Wiesbadener Wohnimmobilienmarktbericht

                                                                                                                                                                                                                                                 

 
 

Standort- und Marktentwicklung

Im   Rhein-Main-Gebiet am Fuße des Taunus gelegen, ist Wiesbaden ein attraktiver Wohnstandort für alle Bevölkerungsgruppen. Durch die Auflösung des Heidelberger Headquarters der US-Armee und dessen Verlegung nach Wiesbaden sind bereits viele Amerikaner neu zugezogen – die Einwohnerzahl von derzeit 272.636 wird auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Das übt einen starken Druck auf den Wohnimmobilienmarkt der hessischen Landeshauptstadt aus. Die zahlreichen Vier- bis Sechs-Zimmer Altbauwohnungen der gut erhaltenen historischen Altstadt sind bei allen Suchkunden sehr beliebt. Familien aus dem Frankfurter Raum zieht es ebenso wie Studenten aus Mainz ins benachbarte Wiesbaden. Doch der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien steht ein sehr begrenztes Angebot gegenüber. Die wenigen Neubautätigkeiten richten sich auf den Bau von Reihenhäusern, Doppelhaushälften und Eigentumswohnungen in Randgebieten. Für ein freistehendes Einfamilienhaus in Toplage müssen Käufer hohe Preisforderungen akzeptieren. Zu den begehrten Lagen gehört das Nerotal mit seinen großen herrschaftlichen Villen. Aufgrund der Höhenlage mit eindrucksvoller Aussicht sind die Gebiete Komponistenviertel, Aukamm und  Sonnenberg ebenso stark gefragt. Den Nachfrageüberhang belegen die Transaktionszahlen. Während 2012 etwa 15 % mehr Eigentumswohnungen verkauft wurden als 2010, legte das Transaktionsvolumen um 34,2 % auf 342,1 Mio. EUR zu. Das durchschnittliche Verkaufsvolumen kletterte damit auf 200.176 EUR. Die Anzahl der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser ist seit 2010 sogar kontinuierlich gesunken, hingegen ist der Verkaufsumsatz auf 174,8 Mio. EUR gestiegen. Mit einem Wert von 520.217 EUR liegt das   durchschnittliche Verkaufsvolumen um knapp 90.000 EUR höher als 2010.

                                                                               

              
 E&V_DMB_Residential_2014_Wiesbaden_Transaktionszahl          E&V_DMB_Residential_2014_Wiesbaden_Transaktionsvolumen
       

 

 

 

 

               

 

Preisentwicklung

Die   Preisstruktur aller Teilmärkte befand sich nach Einschätzung von Engel &   Völkers im ersten Halbjahr 2013 auf ähnlich hohem Niveau wie im Jahr 2012.   Während die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser gleich geblieben sind,   sind die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen und Mieten leicht   gestiegen. Mieter zahlen derzeit Spitzenpreise von bis zu 15,50 EUR/m². Die   Preise für Einfamilienhäuser in Toplagen erreichen im Maximum 3,5 Mio. EUR.   In einfachen Lagen wie Dotzheim oder Teilen von Biebrich liegen die   Kaufpreisspannen zwischen 270.000 EUR bis 520.000 EUR.

Ausblick

 In Anbetracht der positiven Bevölkerungsentwicklung und der starken Nachfrage nach Wohnraum geht Engel & Völkers für das Jahr 2014 von einer stabilen bis leicht steigenden Preisentwicklung auf dem Wiesbadener Immobilienmarkt aus. Die geringen innerstädtischen Baulandreserven werden den Nachfrageüberhang insbesondere in infrastrukturell gut ausgestatteten Lagen verstärken.

  E&V_DMB_Residential_2014_Wiesbaden_Preise

 

 

 

 

 

 

 

 

        

 

 

 

               

  

       

 

                                                

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