Hohe Zuzugszahlen führen zu steigenden Mieten

  • Engel & Völkers Commercial registriert kaum noch Vermietungen für unter acht Euro pro Quadratmeter in Frankfurt
  • Höhere Preise für Wohn- und Geschäftshäuser

 

Titelbild Marktreport Frankfurt WGHFrankfurt, den 17. September 2014. Durch die jährlichen hohen Zuzugszahlen stehen die Mieten in Frankfurt weiter unter Druck. Eine Neuvermietung unter acht Euro pro Quadratmeter ist kaum noch zu bekommen. Dies geht aus dem aktuellen “Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Frankfurt 2014/2015″ des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmens Engel & Völkers Commercial hervor.

Steigende Mieten auch in den Randlagen
Insbesondere in den mittleren und einfachen Lagen steigen die Mieten. Dieser Anstieg ist auch immer mehr in den Randlagen von Frankfurt spürbar. In den einfachen Lagen liegen die Mieten zwischen 8,50 und 10,50 Euro pro Quadratmeter, in den mittleren Lagen muss bis zu 14,30 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. “Die Zahl der Neubauten bringt keine wirkliche Entlastung für den Wohnungsmarkt”, betont Felix von Saucken, Geschäftsführender Gesellschafter bei Engel & Völkers Commercial in Frankfurt. 2013 wurden 2.427 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern im Neubau fertiggestellt. Davon sind jedoch 1.251 als Eigentumswohnungen geplant.

Nachfrage bleibt hoch
Auch die Nachfrage der Anleger nach Wohn- und Geschäftshäusern bleibt weiterhin hoch, wobei das Angebot stark begrenzt ist. 2013 wurden lediglich 318 Objekte gehandelt, was im Vergleich zum Vorjahr einem Minus von 26 Prozent entspricht. Das Umsatzvolumen verringerte sich aber nur um 8 Prozent auf 699 Millionen Euro. Als Grund dafür nennt von Saucken den Handel mit deutlich größeren und hochwertigeren Objekten als im Vorjahr. “So wuchs der Durchschnittspreis pro verkaufter Immobilie von 1,7 auf 2,2 Millionen Euro”, unterstreicht der Immobilienexperte. Signifikant sei auch der Anstieg der Quadratmeterpreise, die sich bezogen auf das ganze Stadtgebiet im Vergleichszeitraum von 2.540 auf 3.040 Euro in diesem Segment erhöht hätten.
Die deutlichen Preissteigerungen der vergangenen beiden Jahre haben aber dazu geführt, dass sich die Faktoren und Preise nur noch in kleinen Schritten erhöhen. “Steigende Preise werden hauptsächlich in den mittleren und einfachen Lagen registriert”, berichtet von Saucken. Gegenwärtig würden für lagetypische Objekte in den mittleren Lagen 1.950 Euro und in den einfachen Lagen 1.360 pro Quadratmeter gezahlt. In den sehr guten Lagen seien die Objekte mit teilweise mehr als 3.500 Euro erheblich teurer.

EV_WGH_2014_Frankfurt_VerkaufspreisHohe Eigenkapitalquoten
Die Käufer kommen hauptsächlich aus Frankfurt oder der näheren Umgebung. Hierbei handelt es sich sowohl um klassische Privatinvestoren als auch um semiprofessionelle Bestandshalter. “Sie bestimmen in vielen Fällen mit hohen Eigenkapitalquoten das Markgeschehen”, sagt von Saucken. Institutionelle und ausländische Käufer spielten derzeit nur eine untergeordnete Rolle und würden vornehmlich bei Angeboten von großvolumigeren Objekten aktiv.

Verkaufszahl bleibt stabil
Für 2014 geht Engel & Völkers Commercial davon aus, dass die Zahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser aufgrund des Angebotsmangels mit 330 bis 360 Transaktionen nur leicht über dem niedrigen Vorjahresniveau liegen wird. Beim Umsatzvolumen rechnet das  Immobilienunternehmen mit einem Wert zwischen 660 und 720 Millionen Euro.

Download “Wohn- und Geschäftshäuser Marktreport 2014/2015 Frankfurt”

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