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Fenstersanierung – mehr Wohnkomfort im Altbau

Spätestens, wenn es an kühlen Tagen ungemütlich durch die Ritzen zieht, ist es Zeit für eine Fenstersanierung. Doch oftmals lohnt sich im Altbau eine Fenstersanierung schon deutlich früher. Denn die beste Dämmung an der Fassade oder dem Dach nützt wenig, wenn die Wärme über die nicht mehr zeitgemäßen Fenster verloren geht. Zudem haben moderne Fenster nicht nur einen höheren Dämmwert, sondern halten auch Einbruchsversuchen länger stand. Selbst im Altbau ist es bei einer Fenstersanierung nicht immer notwendig, alle Fenster komplett auszutauschen. Denn verschlissene Dichtungen oder nicht ausreichende Verglasung lassen sich austauschen und allein das kann bereits kleine Wunder bewirken. Doch gerade bei älteren Holzfenstern lohnt die Überlegung, ob sich eine Instandsetzung tatsächlich rechnet oder ob langfristig betrachtet der zunächst hochpreisige Fensteraustausch die bessere Investition darstellt.

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Verbesserung des U-Werts durch eine Fenstersanierung

Eine Einzelmaßnahme im Bereich der Altbausanierung hin zum energieeffizienten Gebäude ist die Fenstersanierung. Ein hoher Anteil der Heizenergie im Altbau geht über die Fenster verloren. Daher sollte eine Fenstersanierung mit zu den ersten Maßnahmen gehören, um den Energieverbrauch zu senken. Kleine Instandsetzungen können je nach Zustand, Baujahr und Art der Fenster ausreichend sein. Weisen die Fenster im Altbau noch eine Einfachverglasung auf, so erzielen neue Dichtungsbänder alleine keine großen Vorteile. Denn der Energieverlust eines Fensters mit Einfachverglasung ist bis zu fünfmal höher als bei einer Doppelverglasung. Eine Dreifachverglasung toppt diese Werte noch. Die Fensterbauer geben den Wärmedurchgangskoeffizienten als U-Wert an. Generell gilt, je niedriger der U-Wert, desto geringer ist der Energieverlust über das Fenster. Während Einfachverglasung einen U-Wert um 5 W/(m²K) kaum unterschreitet und Kastenfenster diesen Wert bestenfalls halbieren, weist eine Zweifachverglasung einen niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten von knapp über 1,1 W/(m²K) auf. Eine Dreifachverglasung liegt noch deutlich darunter. Hier ist zum Vergleich eine kleine Übersicht über aktuell im Altbau noch verwendete Fensterarten mit ihren durchschnittlichen U-Werten in W/(m²K), die abhängig vom Baujahr schwanken können:

  • Einfachverglaste Fenster aus Holz, Kunststoff, Metall: 4,5 bis 6.1

  • Verbundfenster aus Holz oder Kunststoff: 2,4 bis 2,6

  • Verbundfenster aus Metall von 1978: 4,0

  • Kastenfenster aus Holz oder Kunststoff: 2,3 bis 2,6

  • Isolierglasfenster Metall: 3,1 bis 4,1

  • Isolierglasfenster Kunststoff oder Holz: 2,6 bis 2,8

  • Isolierglasfenster mit LOW-E Beschichtung, Rahmen aus Kunststoff, Holz mit Metallvorsatz oder Aluminium: 1,5 bis 1,6

Welche einfachen Möglichkeiten zur Fenstersanierung gibt es?

Sind die Fensterrahmen noch im guten oder sehr guten Zustand, müssen nicht gleich neue Fenster her. Eine Fenstersanierung kann auch aus einer Instandsetzung, simplen Reparaturarbeiten oder dem Austausch einzelner Teilen stattfinden. In jedem Fall empfiehlt es sich, vor dem Fenstertausch einen erfahrenen Fensterbauer über die Möglichkeiten zur Verbesserung der Fensterdichte zu befragen.

