Marktentwicklung in Potsdam

Potsdam

Potsdam hat sich in den vergangenen Jahren als nobler Wohnstandort vor den Toren Berlins etabliert. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten reihen sich in Potsdam aneinander, die Natur- und Kulturlandschaft ist einmalig und zieht viele Neubewohner in die Stadt. Kennzeichnend sind ein Bevölkerungswachstum um 2 % pro Jahr, geringe Arbeitslosigkeit (bei 8%), eine florierende regionale Wirtschaftskraft und eine steigende Kaufkraft der Bewohner.

Innerhalb Potsdams zeigt sich mit der Bahnlinie eine Gebietstrennung der demographischen Entwicklung, der Stadtraumqualität und des Nachfrageniveaus. Die Bahnlinie trennt die Stadt in eine höherwertige Gebietsklasse Potsdam-Nord, in der sich sowohl eine höhere Anzahl an Zuzügen als auch ein größerer natürlicher Zuwachs zeigen. Ausnahmen sind hier vornehmlich die unmittelbaren Wasserlagen entlang der Havel im südlichen Potsdam.

Florierende Wirtschaftskraft und Bevölkerungszunahme zeigt sich am Immobilienmarkt in einer größeren Wohnraumnachfrage. Es wird erwartet, dass jährlich 1.000 Neubauwohnungen erforderlich sind, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Mietenentwicklung

Die Durchschnittsmiete in Potsdam beträgt 5,74 Euro pro Quadratmeter, das sind 7,7 Prozent mehr als noch 2010. Der Leerstand beträgt entgegen dem Landestrend lediglich 1,25%. Durch die positive Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung leben derzeit ca. 158.000 Menschen mit Erstwohnsitz in Potsdam (Stand 30. Juni Einwohnermelderegister), das kennzeichnet erneut eine Steigerung um etwa 2000 Personen im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr.

Die Nachfrage innerhalb Potsdams betrifft alle Segmente, vor allem aber Single- wie auch familienfreundliche Wohnungen. Zum Einen finden wir mittlerweile die höchsten Mietpreise in ganz Ost-Deutschland in Potsdam vor, zum Anderen und zugleich besteht eine hohe Nachfrage nach preiswertem Wohnraum.

Konnte früher die 10€/m² kalt- Grenze nur in besonders attraktiven Lagen wie am Wasser überschritten werden, so werden heute bei Neuvermietungen im Erstbezug durchaus 11,50€/m² auch in anderen – guten- Lagen erreicht (Beispiel: Neubau Luisenplatz, L.-da-Vinci-Straße, Berliner Vorstadt). Und auch bei Bestandswohnungen nähert man sich zügig dieser Grenze, so dass auch hier 9€/m² keine Seltenheit mehr sind. Der zu erzielende Quadratmeterpreis ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie Lage, Größe und Ausstattung der Wohnung. Der aktuelle Mietspiegel bestätigt, dass besonders hohe Mietsteigerungen vornehmlich bei den kleinen Wohnungen (alle BJ, bis 40 m²) zu verzeichnen sind aber auch in den großen Wohnungen über 90 m² -in den Preisspitzen- deutliche Steigerungen sind. Dahingegen zeigen sich sehr große Wohnungen über 150 m² in der Entwicklung eher konstant.

Kennzeichnend für Potsdam war bisher, dass die Schere zwischen Wohnungen in einfacher Wohnlage und Wohnungen in bester Wohnlage hinsichtlich des Mietzinses gegenüber anderen Landeshauptstädten verhältnismäßig wenig geöffnet war. Die in den vergangenen Jahren stark angestiegenen Kaufpreise in guten und sehr guten Lagen haben sicherlich dazu beigetragen, dass die Schere sich nun weiter öffnet. Potsdam versucht den steigenden Mieten entgegenzuwirken: So wurde kürzlich beschlossen, dass die ProPotsdam auf höhere Mieteinnahmen verzichtet, in dem sie Mietobergrenzen für ihren Wohnungsbestand einführen möchte und somit wird versucht der hohen Nachfrage nach günstigem Wohnraum ebenso gerecht zu werden.

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