Leipzig: Aufstieg in die 1. Liga der Investitionsstandorte

140403_Transaktionsanzahl_LeipzigDer Markt für Wohn- und Geschäftshäuser ist bundesweit von einer wachsenden Nachfrage geprägt. Mit mehr als 700 gehandelten Zinshäusern ist Leipzig mittlerweile auf Augenhöhe mit Köln und deutlich vor Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf.

Die aktuellsten Zahlen des Gutachterausschusses aus dem Jahr 2012 weisen 707 Transaktionen aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von rund 7 %. Das Umsatzvolumen stieg um 28 % auf rund 319 Mio. EUR. „Aufgrund des allgemeinen Preisanstiegs und des verstärkten Handels mit größeren Objekten erhöhte sich der durchschnittliche Kaufpreis pro Immobilie um ca. 73.000 auf 451.000 EUR“, berichtete Ralf Oberänder, Geschäftsführer von Engel & Völkers Commercial Leipzig/Halle. Im Gesamtjahr 2013 wird voraussichtlich sowohl die Zahl der Verkäufe als auch das Umsatzvolumen leicht steigen. „Wir rechnen mit 750 bis 765 Transaktionen und einem Gesamtumsatz zwischen 340 und 355 Mio. EUR“, prognostiziert der Immobilienexperte.

Im Sog der Bundeshauptstadt
Die Käufergruppe setzt sich vorwiegend aus privaten lokalen Anlegern und überregionalen Investoren, Gesellschaften unterschiedlicher Rechtsformen (z.B. GmbH und GbR) sowie vermehrt Kaufinteressenten aus Berlin zusammen. „Immer häufiger bekommen wir auch Anfragen von Kunden aus Israel, die neben der Bundeshauptstadt auch Interesse an den Investitionschancen in Leipzig bekunden“, ergänzt Oberänder. Außer den Preisen steht insbesondere die nachhaltige Renditeentwicklung der Anlageimmobilien im Vordergrund. Darüber hinaus ist die Wettbewerbssituation im Vergleich zu Berlin noch relativ entspannt. Zudem ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen mit 3,5 % im Vergleich zu anderen Bundesländern gering.

In den sehr guten Lagen sind die Faktoren erneut angestiegen und liegen derzeit zwischen dem 15- und 19,5-fachen der Jahresnettokaltmiete. Für Wohn- und Geschäftshäuser werden in guten Lagen durchschnittlich 1.100 EUR/m² und in mittleren Lagen 750 EUR/m² gezahlt. Die einfachen Lagen sind mit einem Durchschnittswert von 470 EUR/m² deutlich preiswerter.

Potenziale bei der Objektqualität
Der regen Nachfrage steht ein Angebot gegenüber, das mit Blick auf Qualität und Lage der Objekte nicht immer mit den Interessen der potentiellen Investoren übereinstimmt. Bevorzugt werden gepflegte Objekte gekauft. „Dazu gehören auch Immobilien, die während der 90er Jahre kernsaniert und im Nachhinein nachgebessert wurden“, hebt Oberänder hervor. Der Objektzustand, die Ausstattung und die Bewirtschaftung spielen insbesondere in mittleren und einfachen Lagen bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. In den sehr guten Lagen sind entsprechende Immobilien rar am Markt.

140403_Transaktionsanzahl_HalleBlick nach Halle
Halle mit seinen rd. 233.000 Einwohnern kommt zunehmend ins Fahrwasser von Leipzig. Der Flughafen Leipzig-Halle, ein wichtiges Wirtschafts- und Logistikdrehkreuz, die sich stabilisierende Einwohnerzahl, eine mittelständisch geprägte Wirtschaft mit einem breiten Branchenmix, die Martin-Luther-Universität, eine der deutschen Eliteuniversitäten für Juristen, sowie weitere Hochschulen und Forschungseinrichtungen (Max-Planck-, Leibnitz-, Fraunhofer-Institut) sind starke Impulsgeber für den Investitionsstandort.

Anziehende Nachfrage nach Anlageimmobilien
Die aktuellsten Zahlen aus dem Jahr 2012 weisen 159 Verkäufe von Wohn- und Geschäftshäusern mit einem Umsatzvolumen von über 72 Mio. EUR aus. Das ist zwar ein weiterer leichter Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren, allerdings ist das damit verbundene Umsatzvolumen um fast 34 % angestiegen. „Steigende Preise und der zunehmende Handel mit größeren Objekten deuten auf eine anziehende Nachfrage hin“, resümiert Oberänder.

Die historischen gründerzeitlichen zentralen Lagen werden nach umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen von Wohnungssuchenden heute als Lebensraum favorisiert. Insbesondere das Paulusviertel, Teile der nördlichen und südlichen Innenstadt aber auch die Altstadt sind im Fokus der regionalen sowie aus den westlichen Bundesländern und Berlin stammenden Investoren.

Spitzenmieten über Leipziger Niveau
In den sehr guten Lagen erreichen die Faktoren maximal das 16,5-fache der Jahresnettokaltmiete. Die Mieten in den sehr guten Lagen liegen in der Spitze mit 9,60 EUR/m² über dem Leipziger Niveau. Ein Leerstandsrisiko ist in sanierten Wohnungen in den Innenstadtlagen quasi nicht existent. Ausgehend von den „In“-Vierteln breitet sich die Nachfrage langsam weiter aus. „Somit stellt sich Halle durch einen funktionierenden Markt, attraktive Renditen mit stabiler Anlagesicherheit, aber um vergleichsweise zwei Faktoren günstigere Preise als Investitionsalternative, beispielsweise zu Leipzig, dar“, lautet das Fazit von Ralf Oberänder.

Download “Wohn- und Geschäftshäuser Marktreport 2013/ 2014 leipzig/ Halle”

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