Rechtliche Hinweise

Kapitalertragssteuer

Kapitalertragssteuer (Capital gains tax) basiert auf Transaktionen bei denen Profite oder Verluste innerhalb eines Steuerjahres in die persönlichen Einkommensteuererklärung eingebracht werden. Die Kapitalertragssteuer wird nur auf den erzielten Profit beim Verkauf einer Liegenschaft erhoben und nicht auf den Gesamtwert derselben. Um die anfallenden Steuerraten zu kalkulieren gehen Sie wie folgt vor.

Bei Privatpersonen:

25 % des Profites sind steuerpflichtig zur üblichen Steuerrate von max 40 %

Bei Betrieben und Gesellschaften mit beschränkter Haftung:

50 % des Profites sind steuerpflichtig bei einer Steuerrate von 29 %

Bei Konzernen:

50 % des Profites sind steuerpflichtig bei einer Steuerrate von 40 %

Das Steuergesetz trat am 1. Oktober 2001 in Kraft und eine Wertschätzung zu diesem Zeitpunkt sollte vorliegen. Jegliche Profite die ab diesem Datum beim Verkauf von Kapitalanlagen anfallen, unterliegen der Kapitalertragssteuer. Dies gilt sowohl für Personen die in Südafrika ansässig sind, als auch für Personen die nicht in Südafrika ansässig sind.

Die ersten 1, 5 Millionen Rand des Profites für den Eigner oder die Firma im Besitz der Liegenschaft, sind von dieser Steuer ausgenommen. Dies gilt jedoch nur bei Personen, die Ihren Hauptwohnsitz in Südafrika haben.

Einkommenssteuer:

Jeder Beteiligte der mit dem Verkauf einer Liegenschaft befasst ist, muss von der südafrikanischen Steuerbehörde (SARS) eine „Freigabe zum Verkauf(sogenannte `clearance`) erhalten. Diese wird nur erteilt wenn alle Steuerangelegenheiten des Verkäufers in Ordnung sind. Vorher kann der Eigentumsübertrag nicht stattfinden.

FICA Anforderungen:

Die Anforderungen des „Financial Intellegence Centres“ besagen, dass alle beim Verkauf von Liegenschaften Beteiligten die notwendigen Dokumente vorlegen müssen.

Zurückhaltung eines Steuerbetrages:

Bei Verkäufern, dessen ersten Wohnsitz sich nicht in Südafrika befindet, muss nach Paragraph 35 A der Einkommenssteuerverfügung, der mit dem Eigentumsübertag befasst Notar, für das fragliche Steuerjahr in dem die Liegenschaft veräußert wird, eine Steuervorauszahlung einbehalten.

Die fälligen Beträge sind folgendermassen festgelegt:

5% des Verkaufspreises bei Privatpersonen

7,5% des Verkaufspreises bei Firmen

10% des Verkaufspreises bei Stiftungen

Der Verkäufer ist verpflichtet dem Notar eine schriftliche Bescheinigung, welche von der Steuerbehörde erhältlich ist, zukommen zu lassen:

Darin steht:

- dass keine Gelder wie oben genannt vom Notar einbehalten werden dürfen

Oder:

-dass ein geringer Betrag vom Notar zum Zweck des Paraphen 35A des Einkommenssteuergesetzes einbehalten wird

Der Paragraph 35 A ist nicht gültig insofern der Gesamtverkaufspreis einer Liegenschaft 2 000 000 Rand nicht überschreitet. Dies gilt allerdings nur für Verkäufer die nicht in Südafrika ansässig sind.

Kosten der Grundstücksüberschreibung

Die Überschreibungskosten werden vom Käufer getragen, sowie die anfallenden Transfergebühren und die Kosten der Registrierung eines Darlehens. Falls Mehrwertsteuer gezahlt werden muss, ist diese ebenfalls vom Käufer zu bezahlen. Eine Ausnahme besteht falls der Vorgang mit Null errechnet wird und zwischen 2 mehrwertsteuerpflichtigen Rechtsträgern abläuft.

Überschreibungsgebühren

Die Überschreibungsgebühren für nicht mehrwertsteuerpflichtige Vorgänge belaufen sich wie folgt:

Erwerb von Liegenschaften durch Privatpersonen:

0 – 500 000zu 0%

500 001 – 1 000 000 zu 5%

1 000 001 und mehr, zu ZAR 25 000 + 8% für jeden Betrag über ZAR 1 000 000 hinaus.

Erwerb von Liegenschaften durch Personen, die eine Firma oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung darstellen

8% des gesamten Verkaufswertes

Bei einem Vorgang bei dem es um Anteile an einer Firma mit Grundbesitz geht (oder um eine Teilhabe in einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung) wird ebenfalls die Übertragungsgebühr auf den Verkaufswert erhoben, als auch eine Kuponsteuer zu einer Rate von 0.25% auf den Wert der Aktien (oder Zinsen). Sollte der erwerbende Rechtsträger für Mehrwertsteuer registriert sein und der Vorgang hingegen wurde nicht mit Null für die Mehrwertsteuer berechnet, so können die Übertragungskosten als Vorsteuer verrechnet werden.

Erbschaftssteuer:

Die Erbschaftssteuer ist eine Pauschale von 20% auf alle Liegenschaften von Einwohnern Südafrikas, als auch auf Liegenschaften von Personen die nicht in Südafrika ansässig sind.

Ein grundsätzlicher Steuerabzug von ZAR 3 500 000 ist bei der Festlegung der Steuerpflicht einer Erbengemeinschaft möglich, als auch Steuerabzüge bei Hinterlassenschaften an gemeinnützige Organisationen und Erwerb von Besitz durch überlebende Ehepartner.

Firmen welche in Liegenschaften investieren

Wenn eine Firma oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung Wohneigentum erwirbt beträgt die Übertragungsgebühr 8 % vom Kaufpreis. Bezogene Miete der Firma, Netto, abzüglich entstandener Kosten bei Vermietung der Immobilie, ist mit 29 % zu versteuern.

Sollte der Rechtsträger einer Firma das Einkommen nach Abzug der Steuer entnehmen wollen, etwa als Dividende oder als Ausschüttung, fällt Sekundärsteuer für Firmen an. Derzeitige Gebühren betragen 12%auf den Gewinnanteil, welcher den Teilhabern gegenüber angezeigt wurde, oder auf Ausschüttungen innerhalb einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, an Ihre Mitglieder.

Sollte eine Firma oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung ihren gesamten Gewinnanteil, an die Teilhaber oder Mitglieder ausschütten wollen, fällt die volle Steuerrate von 36,89 % an, welche um einen geringen Teil kleiner ist, als die maximale Steuerrate einer Privatperson.

Im Falle der Veräußerung einer Liegenschaft durch den Rechtsträger, wird die Kapitalertragssteuer von 14,5% fällig (wobei 50% des Gewinns in die Einkommenssteuer eingeht und mit 29% versteuert wird).

Abgelegt unter Allgemein.


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