Interview mit Michael Kiefer (Leitung Wohn- und Geschäftshäuser)

Herr Kiefer, gibt es in der Metropolregion Rhein-Neckar eine Spekulationsblase?

Nein. Es gibt in der Region Rhein-Neckar keine Spekulationsblase. Ich wüsste nicht aus welcher Richtung das kommen sollte. Wir haben weder zu hohe Mieten, noch überhöhte Kaufpreise. Bei den hier üblichen Anfangsrenditen zwischen 6% und 9% ist es einem Immobilien-Investor möglich aus den Mieteinnahmen den Kapitaldienst zu bedienen, eine Instandhaltungsrücklage zu bilden und zu tilgen oder Gewinn zu erzielen. Somit kann von einer Spekulationsblase „noch“ keine Rede sein.

 

Werden die Wohnungsmieten steigen?

Diese Frage kann mit einem klaren „ja“ beantwortet werden, denn wir sind noch lange nicht in einem Gleichgewicht. Die Nachfrage nach Mietwohnungen, ist nach wie vor höher als das Angebot.

 

Was ist in der Metropolregion Rhein-Neckar gefragt?

Wir folgen dem Trend der „Alleinwohner“. In allen großen Städten ist zu beobachten, dass der Trend zum Alleine-Wohnen anhält, so auch in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. Aufgrund der insgesamt günstigeren Miete suchen viele Singles nach kleinen Wohnungen. Auf den Quadratmeter gerechnet wird bei solchen Wohnungen zwar mehr bezahlt, jedoch kommt es in diesem Segment überwiegend auf den die Gesamtbelastung für den Mieter an und diese ist geringer als bei großen Wohnungen.

 

Warum diesen Standort wählen?

Der Wirtschaftsraum Rhein-Neckar bietet den Investoren eine große Auswahl von unterschiedlichsten Investitionsstandorten. Als Spitzenreiter bei den Kaufpreisen bietet Heidelberg hochwertige Immobilien in Spitzenlagen mit hoher Nachfrage und finanzstarken Mietern. Ludwigshafen stellt den Gegenpol dar. Hier können Investoren mit hohen Einstandsrenditen rechnen und sogar auf eine weitere Entwicklung bei den noch niedrigen Mietpreisen spekulieren. Mannheim bietet je nach Stadtlage beides. Umliegende kleine Städte sowie die Region „Bergstraße“ bieten weitere, interessante Alternativen im Bereich wohnen.

 

Wir danken Herrn Michael Kiefer für das Gespräch.

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