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Herr Simon - der Retter der Dachauer Altstadt

Am 2. November in der Süddeutschen Zeitung und am 29. November im Münchner Merkur erschienen jeweils Interviews mit dem scheidenden Bauamtsleiter der Großen Kreisstadt Dachau – Michael Simon. Das intensive Lesen dieser Artikel führt allerdings unweigerlich zu der Frage, inwieweit die Wahrnehmung von Herrn Simon mit der tatsächlichen Entwicklung der Großen Kreisstadt Dachau, insbesondere in Hinblick auf die Dachauer Altstadt übereinstimmt.

Michael Simon war in den vergangenen Jahren 15 Jahren aufgrund seiner Position federführend für die bauliche Entwicklung Dachaus. Eines der wichtigsten Projekte seiner Amtszeit war – wie er selbst ausführte – die Revitalisierung der Altstadt. Aus seiner Sicht wurde nur dank seiner Tätigkeit das Altstadtsterben sowie derer „zunehmende Verödung“ bzw. der „Dornröschenschlaf“ nicht nur angehalten, sondern auch eine Kehrwende eingeleitet. Aufgrund seiner Aktivitäten sei es zu einer Verminderung des Leerstandes sowie zusätzlichen Investitionen gekommen. Das Gegenteil ist leider der Fall: Unter der Regie von Herrn Simon wurde das Stadtbauamt zu einem Hort des Bürokratismus und der Verhinderung. Ein gutes Beispiel ist derzeit der Umgang mit dem beabsichtigten Umbau des Kaufhauses Rübsamen. Auch hier wird in kleinkarierter Manier, wenn nicht verhindert, so doch empfindlich verzögert. Schaut man sich heute die Dachauer Altstadt an, so hat sich der Leerstand keineswegs verändert, schon gar nicht aufgrund der Aktivitäten des Stadtbauamts. Eher haben die hiesigen Gewerbetreibenden den Eindruck, man werfe Ihnen Knüppel zwischen die Beine, wo es nur geht.

Das Dachauer Stadtbauamt hat sich in den letzten Jahren den zweifelhaften Ruf erworben, eines der größten Bauverhinderer im München Umland zu sein. Doch zurück zur Dachauer Altstadt: Es ist richtig, dass es in Dachau ein Konzept für den Einzelhandel gibt. Inwieweit Herr Simon daran Anteil hat, sei dahingestellt. Dessen Umsetzung hat jedoch nicht dazu geführt, dass der Einzelhandel in die Altstadt zurückkam. Hierfür gibt es mannigfache Gründe, die nicht alle das Stadtbauamt zu verantworten hat. Beispielhaft seien hier die Parkplatzsituation, das Desinteresse vieler Immobilienbesitzer, ihre Objekte adäquat zu vermieten oder die quälend langen Genehmigungsverfahren bei Neu- und Umbauten erwähnt.

Auch der Zusammenhang zwischen „Belebung der Altstadt“ und Verhinderung neuer Baugebiete bleibt nebulös. Investitionsdruck in der Altstadt ist hierdurch sicherlich nicht entstanden. Die derzeitigen Bauprojekte– genannt werden die Koschade-Klinik und der Hörhammerbräu – wären auch ohne den „Investitionsdruck“ seitens des Stadtbauamts entstanden. Einzig einen nicht unbeträchtlichen Anteil an der Explosion der Immobilienpreise in Dachau darf sich Herr Simon damit auf die Fahnen schreiben. Die Verhinderung neuer Wohnbauprojekte mit dem Hinweis, es gebe in den urbanen Bereichen noch genügend Baureserven, klinkt angesichts der „Genehmigungswut“ des Stadtbauamts für Bauwillige wie blanker Hohn.

Wie Herr Simon somit zu seiner Einschätzung einer „Kehrwende für die Altstadt“ kommt, bleibt wohl auf ewig sein Geheimnis. Man darf nur hoffen, dass sein Nachfolger einen anderen, für Bürger und Gewerbetreibenden freundlicheren Weg einschlägt, wofür man ihm nur alles Gute wünschen kann.

Dr. Christian Scheffler

Gewerbetreibender in der Dachauer Altstadt und

ehemaliger Vorsitzender der LAD – Leistung aus Dachau

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