Expertentipp: Baumfällen als bauliche Veränderung!

Baumfällen als bauliche Veränderung!

Frank Schmidt über: Zustimmungsbedürftigkeit in der Eigentümerversammlung

 

 

Beabsichtigen Sie in einer Wohnungseigentumsanlage einen Baum zu fällen, ist Vorsicht geboten: In einem aktuellen Fall hat das Gericht entschieden, dass das Fällen eines Baumes im Garten der Anlage eine bauliche Veränderung darstellen kann, die der Zustimmung sämtlicher Wohnungseigentümer bedarf. Eine Eigentümerin hatte sich gegen die mehrheitliche Entscheidung der Wohnungseigentümerversammlung
gewehrt, die das Fällen eines zehn Meter hohen Baumes vorsah. Dies sei eine bauliche Veränderung, die der Zustimmung aller Eigentümer bedurft hätte. Unterschieden werden müsse hier, ob es sich um eine bauliche Veränderung oder lediglich eine Maßnahme der ordnungsgemäßen
Verwaltung handele. Im Einzelfall kommt es darauf an, ob die betreffende Pflanze charakteristisch für den optischen Eindruck der Wohnanlage ist. Das Gericht beschied, der umstrittene Baum hebe sich so vom übrigen Baumbestand ab, dass dessen Entfernung einen Nachteil darstelle
und es nur mit Zustimmung aller Eigentümer zulässig ist, den Baum zu fällen.

 

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