Die Ge- und Verbote des Heimwerkens

Mit ein paar kleinen Renovierungsarbeiten hier und da lässt sich der Wert Ihrer Immobilie auf leichte Art und Weise steigern; denn sollten Sie irgendwann verkaufen, dann können Sie dank des gepflegten Zustands Ihres Heims mit einem profitablen Kaufpreis rechnen. Dennoch sollten Sie nicht vergessen, dass sich nicht jede Maßnahme zur Verschönerung des Eigenheims gleichermaßen zur pekuniären Aufwertung eignet. In den vielen Jahren, die wir von Engel & Völkers bereits in der Immobilienbranche tätig sind, ist uns schon der ein oder andere Fall untergekommen, in dem Hausbesitzer den Verkaufswert ihres Objekts durch diverse Arbeiten sowohl erhöht, als auch vermindert haben. Hier ein paar Ge- und Verbote des Heimwerkens, die Sie sich zu Herzen nehmen sollten, bevor Sie zur Tat schreiten.

Bedenken Sie das Preispotenzial des Marktes. Noch bevor Sie sich ein Renovierungsbudget setzen, sollten Sie die Preise anderer Immobilien in Ihrer Wohngegend recherchieren, um so eine Obergrenze für Ihr Objekt festzulegen. Potenzielle Käufer orientieren sich in der Regel am Wert vergleichbarer Häuser in der Nachbarschaft und erwarten einen entsprechenden Kaufpreis. Wer zu viel Geld in die Renovierung steckt, wird im Nachhinein Schwierigkeiten damit haben, seine Immobilie gewinnbringend zu veräußern.

Investieren Sie mit Bedacht. Kleine, kostengünstige Projekte sind oftmals rentabler als teure, umfangreiche Arbeiten. Bestes Beispiel ist die Küche, denn nicht selten lässt sich durch einen frischen Anstrich und den Austausch der alten Einbaugeräte ein größerer Gewinn erzielen, als durch den Einbau eines komplett neuen Küchenmodells. Ebenso wichtig ist es, den sogenannten Curb Appeal, das heißt die Außenansicht Ihrer Immobilie, zu optimieren. Sind die Jahre nicht spurlos an Ihrer Eingangstür vorbei gegangen? Dann wäre es sinnvoll, diese neu zu streichen. Sollte Ihnen ein größeres Budget zur Verfügung stehen, dann ersetzen Sie sie durch eine neue Tür. Das ist zwar kostspieliger, doch es ist davon auszugehen, dass sich eine solche Investition zu 73 Prozent amortisiert.

Erweitern Sie den Wohnraum Ihrer Immobilie. Obwohl ein Ausbau recht langwierig sein kann, steigert doch jede bauliche Maßnahme, die für eine erhöhte Quadratmeterzahl sorgt, den Wert Ihres Objekts. Der Umbau des Dachbodens in ein Schlafzimmer ist durchaus sinnvoll, da sich eine solche Investition beim Verkauf zu bis zu 78 Prozent rechnet. Badezimmererweiterungen sind ebenso lohnenswert, da sie in den Augen potenzieller Käufer einen höheren Kaufpreis rechtfertigen. Gleiches gilt für den Ausbau des Hauptschlafzimmers.

Nutzen sie Schlafzimmer nicht als Gemeinschaftsräume. Das Homeoffice ist das beste Beispiel hierfür, denn obwohl immer mehr Menschen von Zuhause aus arbeiten, lassen sich die Anschaffungskosten für ein solches Arbeitszimmers beim Verkauf der Immobilie doch nur zu etwa 50 Prozent kompensieren. Schlafzimmer hingegen wirken auf Kaufinteressenten sehr viel attraktiver. Falls Ihre Immobilie also bereits mit einem Büro ausgestattet ist, wäre es durchaus sinnvoll, dieses im Exposee und bei Besichtigungsterminen als zusätzliches Schlafzimmer zu präsentieren.

Setzen Sie beim Interieur auf neutrale Farben. Die meisten Käufer wünschen sich eine Immobilie, in der sie sich auf Anhieb zuhause fühlen können, ohne erst umfangreiche Renovierungsarbeiten vornehmen zu müssen. Stehen einem Kaufinteressenten vor Einzug diverse kostspielige Veränderungen des Farbschemas ins Haus, dann kann es geschehen, dass er diesen finanziellen Aufwand von Ihrem geforderten Kaufpreis abzieht und ein entsprechend niedrigeres Angebot macht.

Schaffen Sie saubere Verhältnisse und eine „weiße Leinwand“. Betritt man als potenzieller Käufer ein Haus, vollgestopft mit Möbeln und persönlichen Gegenständen, kann es schier unmöglich sein, sich vorzustellen, selbst dort zu leben. Außerdem lassen verstaubte Oberflächen ein Haus schäbiger erscheinen, als es in Wahrheit ist. Unordnung schreckt so manchen Käufer von vornherein ab – so geben etwa 30 Prozent der Immobiliensuchenden an, dass sichtbare Tierhaare ihnen ein potenzielles Kaufobjekt verleiden würden, während 65 Prozent sagen, ein unangenehm riechendes Badezimmer sei für sie ein K.O.-Kriterium. Saugen Sie vor jeder Besichtigung noch einmal Staub und wischen Sie über alle einsehbaren Oberflächen, und halten Sie Ihre Immobilie besonders sauber und ordentlich, solange sie sich auf dem Markt befindet.

Sollten Sie in der nahen Zukunft den Verkauf Ihrer Immobilie planen und dabei professionelle Unterstützung brauchen, dann wenden Sie sich an Engel & Völkers. Dank unseres weltweiten Shop- und Makler-Netzwerks sind wir bestens positioniert, um Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und Sie nicht nur bei Ihrem aktuellen Objektverkauf, sondern auch bei der nächsten Immobilien-Investition zu beraten.

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