Kulinarische Osterbräuche

Kulinarische Osterbräuche Ostern zählt zu den wichtigsten Festen im christlichen Kalender und so wird gerade zu dieser Zeit vielerorts emsig gebacken und gekocht. Schließlich gibt es überall ganz unterschiedliche, traditionelle Gerichte, inspiriert von der zeitlosen Geschichte des Osterfestes und reich an Symbolgehalt. Um herauszufinden, welche Köstlichkeiten in anderen Nationen zu Ostern auf den Tisch kommen, sind wir von Engel & Völkers für Sie auf Entdeckungsreise gegangen.

Simnel Cake

Das Rezept für diesen englischen Fruchtkuchen mit Mandelcreme ist mehrere Jahrhunderte alt. Dekoriert wird das Gebäck mit zwölf Marzipankugeln, die für Jesus und die elf Apostel stehen – Judas wird dabei absichtlich ausgeklammert. Traditionell wurde der Simnel Cake am dritten Sonntag der sechswöchigen Fastenzeit gebacken und gegessen, weil an jenem Tag gelockerte Fastenregeln galten. In England wird an diesem Datum übrigens auch der Muttertag gefeiert.

Capirotada

Dieses mexikanische Gericht wartet mit einer sonderbaren Aromenvielfalt auf. Im Grunde handelt es sich dabei um einen Brotpudding, der jedoch mit zahlreichen Zutaten, darunter Gewürznelken, Erdnüssen, Aprikosen, Walnüssen und Käse verfeinert wird. Die genaue Zusammensetzung hängt stets vom jeweiligen – streng geheimen – Familienrezept ab. Die Capirotada wird aus einem knusprigen Laib Brot, Symbol für den Leib Christi, zubereitet, der in Nelkensirup, der für das Blut Jesu steht, eingelegt wird. Weitere Zutaten sind Rosinen – die Kreuzigungsnägel – und Zimtstangen, die das Holz des Kreuzes symbolisieren. Zuletzt wird das Ganze mit Käse überbacken, der wiederum das Leichentuch darstellt. Die so symbolträchtige Capirotada wird für gewöhnlich am Karfreitag serviert.

Tsoureki

Hierbei handelt es sich um ein süßes, der Brioche nicht unähnliches, Gebäck, das mit Kirschessenz und Mandeln angereichert, und oft als Zopf oder Knoten serviert wird. Dieser griechische Hefekuchen trägt auch den Namen Lampropsomo – das Osterbrot. Rot gefärbte, hartgekochte Eier werden als Symbol für das Blut Jesu Christi in die Oberseite des Gebäcks eingearbeitet. Der Brauch will es, dass griechische Kinder ihren Taufpaten zu Ostern Tsoureki schenken. In Spanien gibt es ein ganz ähnliches Ostergebäck namens Mona de Pascua – allerdings werden dort die Kinder von ihren Paten mit Backwerk bedacht.

Osterpinze

Im Vereinigten Königreich, in Australien und Neuseeland haben die sogenannten „Hot Cross Buns“ – süße Hefebrötchen mit eingeritztem Kreuz, die warm gegessen werden – eine lange Tradition. Ein ähnliches Gebäck, das vor allem in Slowenien, Kroatien und Teilen Norditaliens sehr beliebt ist, nennt sich Pinze oder auch Pinza. Anders als die meisten Brotsorten, werden diese Backwaren mit Eiern zubereitet. In die Oberseite jedes Gebäckstücks wird ein Kreuz geschnitten, das während des Backens aufgeht. Die Pinzen werden am Ende der Fastenzeit zum Frühstück gereicht. Während der Ostermesse schenken sich die Kirchgänger oft untereinander diese Brötchen.

Paska

In Russland wird dieses Gericht aus Quark und Vanillepudding zubereitet, um das Ende der Fastenzeit zu feiern. Übersetzt bedeutet der Name so viel wie „Ostern“. Die Zutaten werden dabei in eine pyramidenförmige Backform gegeben, welche die Kirche symbolisieren soll. Der helle, fast weiße Teig, steht für die Reinheit Jesu Christi. Die fertige Paska wird abschließend mit gehackten Nüssen oder kandierten Früchten dekoriert und mit den kyrillischen Lettern „XB“ – einer Abkürzung für „Christus ist auferstanden“ – aus Mandeln verziert. Bevor das Gebäck verspeist wird, lässt man es in der Kirche segnen.

Wer möglichst viel über fremde Kulturen lernen möchte, der sollte eine Zeit lang im Ausland leben. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, in einem dieser Länder einen Zweitwohnsitz zu erwerben, dann kontaktieren Sie den Engel & Völkers Shop vor Ort. Dort hilft man Ihnen gerne weiter. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die E&V Webseite.

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