Marktbericht

 

Marktbericht Darmstadt 2013

 

Der Standort

 

Darmstadt, nur 25 km südlich von Frankfurt gelegen, bildet einen Teil des wirtschaftlich starken Zentrums von Hessen, zugleich eines der wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland. Während der größere Nachbar vor allem durch seinen Charakter als europäisches Finanz- und Bankenmetropole geprägt wird, ist die viertgrößte Stadt Hessens ein Wissenschaftszentrum. Die besondere Ausprägung als Wissenschaftsstandort verdankt Darmstadt der Gründung und dem international hervorragenden Ruf der Technischen Universität 1877, weiteren drei Fachhochschulen und vor allem dem ältesten Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt, der Firma Merck. Von früh an haben Wirtschaft und Wissenschaft sich gegenseitig befruchtet und zum nachhaltigen Wachstum des Standorts beigetragen. Heute profitiert Darmstadt zudem von der Nähe zu Frankfurt und damit der Einbindung in eines der größten Verkehrs- und Infrastrukturnetze Deutschlands. Die kulturelle Vielfalt und Qualität der Stadt wird neben den auch international beachteten Kulturinstituten unter anderem auch durch die Gründung der Künstlerkolonie vor mehr als einhundert Jahren bestimmt. Das Flair des Jugendstils ist heute immer noch in zahlreichen Gebäuden auf der Mathildenhöhe zu spüren. Die Bevölkerung Darmstadts wird aufgrund der guten Standortfaktoren stetig weiter wachsen. Voraussetzung für zunehmende Einwohnerzahlen ist jedoch ein ebenso größeres Angebot an Wohnimmobilien.

 

Marktentwicklung

 

Der Markt für Wohnimmobilien in Darmstadt entwickelt sich unterschiedlich. Im gehobenen und bevorzugten Marktsegment ist eine sehr gute  Nachfrage nach hochwertigen Immobilien zu verzeichnen. Besonders gefragt sind Einfamilienhäuser in guten bis sehr guten Stadtteilen. Die Preise in dieser Kategorie sind auf hohem Niveau stabil. Ebenfalls stark nachgefragt sind komfortable Eigentumswohnungen in den besten Stadtlagen. Im Gegensatz zu den bevorzugten zentrumsnahen Vierteln sind in dem Umland bzw. in peripheren Regionen derzeit ausreichend Immobilien im Angebot, was für längere Vermarktungszeiten und maximal nur für stabile Preise sorgt. Wachsende Einwohnerzahlen und eine eher zu geringe Neubauaktivität dürften aber langfristig zu einer Verknappung des Angebots in Darmstadt selbst in einfacheren (Stadt-)Lagen und damit für eine konstante Preisentwicklung sorgen.

 

Die bevorzugten Lagen

 

Zu den exklusivsten Wohnlagen von Darmstadt gehören das Paulusviertel und das Steinbergviertel. Die repräsentativen Villen und eine lichte Bebauung machen diese Viertel zu den begehrtesten Lagen. Ähnliches gilt für die Rosenhöhe und Komponistenviertel. Die Mathildenhöhe steht für denkmalgeschützte Jugendstilvillen mit großzügigen Grundstücken mit Preisen von bis zu zwei Millionen Euro. Durch die Nähe zum Stadtzentrum und den anliegenden Naherholungsgebieten sind das Woogsviertel und Bessungen besonders begehrt. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich der im Süden gelegene Stadtteil Eberstadt. Die großzügigen Villen und Einfamilienhäuser mit teilweise sehr großflächigen Gärten befinden sich allesamt in unmittelbarer Nähe der Wald- und Feldlandschaft der Marienhöhe sowie der Streuobstwiese.

 

Die Preisentwicklung

 

Während die Lage am Wohnimmobilienmarkt insgesamt stabil ist, haben die Preise für Immobilien in den bevorzugten und erstklassigen Lagen im Vergleich zum letzten Jahr aufgrund der nachhaltigen  Nachfrage nochmals marginal angezogen. Voraussetzung für Preissteigerungen ist neben der Toplage eine hohe Qualität der Immobilien. Dies gilt vor allen Dingen für freistehende Einfamilienhäuser und Penthousewohnungen in den bevorzugten Stadtteilen bzw. Vierteln. Auch die Preisentwicklung für Doppelhäuser und Reihenhaushälften zeigt beim Preisgefüge immer noch eine leichte Tendenz nach oben wobei auch hier der Standort des Hauses maßgeblichen Einfluss hat. Wie in den Vorjahren gab es in 2013 eine nachhaltig große Nachfrage nach Eigentumswohnungen im Stadtgebiet. Neben der Selbstnutzung ist diese Immobilienart nach wie vor auch für Kapitalanleger interessant. Bei der Mietpreisentwicklung haben sich im abgelaufenen Jahr keine weiteren Steigerungstendenzen abgezeichnet. Offensichtlich ist hier am Markt die obere Marktpreisgrenze erreicht. Vor allen Dingen gilt dies bei flächenmäßig größeren Wohnungen bzw. bei Einfamilienhäusern. Ursache hierfür dürfte das sehr niedrige Zinsniveau für Immobiliendarlehen sein, so dass Kaufen in vielen Fällen eine finanziell interessante Alternative zum Mieten darstellt.

 


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