Immobilienrecht auf Mallorca

Sie haben Ihre Wunschimmobilie gefunden und möchten zur Tat schreiten. Im Folgenden möchten wir Sie über die rechtlichen Eckpunkte des Immobilienkaufs in Spanien informieren. Für Detailfragen und individuelle Beratung ist es äußerst empfehlenswert, einen sachkundigen Anwalt zum sorgenfreien Immobilienkauf zur Rate zu ziehen. Ein Erstgespräch ist bei den meisten Kanzleien kostenfrei und das Honorar einer fachkundigen Beratung beträgt nur einen Bruchteil eines möglichen Schadens. Wir empfehlen Ihnen gerne einen Anwalt unseres Vertrauens.

 

Ausgangspunkt eines jeden Immobilienkaufs in Spanien ist die „Escritura de Compraventa“, auch kurz „Escritura“ genannt. Sie ist der notarielle Kaufvertrag. Noch wichtiger jedoch sind die Eintragungen im Grundbuchamt („Registro de la Propiedad“). Hier werden alle wichtigen Daten der jeweiligen Immobilie eingetragen. Vor jedem Kauf ist es daher unabdinglich einen aktuellen Auszug, die „Nota Simple Informativa“, zu beantragen. Dieser informiert den potentiellen Interessenten rechtssicher ob:
  • der Verkäufer tatsächlich der Eigentümer der Immobilie ist.
  • eventuell weitere Personen wie Ehegatten, Partner, etc. dem Verkauf der Immobilie durch Unterschrift zustimmen müssen.
  • eventuelle Belastungen wie Hypotheken, Wegerechte, Nießbrauch oder andere Schulden auf der Immobilie lasten.
  • die Immobilien- und Grundstücksflächen mit denen vom Verkäufer angegebenen übereinstimmen.
  •  eine Neubauerklärung („Declaración de Obra Nueva“) vorliegt und eingetragen ist.
  • die Bewohnbarkeitsbescheinigung („Cédula de habitabilidad“) vorliegt.

 

Wichtig für den Erwerber der Immobilie zu wissen ist, dass nur durch die Eintragung des notariellen Kaufvertrags („Escritura de Compraventa“) im Grundbuch, im spanischen „Registro de propiedad“ gewährleistet ist, dass eine Immobilie nicht mehr für eventuelle Altschulden von Vorbesitzern haftet.

Weitere wichtige Punkte, die bei einem Immobilienkauf am besten durch einen auf Immobilienerwerb spezialisierten Anwalt geklärt werden sind:

  • Baulandqualität – Einhaltung der Mindestgröße
  • Existieren bereits Bebauungspläne und welche Bebauung ist zugelassen?
  • Bestehen von Miet- und Pachtverträgen hinsichtlich der Liegenschaft
  • Umlagenrückstände, offene Steuerschulden und Versorgungsrechungen (Strom, Wasser, Gas, Telefon)
  • welches Recht findet Anwendung (in den meisten Fällen wird eine örtliche Gerichtsbarkeit empfohlen)
Ein Anwalt stellt ebenfalls sicher, dass auch nebensächliche Zusicherungen und Selbstverständlichkeiten schriftlich bestätigt werden.

Abgelegt unter Allgemein.


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