Wichtiges zur Heizkostenabrechnung

Die diesjährige Heizkostenabrechnung wird wahrscheinlich wieder höher ausfallen als im Vorjahr – bis zu 18 Prozent können möglich sein, schätzt der Deutsche Mieterbund. Grund genug, sich die Abrechnung genauer anzusehen und sich vorab zu informieren. Die Heizkostenverordnung gibt vor, wie die Heizkostenabrechnung aufgebaut sein muss und welche Kosten wie umgelegt werden dürfen.
Bei einer zentralen Heizungs- und Warmwasserversorgung beispielsweise müssen die Kosten auf die Mieter oder Eigentümer des Hauses verteilt werden. Hierbei gilt ein Abrechnungszeitraum von 12 Monaten, der jedoch nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen muss.
Die Berechnung wird aufgrund des Verbrauchs erstellt (50-70% der Kosten). Im Detail müssen die Gesamtmenge des im genannten Zeitraums gelieferten Brennstoffs (Öl, Gas oder Fernwärme) angegeben sein sowie der Preis und der Anfangs- und Endbestand des abzurechnenden Zeitraums. Misstrauisch sollte man werden, wenn Werte mit Null aufgeführt werden oder ein gleichbleibender Wert eingetragen ist.
Heiznebenkosten (30-50 % der Kosten) werden meist anhand der Wohnfläche berechnet, sind somit verbrauchsunabhängig und stehen aber immer im Zusammenhang mit der Wärmeversorgung. Zulässige Kosten hierfür sind der finanzielle Aufwand für die Wartung der Heizung bzw. Heizungsanlage, der hierfür benötigte Betriebsstrom, Kosten für den Schornsteinfeger oder Gebühren für die Heizkostenverteilung.
Unzulässig hingegen sind beispielsweise Wartungskosten für Hebeanlage oder Feuerlöscher, Kosten für eine Öltankversicherung, allgemeine Stromkosten, Kontoführungsgebühren u.ä.
Nach Zugang der Abrechnung haben Mieter vier Wochen Zeit, bei Ihrem Vermieter nachzufragen. Sie haben auch das Recht, sämtliche Unterlagen einsehen zu können, auf welcher Basis die Rechnung erstellt wurde. Sie können auch kostenpflichtig Unterlagen verlangen, wenn Sie als Nachbarn ein Geschäft oder eine gastronomische Einrichtung haben. Sollten Sie einen Fehler gefunden haben, können Sie eine neue Heizkostenabrechnung verlangen, bei unvollständiger Abrechnung müssen Nachzahlungen nicht getätigt werden, solange der Vermieter die Abrechnung nicht vervollständigt hat.

Ausführlichere Informationen hierzu finden Sie hier!

Abgelegt unter Allgemein.


Array
(
)