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Fallbeispiel Sale & Lease Back

Rettungsring bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise treffen Teile unserer Wirtschaft empfindlich. Insbesondere Unternehmen, die bereits vorher finanzielle Schwierigkeiten hatten, drohen jetzt existentielle Zahlungsschwierigkeiten. Auch die Aufhebung der Insolvenzantragspflicht durch die Bundesregierung verschiebt lediglich das zentrale Problem vieler Betriebe: die Überbrückung von Liquiditätsengpässen.


Folgend zeigen wir Ihnen mit einem Fallbeispiel zu einem Sale & Lease Back eine Möglichkeit, kurzfristig Liquidität zu heben, ohne neue Verbindlichkeiten einzugehen.


Ein mittelständisches Unternehmen aus der Automotive-Branche kaufte im Jahr 2005 für 1 Mio. € ein Grundstück, auf dem es eine Mehrzweckhalle für ebenfalls 1 Mio. € netto errichtete. Finanziert wurde die gesamte Liegenschaft mit 500.000 € Eigenkapital und 1,5 Mio. € Fremdkapital.


Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise geriet das Unternehmen im Laufe des Jahres 2020 in Zahlungsschwierigkeiten. Die Geschäftsleitung entschied sich kurzfristig, Liquidität durch ein Sale-&-Lease-Back der Mehrzweckhalle zu generieren.


Der Marktpreis der gesamten Liegenschaft wurde durch die Immobilienexperten von Engel & Völkers Commercial auf ca. 2.700.000,- € geschätzt. In den Verhandlungen mit einem Investor konnte dieser Kaufpreis (Sale) im Zusammenspiel mit einem Mietvertrag (Lease Back) zu 15.000,- €/Monat und einer Mindestlaufzeit von 10 Jahren realisiert werden.


Die Mehrzweckhalle hatte zu Ende des Jahres 2020 einen Restbuchwert von 515.151,52 € (33 Jahre Nutzungsdauer, lineare Abschreibung) in der Unternehmensbilanz. Grundstücke können nicht abgeschrieben werden, daher verblieb diese Position mit 1 Mio. auf der Aktivseite. Die Restschuld aus der Fremdkapitalfinanzierung lag bei 913.596,91 € (Sollzins 3%, Laufzeit 30 Jahre).


Das Unternehmen konnte mit dem erzielten Kaufpreis den Restbetrag aus dem Kredit ablösen. Nach Abzug der Annuität aus dem Darlehen (76.528,89 €/p.a.), hat das Unternehmen eine finanzielle Mehrbelastung von 103.471,11 €/p.a. durch die Mietzahlungen. Die Miete kann als Raumkosten steuerlich abgesetzt werden. Zusätzlich verbesserte sich die Bilanzrelation des Unternehmens: Auf der Aktivseite wurden zwei Vermögenspositionen aufgelöst (Buchwert des Grundstücks und der Mehrzweckhalle) und auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten durch die vorzeitige Ablösung des Darlehens.


Der entscheidende Punkt beim Sale & Lease Back für das Unternehmen waren die freigesetzten liquiden Mittel von 1.786.403,09 € (nach Abzug der Restschuld), mit denen kurzfristige Verbindlichkeiten getilgt, Arbeitsplätze gesichert und in die Modernisierung des Produktionsprozesses investiert werden konnte.


Mit dem Sale & Lease Back konnte sich das Unternehmen wirtschaftlich optimal für die kommenden Herausforderungen aufstellen.



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