Der Immobilienmarkt ist in Bewegung

Die Nachfrage nach Immobilien in Hildesheim Stadt und Landkreis ist gut. Leider, sagt Andreas Schneider, Lizenzpartner Engel & Völkers, könnten Kunden nicht ausreichend bedient werden. Für potenzielle Hauskäufer, die etwas ganz Bestimmtes im Auge haben, ist sein Unternehmen auch schon mal drei Jahre auf der Suche nach dem Wunschobjekt. Im Schnitt ist die Wartezeit jedoch kürzer. Schneider: „Vor einiger Zeit lag der bundesweite Schnitt bei einem halben Jahr. Ein bisschen länger dauert es im Hildesheimer Raum meistens schon.“

 Kaufinteressenten ziehen sich durch alle Schichten, da gebe es keine besonderen Merkmale, sagt Schneider. „Die meisten suchen für sich selbst. Es sind junge Familien mit Kindern, Senioren und auch Alleinstehende.“ Objekte, die das Immobilienbüro in den Verkauf nimmt, werden selbst und auch von einem unabhängigen Gutachter bewertet. „Dadurch sind die Objektdaten bekannt, was die Finanzierung sicherer macht.“

Für einen funktionierenden Immobilienmarkt bedarf es Schneiders Einschätzung nach eines Leerstandkatasters und eines Mietspiegels. Schon seit Längerem würden zu wenig Wohnungen gebaut, weil sich der finanzielle Einsatz für private Investoren letztendlich nicht lohne. Auch mit energetischen Sanierungen hielten sich aus demselben Grund Haus- oder Wohnungsbesitzer noch sehr zurück. „Es müssten unbedingt Sonderprogramme aufgelegt werden, um Anreize zu schaffen“, sagt Schneider.

Dass weniger Objekte auf dem Markt sind als Nachfragen, habe auch im Hildesheimer Raum zu Preissteigerungen geführt. „Die sind allerdings nicht überzogen“, versichert der Fachmann. Das große Gefälle im Hildesheimer Landkreis sei dabei nicht wegzureden. „Auch wenn manch ein Hausbesitzer es nicht glauben mag, aber es gibt einfach Regionen im Landkreis, da ist eine Immobilie so gut wie unverkäuflich.“

 Seit etwa sieben Jahren verstärkt sich der Trend „zurück in die Stadt“. Da aber keine größeren Neubaugebiete ausgewiesen würden, könnten Bauherren der ersten Generation nicht ausreichend bedient werden. Eine Chance gebe es jedoch durch unbebaute Grundstücke oder durch Teilung größerer Flächen, die bisher noch nicht komplett genutzt würden, lautet Schneiders Einschätzung für Potenziale innerhalb der Stadtgrenze.

Grundsätzlich, sagt der Immobilienfachmann, herrsche momentan ein ausgezeichneter Verkäufermarkt. Potenziellen Hauskäufern rät er zur vom Fachmann begleiteten Planung. „Man sollte vorher genau abwägen, welche Wege für den individuellen Lebensplan die besten sind. Manchmal ergibt sich daraus, dass es vorerst besser ist, etwas zu mieten.“                                                                                                                               

 

 

 

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Frau Susanne Ferge-Grimm, Juni 2014

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