Neue Energiesparverordnung ab 01. Mai 2014

Wir möchten Sie darüber informieren, dass Neubauten und Sanierungsmaßnahmen den neuen Verpflichtungen der EnEV unterliegen. Wer ein neues Haus bauen oder ein bestehendes Haus modernisieren will, muss den gehobenen gesetzlichen Anforderungen in Bezug auf den Energieverbrauch gerecht werden.

 

Wesentliche Änderungen ergeben sich insbesondere mit blick auf die Beheizung und Wärmedämmung:

 

Für alle Bestandsbauten gilt nach § 10 Abs.1 S.2 EnEV 2014, dass Heizkessel, ausgenommen Niedertemperatur- und Brennwertkessel, die vor 1985 in ein Gebäude eingebaut worden oder älter als 30 Jahre sind, ausgetauscht werden müssen. Eigenheimbesitzer haben nach dem Hauskauf zwei Jahre Zeit, den Austausch vorzunehmen.

Bei Neubauten wird zudem vorgeschrieben, dass der zulässige Jahres-Primärenergiebedarf um 25 % gesenkt wird, es sei denn, bei dem Neubau handelt es sich um einen Nichtwohnbau mit einer Raumhöhe über 4 m, der durch dezentrale Gebläse- oder Strahlungsheizungen beheizt wird. Gleichzeitig werden die Anforderungen an den Wärmeschutz der Gebäudehüllen dergestalt verschärft, dass durch Gebäudedämmung der Bedarf an Wärme um 20 % gesenkt wird.

Die energetischen Anforderungen an den Neubau gelten allerdings erst für Bauvorhaben  mit Einreichung des Bauantrags oder der Bauanzeige ab 1. Januar 2016.

Die in der EnEV 2014 geregelten Pflichten zur Nachrüstung von bestehenden Gebäuden betreffen weitestgehend Neueigentümer oder Eigentümer, die ihr Gebäude ohnehin sanieren wollen. Sie müssen beispielsweise Heizungs- oder Warmwasserrohre, die durch unbeheizte Räume führen, dämmen, eine Zweischeiben-Wärmeschutz-Verglasung einbauen oder die Dämmung der Außenwand des Gebäudes auf 12 cm ausweiten.

 

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen nicht erschöpfend sind, sondern nur jene Neuerungen der EnEV 2014 aufgreifen, die unserer Einschätzung nach wesentlich sind.

Abgelegt unter Allgemein.


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