen Größenordnung bewegte sich die Anmietung von 18.000 Quadratmetern durch die AOK in Porz-Gremberghoven. Der drittgrößte Büromietvertrag über rund 10.100 Quadratmetern in Ehrenfeld/Braunsfeld wurde vom Hauptzollamt Köln unterzeichnet.

Fertigstellungen können Bedarf nicht decken

Für Unternehmen, die ein Büro suchen, wird die Situation zunehmend schwieriger, da die Fertigstellung entsprechender Flächen in Köln weiterhin unterhalb des Bedarfs liegt. Wegen hoher Vorvermietungsquoten und Eigennutzung kommen neu entstehende Büroflächen zu einem großen Teil gar nicht auf den freien Markt. 


Die Leerstandsquote ist bei einem Flächenbestand von ca. 7,6 Millionen Quadratmetern zwar von 2,3 Prozent im Jahr 2019 auf 2,9 Prozent gestiegen, hat allerdings im Jahr 2016 noch bei 5,6 Prozent gelegen. In diesem Zeitraum sind auch die Spitzenmiete um rund 20 Prozent auf 26 Euro pro Quadratmeter und die Durchschnittsmiete um etwa 25 Prozent auf 16 Euro pro Quadratmeter angewachsen. 

 Hamburg
- Blick auf Büros und Kranhäuser in Köln

Insgesamt bewegt sich der Leerstand weiterhin unterhalb eines Niveaus, das eine gesunde Flächenfluktuation und einen entsprechenden Flächenumsatz erlaubt.

Flächenumsatz auf Talfahrt

„Seit dem Jahr 2016 hat sich der Büroflächenumsatz von damals 410.000 Quadratmetern in Köln nahezu halbiert“, berichtet Axel Berle, Leiter Gewerbeimmobilien bei Engel & Völkers Commercial Köln. Der geringe Leerstand und das begrenzte Angebot von Flächen im Top-Segment sorgten seiner Meinung nach in der Domstadt in den Vorjahren für die Limitierung des Flächenumsatzes. 


Für das laufende Jahr erwartet das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen für Gewerbeimmobilien bei anhaltender Unsicherheit einen Gesamtumsatz zwischen 220.000 und 240.000 Quadratmetern.

Weiter hoher Nachfrageüberhang

Lediglich der Nachfrageüberhang nach modernen Büroflächen verhinderte laut „Marktreport 2021 Köln Büroflächen“ im Jahr 2020 eine noch stärkere Abkühlung des Marktgeschehens. Der Flächenumsatz auf dem Kölner Büromarkt betrug demzufolge im Jahr 2020 rund 209.000 Quadratmeter. Damit wird das Vorjahresergebnis um rund 27 Prozent unterschritten, der Rückgang ist jedoch im Vergleich zur Gesamtheit der Top-Standorte unterdurchschnittlich. Im Mittel ging der Flächenumsatz in den sieben A-Städten um rund ein Drittel zurück. (19.3.21)

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