Die Miete überprüfen

MietpreisbremseDie Mietpreisbremse bezieht sich nicht auf alle Mietverträge bzw. Immobilien. Wer jedoch in den kommenden Monaten einen Umzug in eine begehrte Wohnlage plant, kann von den Neuregelungen betroffen sein und sollte seinen Mietpreis überprüfen. Wichtig ist darüber hinaus, Baujahr, Lage, Ausstattung und Wohnungsgröße zu berücksichtigen.

Orientierung

Bei Neuvermietungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt, bildet die ortsübliche Vergleichsmiete den Maßstab für die Höhe des Mietpreises. Eine erste Orientierung liefert ein qualifizierter Mietspiegel, der von Gerichten grundsätzlich genutzt wird. Die Vergleichswerte können auch durch ein Sachverständigengutachten ermittelt werden.

In vielen Großstädten gibt es so genannte „qualifizierte Mietspiegel“, die anhand von wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt werden sollen. Kleinere Gemeinden verfügen meist über einfache Mietspiegel, in denen ein grober Marktüberblick gegeben wird.

Ausnahmen

Auch in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt gilt die Mietpreisbremse nicht in erstmalig vermieteten Neubauten.

Ebenfalls ausgenommen ist die Neuvermietung von Wohnungen, die umfassend modernisiert worden sind. Dazu sollen die Investitionen ein Drittel des Aufwands, der für einen Neubau erforderlich gewesen wäre, erreichen.

Bestandsschutz

Eine Wohnung darf bei einem Mieterwechsel zu dem Preis neu vermietet werden, der zuvor schon rechtswirksam erzielt worden ist. Der Vermieter kann also nicht gezwungen werden, den Preis zu senken, wenn der alte Mieter auszieht und die Wohnung neu angeboten wird.

Sanktionen

Der Mieter kann sich juristisch dagegen wehren, wenn der Vermieter bei der Neuvermietung seiner Wohnung die neuen gesetzlichen Spielregeln missachtet und eine zu hohe Miete verlangt.

Allerdings muss der Mieter aktiv seine Rechte einfordern. Rügt der Mieter, dass die Miethöhe unzulässig ist, kann er vom Vermieter Auskunft über die Zulässigkeit verlangen.

Abgelegt unter Gewerbe.


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