Informationen rund um die Erhöhungserklärung

Sachverständigengutachten und Vergleichswohnungen – Was hierbei zu berücksichtigen ist :

 

Ein Sachverständigengutachten kann nur durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen erstellt werden. Die Kosten für das Gutachten hat dabei der Vermieter zu tragen. Ein Gutachten sollte mindestens darauf überprüft werden, ob es nachvollziehbar und in sich stimmig ist, ob eine ausreichende Zahl an Vergleichswohnungen berücksichtigt wurde und ob der Sachverständige ausschließlich Erfahrungswissen niedergelegt oder ob er anhand von Daten die ortsübliche Vergleichsmiete ermittelt hat. Zudem gilt es darauf zu achten, ob die zum Vergleich herangezogenen Wohnungen von der Mietstruktur und den gesetzlichen Merkmalen übereinstimmen.

 

Bei einer Erhöhungserklärung sind mindestens drei Vergleichswohnungen zu nennen, die in derselben Gemeinde liegen. Dabei können die Wohnungen auch aus dem Bestand desselben Vermieters stammen und/oder sich in demselben Wohnhaus befinden. Zudem ist es notwendig, entweder den Quadratmeterpreis oder die Gesamtmiete und die Fläche der Vergleichswohnung zu nennen. Dabei müssen die Vergleichswohnungen exakt bezeichnet sein, sodass der Mieter diese ohne weiteres finden kann.

 

 Die formellen Anforderungen an die Erhöhungserklärung – Was sie generell enthalten sollte :

 

Die Kappungsgrenze beinhaltet, dass die Miete innerhalb von drei Jahren um maximal 20 % erhöht werden darf. Ausgenommen sind Gebiete, in denen durch die Landesregierung festgesetzt ist, dass die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist – hier darf nur um 15 % erhöht werden.

 

Die Jahressperrfrist beinhaltet, dass das Erhöhungsverlangen frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung zulässig ist. Die Frist beginnt mit Vertragsschluss oder dem Wirksamwerden der letzten Mieterhöhung. Wichtig dabei ist, dass der Zugang des Mieterhöhungsschreibens erst nach der Jahresfrist liegen darf.

 

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