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Alte Baustoffe neu entdecken

Nachhaltiges Bauen hat seinen Ruf als Ökotrend längst hinter sich gelassen. Heute sind sich verknappende Rohstoffe wie Sand der Treiber, der Architekten, Bauherren und Wissenschaftler den Blick auf Alternativen richten lässt. Die weltweite Besiedelung durch Europäer, die den seefahrenden Eroberern nachfolgten, spielt ebenfalls eine Rolle.

 Wuppertal
- Bambus anstelle von Stahl und Beton. Entdecken Sie die ungenutzten Möglichkeiten von Bambus beim Hausbau und für nachhaltiges Wohnen.

Baustoffe der Vergangenheit

In Europa und der Welt kommen traditionell Stein, Holz und Pflanzen beim Bau zum Einsatz. Die Blockhausbauweise oder der Lehmbau sind nur einige Beispiele. Dass eine bis dahin unbekannte Pflanzenart als Baumaterial dient, erfuhren spätestens die seefahrenden Entdecker, als sie fremde Gestade in anderen Erdteilen erreichten: Bambus. Außer in Europa und in der Antarktis sind die [i]Bambusoideae[/i] aus der Familie der Süßgräser weltweit verbreitet. Praktisch überall kommt Bambus als Baumaterial zum Einsatz, bis Stein und Stahl aus Europa den ursprünglichen Baustil revolutionieren.

Dominanz von Stahl und Beton heute

Schwindelerregende Bauhöhen erreicht der Mensch erst mit dem Stahlskelett im Betonmantel. Während hochwertiger Stahl teuer ist, geht dem Beton der erforderliche Sand aus. Weltweit nehmen die Vorräte ab. Wer das nicht glaubt und bei Sand an die Wüsten der Erde denkt, liegt falsch. Es kommt nicht auf das Material selbst an, sondern auf Korngröße und Form. Das intensiviert die Suche nach alternativen Baustoffen und Ideen für nachhaltiges Wohnen. Der Blick reicht dabei über die heimische Flora hinaus und entdeckt Bambus als Material mit erstaunlichen Eigenschaften.

Belastbar wie Stahl

In China sind sie bis heute täglich im Einsatz: Baugerüste aus Bambusrohr. Mit ihrer Hilfe errichten Arbeiter manch beachtenswerte Skyline. Das Bambusgerüst ist leichter als ein Stahlgerüst und ganz aus nachwachsenden Rohstoffen.

- Das Verhältnis von Eigengewicht und Nutzlast ist besser als bei Stahl.

- Bei der Zugfestigkeit erreicht Bambus gar den zweieinhalbfachen Wert.

- Seine Oberflächenhärte ist höher als das vieler Holzarten und vergleichbar mit Buche.

Messungen brachten aber auch schon einen Härtegrad nahe Beton hervor. In erdbebengefährdeten Regionen kommen der Elastizität und Biegsamkeit von Bambus Bedeutung zu. Stahl bricht einfach ab.

Nahezu unbegrenzt verfügbar

Manche Bambusart bringt es auf bis zu 1 m Wachstum pro Tag und wird bis zu 40 m hoch. Gerade in den Schwellenländern, wo die neuen Megacitys entstehen, ist Bambus heimisch. Mehrheitlich kommt Bambus für flache Gebäude zum Einsatz. Das wird sich ändern. Auch hierzulande beschäftigen sich verschiedene Institute damit, die Eigenschaften der Pflanze auf ihre Eignung als Baustoff zu prüfen. Naturbelassen ist für den Bau mit Bambus eine Vorbehandlung unumgänglich: Nach dem Schlagen trocknen die Halme etwa 20 Tage. Eine Lösung mit Borax – einem natürlich vorkommenden Mineral – macht die rindenlosen Gräser witterungsbeständig. Auch Schädlinge meiden das behandelte Material.

Und hierzulande?

Bambus ist Importware wie viele andere Baustoffe. Mit einem Vorteil: Er wächst nach und erweist sich dabei als ökologisch wertvoll: Zum einen produziert Bambus mehr Sauerstoff als Bäume. In Überschwemmungsgebieten hilft er zum anderen, den Hochwasserpegel zu regulieren. Süßgräser nehmen erstaunliche Mengen Wasser im Stängel auf und speichern es vorübergehend. Begegnet uns Bambus hierzulande, bringt er häufig einen tropischen Touch in die Inneneinrichtung oder an den Pool. Damit ist das Riesengras stark unterbewertet. Nicht nur seine exzellenten technischen Eigenschaften, sondern auch sein hoher Dämmwert machen Bambus interessant – ganz ohne sichtbare Halme!

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