Architektonische Highlights: Das Einmaleins der Wolkenkratzer

Aus den Großstädten der Welt sind Wolkenkratzer längst nicht mehr wegzudenken. Sie sind die größte architektonische Innovation des 20. Jahrhunderts und prägen die Skyline moderner Metropolen von New York bis Tokio. Wer das Glück hat, in den oberen Stockwerken zu leben oder zu arbeiten, dem offenbaren sich tagtäglich atemberaubende Ausblicke. Mittlerweile sind Hochhäuser für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Dabei vergisst man schnell, dass diese Giganten aus Beton, Stahl und Glas wahre Meisterwerke der Ingenieurskunst sind, die den Architekten im Hinblick auf Technik und Kreativität einiges abverlangen.

Architektonische Highlights: Das Einmalseins der WolkenkratzerDie ersten Wolkenkratzer wurden entworfen, um in den engen Städten mehr Wohnraum zu schaffen. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Ära der Hochhäuser und in New York City und Chicago kam es zum regelrechten Boom. Seit jenen Tagen entstehen auf den Reißbrettern ambitionierter Architekten stets höhere und ausgefallenere Bauten. Heute misst der größte Wolkenkratzer der Welt stolze 828 Meter: der Burj Khalifa in Dubai ist damit fast achtmal so hoch wie das World Building, das 1890 noch als das höchste Gebäude der Welt galt.

Beim Bau eines Wolkenkratzers gilt es technische, baubetriebliche und wirtschaftliche Aspekte unter einen Hut zu bringen – das ist kein leichtes Unterfangen. Während des Designprozesses müssen die Architekten sicherstellen, dass das Gebäude sein Eigengewicht tragen kann. Die sogenannte Totlast, also das Gewicht der verarbeiteten Materialien, beträgt ein Vielfaches der Betriebslast, die sich aus Menschen und Möbeln zusammensetzt. Addiert man die beiden Werte, so ergibt sich daraus die Auflast, der das Hochhaus standhalten muss. Oft kommen Stahlrahmen, Betonkerne, mit Rohren verkleidete Rohrleitungen und Scherwände zum Einsatz, um das Fundament eines Wolkenkratzers zu stabilisieren. Doch all diese maßgeblichen Elemente bekommen wir nur in Ausnahmefällen zu sehen, werden sie doch meist ästhetisch ansprechend verpackt. Eine solche Ausnahme ist das John Hancock Center in Chicago: hier wurden die x-förmigen Stützpfeiler als plakativer Blickfang in die Außenfassade integriert.

Allerdings müssen die Architekten weit mehr berücksichtigen, als nur das Gewicht des Baumaterials: ebenso wichtige Faktoren sind starke Winde, Erdbeben und Fluchtwege für den Brandfall. Die oberen Etagen müssen zudem leicht zugänglich sein und über alle nötigen Ausstattungsmerkmale, inklusive Klimaregelung, verfügen. Da diese technischen Herausforderungen immer mehr zur Routine wurden, stehen heute vor allem originelles Design und Umweltverträglichkeit im Fokus. Bestes Beispiel hierfür ist der HSB Turning Torso in Malmö. Der Name dieses Hochhauses bedeutet übersetzt so viel wie „drehender Rumpf“ und beschreibt das Design recht passend: Die einzelnen Geschosse des Wolkenkratzers sitzen leicht versetzt aufeinander, sodass sich zwischen unterstem und oberstem Stockwerk eine Drehung um 90 Grad ergibt. Dadurch entsteht der Eindruck, der Turm drehe sich um die eigene Achse.

Bis 1998 befanden sich die höchsten Wolkenkratzer allesamt in den Vereinigten Staaten. Seit einiger Zeit wird jedoch auch im Mittleren und Nahen Osten fleißig gebaut und so erhielt im Jahr 1998 der Petronas Tower in Kuala Lumpur, Malaysia, den Titel des höchsten Gebäudes der Welt. Im Jahr 2004 wurde er vom sogenannten Taipei 101 abgelöst, der den Titel 2009 an den Burj Khalifa in Dubai abgeben musste. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser Wolkenkratzer von einem neuen Wunderwerk der Architektur in den Schatten gestellt wird. Derzeit deutet alles darauf hin, dass der Kingdom Tower in Jeddah, Saudi Arabien, der nächste Titelanwärter sein wird: Seine Fertigstellung ist für 2018 geplant und auch wenn die exakte Höhe noch nicht feststeht, so ist doch jetzt schon mit einer Mindestgröße von 1000 Metern zu rechnen.

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