Majestätische Lebensart

Friedrich I. König von Preußen, Heinrich XXIV. Graf Reuß zu Köstritz, Wilhelmine Baronin von Geuder genannt Rabensteiner oder Sophie Dorothea Prinzessin von der Pfalz – um nur einige Titel der ehrenwerten Verwandtschaft zu nennen – ihre Bilder hängen wie kleine Trophäen, Relikte aus längst vergangenen Zeiten, an den Wänden. Der Familienstammbaum reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück und zeugt von wertvoller Familientradition und kultiviertem Lebensstil. Zwei Eigenschaften, auf die sie auch heute großen Wert legt – die Enkelin des einstigen Prinzen Heinrich XXXIII. von Reuß. Sie ist stolz darauf. Und das zu Recht. War es doch nicht nur ihre eigene Familie, die seit den frühen 1950er-Jahren in „Castel Mare“, der bezaubernden Luxusresidenz in erster Meereslinie, ein- und ausging. Zu den Besuchern zählten auch seine Kaiserliche Hoheit Prinz Louis Ferdinand von Preußen mit seiner Frau Kira, die Windsors, der britische Schriftsteller William Somerset Maugham sowie viele weitere illustre Gäste und Freunde der Familie. Auch Königin Beatrix von Holland, Patenkind der Familie, war als Kind zu Besuch in Cap d’Ail, diesem paradiesischen Fleckchen Erde. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist die Residenz samt Garten, der hinunter bis zum Meer führt, in ihren alleinigen Besitz übergegangen. GG durfte die Enkelin von Prinz Heinrich XXXIII. von Reuß an dem Ort besuchen, den sie seit über 20 Jahren ihr Zuhause nennt.

 

Abgelegen und uneinsehbar, auf einem wunderschönen Grundstück mit direktem Zugang zum Meer, überwältigt das prachtvolle Anwesen aus der Jahrhundertwende mit atemberaubenden Aussichten. „Das Meer ist immer anders. An einem Tag tosend aufgebracht und am nächsten Morgen samtig weich wie Seide. Auch der Himmel, die Form und Farbe der Wolken verändern sich ständig. An diesem Blick kann ich mich nie sattsehen“, schwärmt die gebürtige Berlinerin. Mit viel Geschmack und Stil ist jeder der großzügigen und repräsentativen Räume eingerichtet. „Ich liebe Antiquitäten, gehe gern auf Märkte. Jeden Montagmorgen um fünf Uhr bin ich in Nizza auf dem Flohmarkt. Stöbern ist meine große Leidenschaft.“ Die Innenausstattung lebt vom Zusammenspiel aus Tradition und Moderne, und jeder Raum erzählt seine ganz eigene Geschichte. „Der Blick von der Eingangshalle in Richtung Schlaf- und Wohnzimmer berührt mich jedes Mal. Das Schlafzimmer in getünchtem Blau gibt den direkten Blick auf das Azurblau des Mittelmeers frei, während die sattgrüne Pinie vor dem Wohnzimmerfenster hier zum Interieur wird. Somit erstrahlt das Schlafzimmer immer in blauem und das Wohnzimmer in grünem Licht. Ein herrlicher Empfang“, lacht sie. „Als ich die Residenz von meinem Onkel übernommen habe, gab es eine Menge wertvolle Erinnerungen im Haus. Wunderschönes Mobiliar, mit feinsten Stoffen bezogen, Wandgemälde sowie traumhafte Kunst- und Handarbeiten – von aufwendigen Bodenmosaiken und Deckenstuckaturen bis hin zu den schmiedeeisernen Treppengeländern in der Eingangshalle“, erinnert sie sich. Doch die Familie mit drei kleinen Kindern hat der gediegenen Residenz auch frischen Atem eingehaucht. Fenster und Türen wurden geöffnet, Räume in hellen Farben renoviert, wertvolles Mobiliar wurde mit ausgesuchten Stoffen neu bezogen. Trotz repräsentativer Größe zog Gemütlichkeit ein.

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Ich erinnere mich so gern an die Zeit, als die Kinder klein waren. Da gab es zum Beispiel dieses eine Jahr zu Weihnachten, als wir die Zypresse, die im Garten stand, als Weihnachtsbaum umfunktioniert haben. Im Garten sah sie so klein aus. Aber als sie dann erst mal bei uns im Wohnzimmer stand, und es war lediglich die Spitze des Baums, war sie riesig. Alle standen staunend um den Baum herum. Als mein kleiner Enkelsohn hereinkam, sagte er: ‚Das ist ja wie ein Wald. Ein Weihnachtswald!‘ Es gab Zeiten im Dezember, zu denen konnte man noch im Meer baden. Und anschließend wurde der Kamin angemacht. Diese Momente waren wunderbar.“ Heute ist sie die Herrin des Hauses und liebt die Ruhe. „Ich bin gern für mich, fühle mich wohl hier.“ Dennoch sind Gäste oder die Familie bei ihr herzlich willkommen. „Zu Ostern kommt immer meine Tochter aus Paris mit ihren fünf Kindern. Dann ist hier ordentlich was los und ich ziehe in die mittlere Etage, sodass sie die gesamte erste Etage für sich haben.“ Die großzügige Wohnfläche von ca. 700 m2 erstreckt sich insgesamt über drei Stockwerke. Je nach Jahreszeit und Anzahl der Bewohner werden unterschiedliche Räumlichkeiten genutzt. „Gern sitze ich hier im Erker meines Wohnzimmers, das hat so etwas Beschützend- Gemütliches, während das Meer unter mir braust. Aber auch mein Schlafzimmer liebe ich sehr. Wenn ich morgens die Vorhänge zur Seite schiebe und aufs Meer schaue, bin ich glücklich.“ Das Erdgeschoss umfasst neben der repräsentativen Eingangshalle das Hauptschlaf- und -wohnzimmer mit Balkon sowie zwei weitere Schlafzimmer inklusive Bad. Auf der mittleren Etage befinden sich zwei weitere Schlaf- und Badezimmer, ein Schlafzimmer für Personal, die Küche mit einer Durchreiche zum Ess- und Wohnzimmer sowie eine der beiden großzügigen Terrassen. Im untersten Bereich der Residenz lädt ein großes Esszimmer zu geselligen Abenden ein. Neben einer zusätzlichen kleinen Sommerküche geht dieser Bereich nahtlos in die zweite Terrasse samt Poolbereich über. Auch von hier aus genießt man einen atemberaubenden Blick über die gesamte Küste. Trotz der Nähe zu Nizza, Cap Ferrat und Monaco liegt das ca. 1.500 m² große Grundstück in Cap d’Ail in ruhigster Lage. Ein imposanter Garten, einst in den 1930er-Jahren angelegt, rahmt die Residenz ein – nicht umsonst ist dieser in seinen prunkvollsten Zeiten als einer der schönsten Gärten der gesamten Côte d’Azur ausgezeichnet worden.

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