Hohe Nachfrage bei Wiesbadener Anlageimmobilien

131021_Wiesbaden_TransaktionsvolumenEine hohe Nachfrage und ein extrem stark gestiegenes Umsatzvolumen kennzeichnen den Markt für Wohn- und Geschäftshäuser* in Wiesbaden. 2012 stieg die Zahl der Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent auf 160 und das Transaktionsvolumen um mehr als 100 Prozent auf 226 Millionen Euro. Dies geht aus dem aktuellen „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser 2013/2014“ von Engel & Völkers Commercial Wiesbaden hervor.

Bis zu 15,50 €/qm Miete
Mehr als die Hälfte des Umsatzvolumens (130,5 Millionen Euro) entfiel auf die Stadtgebiete „Mitte“, „Westend“ und „Biebrich“. Aufgrund des allgemeinen Preisanstiegs und des Handels mit großvolumigen Wohn- und Geschäftshäusern im Innenstadtbereich, stieg der durchschnittliche Kaufpreis von 881.000 Euro auf 1,41 Millionen Euro. „In den sehr guten Lagen kostet der Quadratmeter durchschnittlich 3.000 Euro, in den guten Lagen werden 2.200 Euro pro Quadratmeter gezahlt“, berichtet Benedict von Glasenapp, Geschäftsführender Gesellschafter bei Engel & Völkers Commercial Wiesbaden/Mainz zuständig ist. Die einfachen Lagen seien mit einem Durchschnittswert von 1.250 Euro pro Quadratmeter deutlich preiswerter. Die Mietspanne reiche in den mittleren und einfachen Lagen von 6,80 bis 10,00 Euro pro Quadratmeter, in den sehr guten Lagen würden bis zu 15,50 Euro erzielt. Die Leerstandsquote in Wiesbaden liegt mit 3,2 Prozent unterm Bundesdurchschnitt (4,4 Prozent).

Nachfrage übersteigt Angebot
„Die Nachfrage der Kaufinteressenten ist weiterhin höher als das Angebot“, betont von Glasenapp. Dominiert werde das Marktgeschehen von regionalen Investoren, die teilweise schon Objekte besitzen. Auf Seiten der Verkäufer treten Erbengemeinschaften oder auch ältere Eigentümer auf, die das gestiegene Preisniveau zum Verkauf nutzen oder nicht mehr die Motivation haben, eine erforderliche Sanierung ihres Objektes zu begleiten.

131021_Wiesbaden_TransaktionsanzahlNiedrige Neubautätigkeit
Tendenziell werden Bestandsobjekte in Wiesbaden – wenn möglich – weiter ausgebaut und saniert. Die Neubautätigkeit ist niedrig, während die Nachfrage nach Wohnraum hoch ist. „2012 wurden lediglich 336 Wohnungen erstellt“, weist von Glasenapp auf die niedrige Neubautätigkeit hin. Aufgrund des innerstädtischen Flächenmangels entstünden Neuentwicklungen oftmals nur in den Randlagen. Dies gelte zum Beispiel für Schierstein, wo direkt am Rhein mehr als 600 Wohnungen auf ehemaligen Gewerbeflächen entstehen. Der multikulturelle und durch gründerzeitliche Gebäude geprägte Stadtteil „Westend“ hat nichts von seiner Beliebtheit verloren.

Ausblick 2013
Engel & Völkers Commercial geht davon aus, dass sich im Jahr 2013 die Zahl der Transaktionen zwischen 130 und 140 bewegen wird. „Wir erwarten ein Umsatzvolumen von bis zu 160 Millionen Euro“, heißt es im Marktreport. Die Wohnungsnachfrage werde langfristig hoch bleiben. Dies sei unter anderem auch auf die Entstehung des neuen Europa-Hauptquartiers der US-Army zurückzuführen.

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