Dichtungsbänder erneuern

Eine Instandsetzung alter Fenster kommt in Betracht, wenn die Fensterrahmen im guten Zustand sind. Haben die Fenster beispielsweise gut erhaltene Kunststoffrahmen und nur die Dichtungsbänder sind brüchig, lassen sich diese kostengünstig austauschen. Haben gepflegte Holzfenster noch keine Dichtungen, kann der Fensterbauer diese selbst nachträglich mittels einer Fräsung einarbeiten. Beides sind Maßnahmen, die je nach Zustand des vorhandenen Fensters bereits eine Menge bringen können. 

Zusätzliche Vorsatzscheibe

Gebäude unter Denkmalschutz ohne Zweifachverglasung sind ein Beispiel dafür, wann es sinnvoll und manchmal die einzige Alternative ist, bloß die Verglasung auszutauschen und nicht die kompletten Fenster. Sind die Fensterrahmen tragfähig genug, kann eine Vorsatzscheibe ein einfach verglastes Fenster energetisch und genauso akustisch dämmen. Im Schnitt lässt sich der U-Wert so um bis zu 40 Prozent verbessern. 

Glastausch

Alternativ kann die Fenstersanierung durch den Austausch der Verglasung erfolgen, immer vorausgesetzt, dass der Fensterrahmen den Vorgaben gemäß Energiesparverordnung noch entspricht. Bei dieser Art der Fenstersanierung lässt sich zugleich der Einbruchschutz durch die Verwendung von Verbundschutzglas oder Schlössern an den Fenstergriffen verbessern.

Wann ist der Fensteraustausch einer Instandsetzung vorzuziehen?

Sind die Fensterrahmen in die Jahre gekommen und weder optisch ansprechend noch tragfähig genug für eine zusätzliche Verglasung, ist ein Austausch der Fenster zumeist die einzige Option. Wer darüber hinaus bei seiner Fenstersanierung auf Langfristigkeit setzt und eventuell staatliche Förderungen beziehen möchte, tauscht die Fenster besser komplett aus. Das kostet im Moment mehr als eine Instandsetzung, erspart aber eine weitere Fenstersanierung über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Zudem erhöhen neue Fenster den Wert einer Immobilie bei einem späteren Verkauf beträchtlich und lassen als verbessernde Sanierungsmaßnahme überdies Mieterhöhungen zu. Bei selbst bewohnten wie vermieteten Immobilien sorgen neue Fenster zugleich für ein angenehmes Wohnambiente. Bezuschusst oder mit günstigen Darlehen finanziert, rechnet sich ein Fensteraustausch aufgrund der damit verbundenen Energieersparnis in den meisten Fällen.

Vorteile einer Fenstersanierung durch Fensteraustausch

Moderne Fenster sorgen darüber hinaus für mehr Sicherheit. So haben Kunststofffenster beispielsweise eine je nach Hersteller unterschiedlich ausgelegte Zapfenverriegelung, die das Aufhebeln gegenüber einfachen Holzrahmenfenstern deutlich erschwert. Ein modernes Fenster mit Dreifachverglasung ist für potenzielle Einbrecher ein wesentlich größeres Hemmnis im Altbau als ein sanierungsbedürftiges Holzfenster mit Einfachverglasung. Gerade bei einer Dreifachverglasung oder einer Zweifachverglasung mit Edelgas im Zwischenraum bleiben je nach Jahreszeit die Wärme oder Kälte ebenso wie störende Geräusche draußen. Hierfür zeichnet sich der Gesamtenergiedurchlassgrad verantwortlich, kurz als g-Wert bezeichnet. Zugleich sorgt der niedrige Wärmedurchgangskoeffizienten dafür, dass die Heizungswärme oder kühle Raumluft im Sommer in den Wohnräumen verbleibt. Nicht zu unterschätzen ist übrigens auch der Vorteil eines neuen Fensterrahmens in puncto Dämmung. Viele Altbauwohnungen befinden sich an belebten Straßen oder in den Stadtzentren. Neue mehrfachverglaste Fenster erreichen eine markante Schalldämmung, die je nach Schallschutzklasse zwischen 25 und 50 Dezibel betragen kann. Dies sind die Vorteile einer Fenstersanierung durch Fensteraustausch im Überblick:

