Spitzenpreise für Mainzer Anlageimmobilien

131010_Mainz_TransaktionsanzahlFür Wohn- und Geschäftshäuser in Mainz werden nach wie vor Spitzenpreise gezahlt. Während der Quadratmeterpreis in sehr guten Lagen bei durchschnittlich 2.600 Euro und in guten Lagen bei 2.000 Euro liegt, sind die einfachen Lagen mit einem Mittelwert von 1.100 Euro pro Quadratmeter deutlich preiswerter. Dies geht aus dem aktuellen „Marktreport Wohn-und Geschäftshäuser 2013/2014“ von Engel & Völkers Commercial Mainz hervor.

Mehr Anlageimmobilien gehandelt
„In Bezug auf das Preisniveau nähert sich Mainz damit immer mehr Wiesbaden an“, betont Benedict von Glasenapp, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers Commercial Wiesbaden/Mainz. Im Jahr 2012 sei der Markt in Mainz durch einen starken Anstieg der Transaktionen (93 Anlageimmobilien) um knapp 15 Prozent sowie des Umsatzvolumens um mehr als 30 Prozent auf 96 Millionen Euro gekennzeichnet gewesen. Dabei sei der durchschnittliche Preis pro Immobilie um circa 135.000 auf 1,04 Millionen Euro gestiegen.

Nachfrage übersteigt das Angebot
„Als Käufer sind überwiegend Privatleute aus Mainz und der Region aktiv“, berichtet von Glasenapp. Vermehrt steigen auch Erstinteressenten in den Markt ein, die größtenteils mit Eigenkapital finanzieren. Demzufolge übersteigt die Nachfrage nach Anlageimmobilien weiterhin das Angebot. Die Investoren suchten vorwiegend in Zentrumsnähe wie Innenstadt, Oberstadt, Neustadt und Altstadt sowie den trendigen Wasserlagen am Rhein. „Weil es in den gefragten Lagen aber so gut wie gar kein Angebot gibt, weichen die Käufer verstärkt auf einfache Lagen aus“, sagt der Immobilienexperte. Immer interessanter werde für Investoren der Stadtteil Hartenberg, weil dort verstärkt Studenten als potenzielle Mieter auftreten.

131010_Mainz_TransaktionsvolumenGeringer Wohnungsleerstand
Die Leerstandsquote in Mainz ist mit 2,3 Prozent sehr niedrig und liegt weit unterm Bundesdurchschnitt von 4,4 Prozent. „Dies spiegelt sich auch im allgemeinen Nachfrageüberhang wider, zu dem insbesondere die 40.000 Studenten beitragen, die auf den Wohnungsmarkt drängen“, erklärt von Glasenapp. Außerdem ziehe es viele Menschen aus dem Frankfurter Raum nach Mainz. Im Jahr 2012 seien in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz derweil nur 308 neue Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstanden. Der geringe Neubau könne aufgrund der fehlenden Flächen in der Innenstadt nur im Umland vorangetrieben werden. Aufgrund zahlreicher Beschäftigter aus unteren Einkommensschichten, die in den vielen mittelständischen Unternehmen arbeiten, ist auch die Wohnungsnachfrage in einfachen und mittleren Lagen hoch. Im Vergleich zu Wiesbaden sind in diesen Lagen deshalb auch die Mieten höher und erreichen im Maximum bis zu 10,50 Euro pro Quadratmeter.

Ausblick 2013
Fürs Gesamtjahr 2013 rechnet Engel & Völkers Commercial damit, dass sich in Mainz sowohl die Zahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser als auch das Umsatzvolumen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr bewegen wird.

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