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2. Quartal 2022: Trends am Büroflächenmarkt

Wie entwickeln sich Kaufpreise und Mieten? Wächst der Leerstand? Welchen Einfluss hat der Zinsansstieg auf Investments? Wir haben den Markt für Büroimmobilien im zweiten Quartal 2022 untersucht und die wichtigsten Fakten und Trends für Sie zusammengefasst. Im Fokus: die sogenannten A-Städte, Standorte von nationaler und internationaler Bedeutung, die auch bei Investoren hoch im Kurs stehen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart).


Zahl der Bürobeschäftigten wächst


Zwar nimmt die Wirtschaftsleistung in Deutschland ab, doch auf den Arbeitsmarkt hat das derzeit keinen Einfluss. Im zweiten Quartal 2022 wurden sogar mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte registriert als im Vorjahreszeitraum. Diese Stabilität wirkt sich auch auf den Markt für Büroimmobilien aus: Bleibt die Zahl der Bürobeschäftigten konstant oder wächst sogar, korrespondiert das mit dem Bedarf an Büroflächen.


Ein weiterer Grund für die andauernd hohe Nachfrage am Büroflächenmarkt ist die Notwendigkeit für Unternehmen, den Mitarbeiter*innen moderne Büros in attraktiver Lage anzubieten. Da sich die Arbeitsbedingungen im Büro inzwischen direkt mit den Bedingungen im Homeoffice messen lassen müssen, geraten nicht wenige Unternehmen in Zugzwang. (Erfahren Sie mehr über die Anforderungen an moderne Bürokonzepte in unserem Online-Ratgeber New Work)


Gründe für steigende Mietpreise


Was macht das mit den Mieten? Im Besonderen sind es drei der sieben A-Städte in Deutschland, für die mit steigenden Spitzenmieten zu rechnen ist: Hamburg, München und (trotz wachsenden Leerstands) auch Berlin.
 Hamburg
- Büromarktbericht Q2 2022 für deutsche A-Städte: Hier zum PDF
Die Gründe dafür: Büroimmobilien sind, wie Gewerbeimmobilien im Allgemeinen, weniger von der inflationären Entwicklung betroffen als Wohnimmobilien, da dort vor allem mit Indexmietverträgen gearbeitet wird. Diese sind an die Inflationsrate gekoppelt. Außerdem ziehen auch steigende Baukosten und gesetzliche Vorgaben in Bezug auf die Energieeffizienz Mietpreisanstiege nach sich.


Büros als Investment: Anfangsrendite bei 2,7 Prozent


Der Zinsanstieg wird im laufenden Jahr voraussichtlich dazu führen, dass mehr Immobilien verkauft werden. Jedoch sind Anleihe- und Aktienmärkte ebenfalls von steigenden Zinsen betroffen und stellen daher nur bedingt Anlagealternativen dar. Ein starker Preisverfall auf dem Büroimmobilienmarkt ist somit unwahrscheinlich – eher zeichnet sich eine Seitwärtsbewegung der Preise ab. Dasselbe ist auch für die durchschnittliche Nettoanfangsrendite zu erwarten. Sie betrug zuletzt 2,7 Prozent.


Was steigert den Wert einer Bürofläche?


Im zweiten Quartal 2022 wurde ebenfalls deutlich, dass die Lage eines Büros wieder stärkeren Einfluss auf die Investment-Nachfrage bekommt. Während Immobilien in attraktiven Lagen weiterhin im Fokus stehen, büßen Objekte mit mangelhafter Infrastruktur und nachteiliger Mikrolage deutlich an Interesse ein. Außerdem gewinnen die Mieterstruktur und Vertragslaufzeiten an Bedeutung für die Bewertung eines Objekts. Bevorzugt werden langfristige Vermietungen an solvente Mieter*innen wie etwa die öffentliche Hand. (25.7.22)


>>> Finden Sie hier alle Zahlen im PDF Büromarktbericht Q2/2022 – A-Standorte

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