  • Heizkosten reduzieren

  • Wohnklima verbessern

  • Lärmbelastung von außen senken

  • Wert der Immobilie steigern

  • Renovierungsintervalle verlängern

  • Umweltschutz durch niedrigeren CO2-Ausstoß

  • Besserer Einbruchschutz

  • Möglichkeit für staatliche Förderungen

Welche Jahreszeit ist optimal für einen Fensteraustausch?

Damit die Fenster anschließend richtig passen, sind moderate Temperaturen eine Voraussetzung, bei Minusgraden reagieren Baustoffe nun einmal anders. Zudem ist es für die Bewohner der Immobilie deutlich angenehmer, wenn es draußen wärmer ist. Denn je nach Größe und Art des Fensters kann der Austausch einige Stunden in Anspruch nehmen. Ebenso ist trockenes Wetter eine Grundvoraussetzung, damit es beim Fensteraustausch nicht in die Immobilie hineinregnet. Der Sommer ist damit ideal und das Frühjahr sowie ein goldener Herbst eignen sich definitiv besser als der Winter, um Fenster auszutauschen.

Welche Förderungen gibt es für eine Fenstersanierung?

Ist der Austausch alter Fenster  mit einer deutlichen Energieersparnis verbunden und im Sinne der Energiewende von Bedeutung, stehen Fördermittel für Einzelmaßnahmen im Rahmen der Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG) zur Verfügung. Um eine Förderung in Anspruch nehmen zu können, muss der Antrag in jedem Falle vor Beginn der Fenstersanierung und inzwischen genauso vor Vertragsabschluss bei der KfW gestellt werden. Damit die Immobilie tatsächlich als Altbau förderfähig ist, bedarf es eines Bauantrags aus den Jahren vor 1995. Ein KfW-Kredit oder der BAFA-Zuschuss sind nicht gleichzeitig oder zusammen mit der steuerlichen Absetzung nutzbar. Doch Immobilieneigentümer haben die Wahl, welche Bezuschussung für sie am besten geeignet ist. Darüber hinaus bieten viele Bundesländer noch eigene Förderprogramme an.

KfW-Förderdarlehen

Dabei haben Hauseigentümer die Möglichkeit, zinsverbilligte Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss der KfW zu beantragen. Je nachdem ob es sich um ein Annuitätendarlehen und ein endfälliges Darlehen handelt und wie lang die Laufzeit ist, liegt der Zinssatz aktuell zwischen 1,27 und 1,48 Prozent. Für die Fenstersanierung gewährt die KfW bei Erreichen der erforderlichen energetischen Werte einen Tilgungszuschuss in Höhe von 20 Prozent, sodass bei einem maximalen Kredit von 60.000 Euro bloß 48.000 Euro plus Zins zurückzuzahlen wären. 

BAFA Investitionszuschuss

Wer keinen Kredit benötigt, kann die Investitionszuschüsse der BAFA beantragen. Sie betragen ebenfalls 20 Prozent des Investitionsvolumens, das für einen Fensteraustausch ab 2.000 Euro und bis maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit zum Ansatz kommt.

Steuerentlastung

Ohne vorherigen Antrag nehmen Immobilieneigentümer alternativ die steuerliche Förderung einer energetischen Gebäudesanierung in Anspruch. Eine Fenstersanierung durch Erneuerung der Fenster lässt sich als Einzelmaßnahme mit bis zu 20 Prozent der Aufwendungen, jedoch maximal 40.000 Euro absetzen. Die Steuerreduzierung verteilt sich gleichmäßig auf drei Jahre. Eine Fachplanung oder Baubegleitung für eine energetische Sanierung können Immobilieneigentümer sogar mit 50 Prozent der Kosten bei der Einkommensteuererklärung anrechnen. 

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