Wie COVID-19 das Wohnen im Kölner Umland verändert

Das Leben vor Corona

Bevor im Frühjahr 2020 das Covid19 Virus die gesamte Welt aus den Angeln hob, fand das tägliche Leben eher im Außen statt. Man ging seiner Arbeit nach, Kinder wurde in Schulen und Kindergärten betreut, die Ferien verbrachte man im Ausland, in der Sonne, am Strand oder in den Bergen. Am Abend traf man sich mit Freunden, ging unbeschwert ins Kino, feierte in Restaurants, in Bars oder Clubs und trainierte in Fitness-Centern. Den eigenen vier Wänden wurde eher wenig Aufmerksamkeit zuteil. Sie waren ein Ort des kurzen Rückzugs, zum Schlafen, Essen oder für gemütliche Fernsehabende. Gelebt wurde überwiegend „vor der Tür“.

Die Folgen des ersten Lockdowns

Der erste Lockdown im März 2020 zeigte, dass das Virus in nahezu alle private Lebensbereiche eingriff. Soziale Kontakte mussten auf ein Minimum reduziert werden, ob im beruflichen, im sozialen, oder im Freizeitbereich, überall gab es massive Einschränkungen. Schulen, Kindergärten und nahezu alle Betriebe wurden geschlossen. Mit Homeoffice und Homeschooling wurden Begriffe etabliert, die fast jeden betrafen. An Urlaub im Ausland war nicht mehr zu denken.

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- Schwere Zeiten für Restaurants während der Pandemie

Positive Wirkungen

Nach einer kurzen Schockstarre, zeigten sich plötzlich aber auch positive Nebenaspekte. Was aus der Not entstand, fand unerwartet Gefallen. Ein Umdenken entwickelte sich und die Vorteile, aber auch die Nachteile des eigenen Zuhauses, wurden schnell deutlich. Man verfügte über mehr Zeit für sich und mehr Zeit für die Familie. Von einem Leben im Außen, wurde ein Leben in den eigenen vier Wänden!

Ein neuer Trend: Stadtflucht

Aber was hat sich verändert? Worauf legen die Menschen, bedingt durch die Erfahrungen im Jahr 2020, mehr Wert? Welche Anforderung muss das Zuhause von morgen erfüllen?

Ein Trend, der schon vor der Pandemie begonnen hatte, ist die Suburbanisierung /Stadtflucht. Zu hohe Preise und ein relativ geringes Platzangebot, lassen immer mehr Familien und Paare aufs Land ziehen. Vielerorts erhält man hier mehr Wohnraum für nahezu gleiche Preise, wie in der Stadt.

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- Wie COVID-19 das Wohnen verändert

Anforderungen an das neue Zuhause

Das neue Zuhause, für das  sich der potentielle Käufer entscheidet, muss gewisse Anforderungen erfüllen. So wird noch mehr Wert auf eine gute Infrastruktur und Internetverbindung gelegt, als vor der Pandemie. Dem öffentlichen Verkehrsnetz und den Anbindungen an Autobahnen werden besonders von Pendlern große Beachtung zugedacht. Durch die verstärkte Einführung des Homeoffice, hat sich zwar die Präsenz in der jeweiligen Firma auf 1 bis 2 Tage pro Woche reduziert, jedoch ist die Erreichbarkeit der Großstädte weiterhin ein wichtiger Faktor. Nicht nur die beruflichen Verpflichtungen, sondern auch die dort angebotenen kulturellen Ereignisse wollen weiterhin genutzt werden, mit der Option, wieder schnell ins eigene Zuhause zu gelangen. Weitere Anforderungen sind, neben einer guten und vielfältigen Nahversorgung, besonders für junge Familien, die Entfernung zu Kindergärten und Schule, Vereinen und die medizinische Grundversorgung.

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- Eine Alternative zu Fitnessstudios in Zeiten von COVID: das eigene Home Fitness

Weitere Kriterien beim Hauskauf

Doch nicht nur die Ansprüche an die Lage haben sich verändert, sondern auch die Kriterien an die Immobilie selbst. So ist das zusätzliche Zimmer, welches als Büro genutzt wird, zum festen Bestandteil der Immobiliensuche geworden, ebenso wie ein ausreichend großer Garten und die “Natur” vor der Tür.  Covid 19 hat gezeigt, wie schwierig sich die Freizeitgestaltung, vor allem mit Kindern, in den städtischen Bezirken gestaltet. Die Möglichkeit, einfach mal die Türe auf zu machen und den Nachwuchs in den eigenen Garten zu schicken, hat in seiner Bedeutung enorm gewonnen. Die Freizeit kann so ohne größere Probleme im Garten oder den eigenen vier Wände verbracht werden, unabhängig von äußeren Vorschriften oder Beschränkungen. Die vor ein paar Jahren noch belächelten Fitnessräume oder Hobbykellern im eigenen Haus, gelten heute wieder als modern und zeitgemäß.

Neuartige Wohnkonzepte

Aber nicht nur die Lage und die Ansprüche an die Immobilie selbst haben sich durch COVID19 geändert. Ein neues Bewusstsein für Familie und Freunde geht ebenfalls durch die Gesellschaft. Die früher noch so selbstverständlichen Familienfeiern wurden auf Haushaltsgrößen beschränkt, Kontakte zu Eltern oder Großeltern sind aus Sicherheitsgründen teilweise verboten. Alleinstehende klagen über emotionale Vereinsamung. Der Trend zu Mehrgenerationen- oder gemeinschaftlichen Wohnkonzepten setzt sich immer mehr durch, vor allem, nachdem das letzte Jahr durch ein gegenseitiges Helfen geprägt war. Diese Erkenntnis, dass die Zeit so besser bewerkstelligt werden konnte, ließ  die Nachfrage nach Mehrfamilienhäuser, alten Bauernhöfen, die entsprechend umgebaut werden können oder Gemeinschafts-Wohnprojekte in den letzten Monaten überdurchschnittlich ansteigen. Das „Gemeinsam sind wir stark“ ist nicht mehr nur eine Parole, viele Interessierte möchten diesen Gedanken auch leben.

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- Nur unter schwierigen Voraussetzungen - und so steigt die Nachfrage nach Immobilien für Mehrgenerationen.

Ein Wandel der Gesellschaft

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Maßstäbe an das eigene Zuhause durch das Covid19 Virus massiv verändert haben. Durch die immer enger werdende Verbindung zwischen Arbeit und Wohnen, muss die heutige Immobilie zwei, bisher eher getrennten Lebensbereichen, miteinander verbinden und zu beiden Teilen gleich Rechnung tragen. Es wird die Priorität  auf ein gemütliches Zuhause mit Rückzugsort und Arbeitszimmer gelegt. Der eigene Garten oder Balkon sind zur Mindestanforderung geworden sowie die Verwirklichung der Freizeitgestaltung, unabhängig von äußeren Restriktionen. Das Füreinander da sein, spielt im täglichen Leben eine immer größer werdende Rolle, welches sich auch in “neuen” Wohnkonzepten widerspiegelt.

Barbara Buchen_RES_Hintergrund_264x200px_72dpi_RGB.jpg

Barbara Buchen

Immobilienberaterin
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