Die heiligen drei Könige in Spanien

Die heiligen drei Könige in SpanienDas Weihnachtsfest liegt hinter uns und in vielen Teilen der Welt spielen die lieben Kleinen nun mit ihren Geschenken und sind glücklich, dass sich das Wunschzettel-Schreiben gelohnt hat. Doch da sich die Traditionen von Land zu Land unterscheiden, müssen manche Kinder etwas länger warten, bis sie endlich erfahren, ob ihre Wünsche auch wirklich erfüllt wurden.  In den meisten europäischen Ländern wird um den 25. Dezember herum Weihnachten gefeiert, doch in Spanien gibt es die Geschenke erst zur Ankunft der heiligen drei Könige oder der Los Tres Reyes Magos, wie sie dort genannt werden, am 5. Januar – dem Vorabend des Epiphaniasfestes.

Natürlich bekommen die spanischen Kinder auch zu Weihnachten eine Kleinigkeit, doch der Großteil der Gaben bleibt dem Dreikönigstag vorbehalten. Am zweiten Weihnachtsfeiertag schreiben die Kinder in Briefen an die Könige nieder, welche Spielzeuge und Geschenke sie sich wünschen. Und dann, wenn der 5. Januar endlich da ist und langsam zur Neige geht, stellen sie überall in Spanien für jeden der Könige ein Glas Cognac und für ihre Kamele Futter und Wasser bereit, bevor sie sich dann früh schlafen legen, in freudiger Erwartung, am nächsten Morgen das eine oder andere Geschenk in ihren Stiefeln zu finden. Es versteht sich von selbst, dass nur artige Kinder auf Geschenke hoffen dürfen, denn wer ungezogen war, der läuft Gefahr, nicht mehr als einen Klumpen Kohle zu bekommen. Obwohl die Geschichte vom Kohlebrocken in Großbritannien und den USA mittlerweile vorwiegend zur Abschreckung dient und nicht mehr als eine leere Drohung ist, so kommt es in Spanien doch noch immer vor, dass die Könige besonders unartigen Kindern einen Denkzettel in Form eines mit Lebensmittelfarbe geschwärzten Zuckerklumpens verpassen.

Damit die Kinder die Ankunft der Könige sehen können, werden in vielen Städten, Gemeinden und Dörfern in Spanien am Vorabend des Epiphaniasfestes Reiterzüge veranstaltet. Nicht selten fährt jeder der heiligen drei Könige auf einem eigenen Festwagen durch die Straßen, während seine Pagen den staunenden Kindern Süßigkeiten und Bonbons zuwerfen. So manches Kind gibt seinen Wunschzettel erst an diesem Tag höchstpersönlich bei den Königen ab, während andere ihre Briefe schon frühzeitig per Post abgeschickt haben. Die Stadt Alcoy lockt mit ihrem Reiterzug, der dort bereits seit mehr als einem Jahrhundert abgehalten wird und angeblich der weltweit Älteste seiner Art sein soll, jedes Jahr tausende Touristen an. Später am Tag werden vielerorts noch Theaterstücke aufgeführt, welche die biblische Geschichte der Ankunft der heiligen drei Könige in Bethlehem nach Jesu Geburt erzählen.

Am 6. Januar kommt in Spanien die ganze Familie zusammen, man packt gemeinsam die Geschenke aus und isst Roscón, ein süßes, ringförmiges Festtagsgebäck, in das zum einen eine kleine Figur in Form des Jesuskindleins und zum anderen eine getrocknete Favabohne eingebacken werden. Wer das Stück mit dem Figürchen erhält, der wird zum „König“ oder zur „Königin“ gekrönt und soll im kommenden Jahr besonders viel Glück haben. Wer hingegen in seinem Stück des Dreikönigskuchens die Bohne findet, der muss im nächsten Jahr den Roscón für die Feier kaufen. Da dieser Feiertag auf den zwölften Tag nach Weihnachten fällt, bezeichnet das Verspeisen des Kuchens leider auch das offizielle  Ende der Weihnachtszeit.

Wer die Feiertage hin und wieder gerne in Spanien verbringen möchte, der sollte über ein Immobilieninvestment vor Ort nachdenken – sei es als Mietobjekt oder als eigenes Ferienhaus zur Weihnachtszeit. Der kulturelle Reichtum und das so berühmte, milde Klima Spaniens sind nur zwei Gründe dafür, warum das Land bei Auswanderern aus aller Welt so beliebt ist. Bei Interesse wenden Sie sich an Engel & Völkers, denn wir haben langjährige Erfahrung darin, die perfekte Immobilie für unsere internationalen Kunden zu finden. Für weitere Informationen besuchen sie bitte unsere offizielle E&V Webseite.


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