Leicht steigende Immobilienpreise in Essen

  • Engel & Völkers Commercial registriert große Nachfrage nach Wohn- und Geschäftshäusern bei geringem Angebot
  • Anleger aus Köln und Düsseldorf nehmen zu

 

Titelbild Marktreport Essen WGHDie Preise für Wohn- und Geschäftshäuser in Essen haben in allen Lagen etwas angezogen. In guten Lagen zahlen die Investoren in der Spitze 1.450 Euro pro Quadratmeter und in den sehr guten Lagen 1.950 Euro. Dies geht aus dem aktuellen Marktreport des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmens Engel & Völkers Commercial hervor.

Nachfrage übersteigt Angebot
Die Nachfrage nach Anlageimmobilien ist groß, wobei das Angebot an Objekten gering ist. “Nach zwei herausragenden Jahren hat sich 2013 die Zahl der Verkäufe um 16 Prozent auf 367 verringert”, berichtet Ulrich Dahl, Geschäftsführer bei Engel & Völkers Commercial Rheinland. Das Umsatzvolumen habe sich ebenfalls reduziert, sei aber mit einem Rückgang von nur fünf Prozent mit rund 205 Millionen Euro auf hohem Niveau geblieben.

Käufer weichen auf mittlere und einfache Lagen aus
Der Durchschnittspreis pro Immobilie stieg auf rund 558.000 Euro, da deutlich größere Objekte gehandelt wurden als 2012. Allerdings verringerte sich parallel der durchschnittliche Quadratmeterpreis. “Neben dem Rückgang der Verkaufszahl ist dies ein Zeichen dafür, dass der Angebotsmangel in den guten Lagen die Investoren zwingt, auf mittlere und teilweise auch einfache Lagen auszuweichen, in welchen das Preisniveau niedriger ist”, erklärt Dahl.

Einheimische Investoren bekommen zunehmend Konkurrenz
Auf der Käuferseite sind vorwiegend private Anleger aus Essen zu finden. “Den einheimischen Investoren machen dabei immer mehr Anleger aus Köln und Düsseldorf Konkurrenz, zumal die Kaufpreisfaktoren in Essen vergleichsweise moderat sind”, so der Immobilienexperte. Zunehmend aktiver seien internationale Investoren aus Belgien, Holland und England. Die Entwicklung in Essen und in anderen Ruhrgebietsstädten zeige, dass die Region für institutionelle Anleger immer attraktiver werde. Die seien in Essen meist an größeren Objekten mit einem Investitionsvolumen ab einer Million Euro und an Portfolien interessiert.

EV_WGH_2014_Essen_VerkaufspreisModerne und neue Wohnungen gesucht
Obwohl zurzeit Wohnungen leer stehen, mangelt es an qualitativ hochwertigem Wohnraum. Viele Immobilien werden aufgrund ihrer dezentralen Lage und ihrer Altersstruktur nicht mehr am Markt nachgefragt. “Falls die Mikrolage eines solchen Objekts jedoch attraktiv ist, denken Investoren oftmals über einen Revitalisierung nach, um dort neuen und attraktiven Wohnraum zu schaffen”, weiß Dahl. Neue positive Impulse schaffen hier z.B. die Kastanienhöfe, wo in der Innenstadt-Nord bis 2016 ein neues Quartier mit 45 Wohnungen samt KiTa entstehen soll. Überhaupt hat der Neubau in Essen einen hohen Stellenwert.

Preisspitze in den sehr guten Lagen erreicht
Aufgrund der zurückhaltenden Verkaufsbereitschaft der Eigentümer rechnet Engel & Völkers Commercial damit, dass sich die Verkaufszahl mit 360 bis 370 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr bewegen wird. “Das Umsatzvolumen wird 200 bis 210 Millionen Euro erreichen”, heißt es gegen Ende des Marktberichts. Ein weiterer Anstieg der Kaufpreisfaktoren sei nicht absehbar. Zumindest in den sehr guten Lagen sei vorerst die Spitze erreicht.

Download “Wohn- und Geschäftshäuser Marktreport 2014/2015 Essen”

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