Geschichte zum Standort Hürth

Hürth – Geschichte

Hürth ist heute eine Stadt mit ca. 56.000 Einwohnern, die im Süden/Süd-Westen an Köln angrenzt. Es fällt schwer, ganz allgemein von „Hürth“ zu sprechen, wenn man seine Lage als geeigneten Wohn- oder Geschäftsstandort beurteilen will. Denn Hürth setzt sich aus heute 12 Stadtteilen zusammen und erfordert eine differenzierte Betrachtung. Daher wollen wir Ihnen – bevor wir im nächsten Blog zum Thema Hürth über seine gegenwärtigen Vorteile zu sprechen kommen – mit diesem Artikel einen kurzen Überblick über seine Geschichte und Entwicklung liefern.

Erste Siedlungshinweise im Hürther Raum finden sich bereits aus vorrömischer Zeit, wobei die noch immer sichtbaren Überreste des römischen Aquädukts von der Eifel nach Colonia Claudia Ara Agrippinensum (=Köln) gewiss das markanteste Zeichen seiner frühen Geschichte liefern. Auch zentrale Verkehrsadern nach Köln wie die Luxemburger Str. (nach Erftstadt, Trier) oder die Bonnstraße (nach Brühl), welche Hürth durchschneiden, gründen auf Römerstraßen. Vom Mittelalter künden gleich mehrere gut erhaltene Burgen, wie sie typisch für das gesamte Kölner Umland sind: Burg Gleuel, Burg Efferen, Burg Kendenich und Burg Hermülheim. Die größten Spuren hat aber gewiss das Rheinische Braunkohlerevier seit Ende des 19. Jhds. hinterlassen. Gut ein Drittel der Stadtfläche wurde im Tagebau abgebaggert, zwei Ortsteile verschwanden ganz, zwei andere wurden komplett umgesiedelt. 1930 wurden die Orte Hürth (heute Alt-Hürth), Knapsack, Berrenrath, Gleuel, Altstädten und Burbach, Sielsdorf, Kendenich, Fischenich , Hermülheim und Kalscheuren zu einer Großgemeinde zusammengefasst, die damals durch die Braunkohle und anhängende Industrie die reichste ihrer Zeit war. 1933 folgten Stotzheim und Efferen (das Konrad Adenauer erfolglos zu Köln eingemeinden wollte) und bildeten damit die größte Landgemeinde Deutschlands. Seit 1978 besitzt Hürth den Titel einer Stadt.

Das dreigeteilte Wappen der Stadt Hürth von 1934 zeigt einen silbernen Adler auf schwarzem Grund, ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund sowie ein halbes silbernes Zahnrad auf rotem Grund. Der Adler ist dem Eifeler Rittergeschlecht deren von Schöneck entnommen. Wie sich später heraus stellte, besteht allerdings keine Verbindung derer von Schöneck zu Hürth. Was sich lange genug hält wird eben zur Tradition! Das Kreuz ist das Kreuz des Kurfürstentums Köln, das vom Mittelalter bis zur Napoleonischen Zeit über das Gebiet herrschte. Eine weitere Erklärung bezieht sich auf den Deutschen Orden. Die „Deutschherren“, wie die Mitglieder des Ordens auch genannt wurden, hielten Besitztümer in Hürth: ihnen verdankt Her(r)mülheim seinen Namen. Das Zahnrad schließlich symbolisiert die Schwerindustrie, die mit dem Bau einer Brikettfabrik 1885 hier ihren Anfang hatte.

Neben der Kohleindustrie ist Hürth insb. ein bedeutender Standort der chemischen Industrie (Chemiepark Knapsack). In jüngster Zeit wurde Hürth-Efferen zu einem attraktiven Platz für Medien, u.a. mit Fernseh- und Produktionsstudios. Hier nehmen z.B. die Kandidaten von Günther Jauch auf dem Stuhl Platz und beantworten die Millionenfrage.

Folgen Sie unseren Blogs für den nächsten Artikel, bei dem wir die Frage beleuchten, was Hürth als Wohnlage auszeichnet und provokativ fragen: ist Hürth das bessere Köln-Süd?

Immobilienberater Shop Brühl: Christian Haber


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