Die Geschichte zweier Märkte: Zusammenhang zwischen Kunst und Luxusimmobilien

Die Geschichte zweier Märkte: Zusammenhang zwischen Kunst und LuxusimmobilienKann der Verkauf eines Gemäldes von Picasso den Preis Ihrer Penthouse-Wohnung beeinflussen? Glaubt man den Einzelhandelsexperten, so geben die Umsätze im Bereich der Luxusgüter Aufschluss über die zukünftigen Verkaufszahlen bei Anwesen im Premiumsegment. Da globale Trends, wie etwa die Entwicklung der Vermögensverteilung, die treibende Kraft hinter dem Wachstum des Immobilienmarkts sind, überrascht es nicht, dass nun auch der Kauf kostspieliger Kunstwerke als Indikator für bevorstehende Investitionen in Luxusimmobilien gelten soll.

Jüngste Studien ergaben, dass tatsächlich eine Verbindung zwischen den Märkten für Kunst und Wohnimmobilien der Spitzenklasse besteht, da die Preise dort mehr oder weniger synchron steigen und fallen. In den vergangenen zwölf Monaten zeigte sich in beiden Bereichen eine beeindruckende Preisentwicklung, denn die Marktsegmente verzeichneten beträchtliches Wachstum. Der Markt für Standardimmobilien konnte im gleichen Zeitraum hingegen nur geringfügig zulegen, was darauf schließen lässt, dass sich dieser Trend lediglich auf das Spitzensegment des Marktes auswirkt. Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich: die Kunstwelt legt vor und der exklusive Markt für Luxusobjekte zieht nach.

Bewohnbare Kunstwerke

Eine Erklärung für dieses Phänomen könnten die zahlreichen Parallelen zwischen Händlern, Käufern und Produkten der beiden Marktbereiche sein. Viele Luxusimmobilien sind heutzutage bewohnbare Kunstwerke, entworfen von führenden Architekten und ausgestattet von professionellen Dekorateuren. In Anbetracht dessen ist es nur naheliegend, dass solch exquisite Ästhetik bei Kunsthändlern oder Investoren mit Designverstand gleichermaßen hoch im Kurs steht wie Gemälde oder Skulpturen. Viele Anleger im Spitzensegment legen außerdem großen Wert darauf, dass ihre Lieblingsstücke im neuen Anwesen bestens zur Geltung kommen: eindrucksvolle Kunstwerke oder Bilderwände stehen dort im Fokus und bestimmen das gesamte Interieur.

Ideelle Werte 

Der Anstieg der Nachfrage nach Kunstgegenständen könnte auch darin begründet liegen, dass die Investoren derzeit den gängigen Statussymbolen den Rücken kehren und ihr Geld stattdessen lieber dafür ausgeben, Erfahrungswerte zu sammeln und sich so weiterzuentwickeln. Berichten zufolge setzen die finanzstarken High Net Worth Individuals ihr Vermögen immer häufiger dazu ein, ihren Erfahrungshorizont zu erweitern, indem sie an Kunstauktionen teilnehmen oder exklusive Reisen unternehmen. Der Kauf eines Gemäldes von Rembrandt oder eines historischen Anwesens ist für sie nicht länger nur eine Finanztransaktion – sie erfüllen sich damit einen lang gehegten Traum und so bekommt das Anlageobjekt einen ideellen Wert, der den tatsächlichen Kaufpreis weit übersteigt.

Heuer gab es für beide Märkte gute Nachrichten, denn Luxusimmobilien erfreuen sich großer Beliebtheit, vor allem in Metropolen wie London, San Francisco, Miami oder New York. Zudem ist der Trend auch nach Südafrika und Indonesien geschwappt, wo laut Berichten des Wall Street Journal die Immobilienpreise in Jakarta im letzten Jahr um beinahe 40% in die Höhe schossen.

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