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Die Zerstörung der Landschaft

Täglich wird in Deutschland landwirtschaftliche Nutzfläche zerstört. Straßenbauprojekte, Stromtrassen, Windkraftanlagen, Solarparks, Neubaugebiete und Logistikzentren fressen sich immer weiter in die Landschaft. Betroffene Landwirte stehen dem Flächenfraß wehrlos gegenüber.

Hamburg - Tag für Tag wird in Deutschland landwirtschaftliche Nutzfläche zerstört...

Wer heute die Schönheit einer gewachsenen Kulturlandschaft erleben will muss in Deutschland die Kunst der selektiven Wahrnehmung beherrschen. Windkraftanlagen, Hochspannungsleitungen, Neubaugebiete, Autobahnen und Eisenbahntrassen stehen immer öfter im Blickfeld und zerstören nicht nur die Landschaft als Erholungsraum, sondern auch die Identität und Lebensgrundlage der Menschen im ländlichen Raum.

Leidtragend ist vor allem die bäuerliche Landwirtschaft, der oftmals nichts anderes übrig bleibt als ihre Betriebe aufzugeben, wenn keine Ausgleichsflächen in Hofnähe verfügbar sind. Gleichzeitig werden durch die Entschädigungszahlungen für Enteignungen, die aufgrund der Privilegierung im Einkommensteuergesetz steuerneutral reinvestiert werden können, die Bodenpreise in die Höhe getrieben. Dies führt u.a. dazu, dass die Flächenpreise in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in Europa deutlich höher sind, und es Landwirten nahezu unmöglich machen auf dem jetzigen Preisniveau Ackerland zu erwerben und profitabel zu bewirtschaften.

Während die öffentliche Hand durch ein vollkommen unzeitgemäßes Planungsverhalten großzügig die Zubetonierung der Landschaft vorantreibt, regt sich überall in Deutschland Widerstand, der früher undenkbare Allianzen zutage fördert. So haben sich in Hessen der Bauernverband und Bund Naturschutz auf einen Maßnahmenkatalog gegen den Flächenfraß geeignet.

Auf der anderen Seite ist es vor allem, die von den Grünen propagierte Energiewende, die eine gnadenlose „Verspargelung“ der Landschaft zur Folge hat. Selbst Schutzgebiete dürfen jetzt für die Stromproduktion zerstört werden.

Land- und Forstwirte, die von Baumaßnahmen betroffen sind, stehen vor der enormen Herausforderung, sich sehr schnell in eine komplexe Rechts- und Sachlage einarbeiten zu müssen. Ihnen steht eine personell und fachlich bestens ausgestattete Bürokratie gegenüber, die alle rechtlichen Winkelzüge beherrscht – ein Kampf David gegen Goliath.

Im Kielwasser der Planungsbehörden hat sich darüber hinaus ein besonders grotesk anmutender Industriezweig entwickelt, der sich darauf spezialisiert hat gefällige Naturschutzgutachten für die Vorhabensträger zu erstellen, Kammolchteiche anzulegen, Bechsteinfledermäuse aus ihrem natürlichen Habitat umzusiedeln, bestes Ackerland als Ausgleichsflächen aufzuforsten oder Forstbetriebe in Urwald umzuwandeln. Das diese Ausgleichsmaßnahmen oftmals nur ein Placebo Effekt für die Öffentlichkeit haben und die unwiederbringliche Zerstörung einer ländlichen Kulturlandschaft nicht heilen können, ist den  von der Leine gelassenen Planern oftmals nicht mal eine Fußnote wert.

Während weite Teile des ländlichen Raums noch auf einen schnellen Internetanschluss warten, bestellen die Menschen in den Städten immer mehr Waren im weltweiten Netz. Ein Teufelskreis, der wiederum zu einem erhöhten Bedarf an Logistikzentren und Straßenbauinfrastruktur führt. Die fehlende digitale Infrastruktur auf dem Land zwingt eine ganze Generation junger Menschen dazu, in die Ballungszentren zu ziehen. Dem Überaltern der Dorfgemeinschaften versuchen die Kommunen durch Ausweisung von billigem Bauland entgegenzuwirken, was wiederum den Flächenfraß befeuert und den Verfall der historischen Stadt- und Dorfkerne beschleunigt.

Statt Zuschüsse für historische Bausubstanz zu geben, den Städten eine Verdichtung ihrer Bausubstanz aufzuerlegen und die Ausweisung von Neubaugebieten einzuschränken, massiv in den Breitbandausbau auf dem Land zu investieren, und den Internetwarenhäusern die wahren ökologischen Kosten für ihre vermeintlichen Schnäppchenangebote in Rechnung zu stellen, setzt die öffentliche Hand nach wie vor allem auf eine Infrastrukturmaßnahme aus dem letzten Jahrhundert – die Autobahn.  Dabei verhält sich unsere Gesellschaft so, als ob Grund- und Boden im Überfluss vorhanden wäre und ignoriert dabei das Deutschland eines der am dichtesten besiedelten Länder der Erde ist.

Diese Entwicklung, deren Ende noch lange nicht abzusehen ist, fordert von betroffenen Land- und Forstwirten sehr viel Fachwissen, persönliches Engagement und vor allem Zeit. Oftmals kapitulieren die betroffenen vor der Flut an Vorschriften und Verwaltungsakten und lassen sich von vermeintlich hohen Entschädigungszahlen ködern, ohne dabei die langfristigen wirtschaftlichen Schäden einkalkulieren zu können. Da Land- und Forstwirte meist nur einmal im Leben von Infrastruktur- und Bauvorhaben betroffen sind, sollten sie sich daher frühzeitig den Rat von Fachberatern einholen, um im Kampf gegen den Flächenfraß nicht wie Don Quichotte zu enden.

Der Jurist und Waldbesitzer Christoph Frhr. Schenck zu Schweinsberg ist Geschäftsführer von Engel und Völkers SCHENCKS Land- und Forstimmobilien. Mit seinem Team aus land- und forstwirtschaftlichen Fachberaten und Gutachtern berät er Land- und Forstwirte, die von öffentlichen und privaten Infrastruktur- und Baumaßnahmen betroffen sind.

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