Engel & Völkers Wohnimmobilien Marktbericht Kassel 2014/15

Kassel_PreiseDie Preise für Wohnimmobilien in Kassel befanden sich im ersten Halbjahr 2014 in allen Lagen und Segmenten unverändert auf dem gleichen Niveau wie 2013. Höchstpreise wurden in begehrten Lagen wie Bad Wilhelmshöhe oder Kirchditmold außerhalb des Stadtgebiets erzielt. Für eine Eigentumswohnung zahlten Käufer hier bis zu 3.800 Euro pro Quadratmeter, für Ein- und Zweifamilienhäuser lagen die Spitzenwerte bei 1,1 Mio. Euro. Bei den Mieten reichte die Preisspanne von 6,50 Euro pro Quadratmeter in einfachen Lagen bis 11,00 Euro pro Quadratmeter in sehr guten Lagen. Dies geht aus dem von Engel & Völkers veröffentlichten „Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland 2014/2015“ hervor.

Konstante bis steigende Preise in 2015
Für das Jahr 2015 geht Engel & Völkers von leicht anziehenden Preisen aus, denn der Nachfrageüberhang kann wegen der geringen Neubautätigkeit auf absehbare Zeit nicht gedeckt werden. „Aufgrund der hohen Lebensqualität in Kassel nimmt die Nachfrage nach erstklassigen Eigentumswohnungen sowie nach Ein- und Zweifamilienhäusern stetig zu und übertrifft in den Bestlagen das Angebot. Doch auch das Interesse an gut vermietbaren Studentenwohnungen steigt kontinuierlich vor allem unter privaten Kleinanlegern“, sagt Dirk Goebel, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers in Kassel. Im Segment der Eigentumswohnungen werden die Preise nach Ansicht von Engel & Völkers in fast allen Lagen steigen. Auch die Häuserpreise in den einfachen bis guten Lagen ziehen an. Lediglich bei den Mieten geht Engel & Völkers von einem gleichbleibenden Niveau aus.

Insbesondere Einfamilienhäuser in begehrten Lagen wie Harleshausen, Kirchditmold und Bad Wilhelmshöhe sind bei Familien stark nachgefragt. Für Kaufinteressenten zählt neben einer Wohnfläche ab 150 Quadratmetern sowie einer gehobenen Ausstattung auch die naturnahe, ruhige Wohnlage zu den wichtigsten Kriterien. Absolute Toplage ist weiterhin der Mulang im Stadtteil Bad Wilhelmshöhe mit seinen herrschaftlichen Villen und exklusiven Penthäusern. Der Stadtteil Vorderer Westen erfreut sich vor allem bei Akademikern, Studenten und Freiberuflern angesichts der Nähe zur Innenstadt und dem Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe großer Beliebtheit. Sanierte Altbauwohnungen mit Balkon ab einer Wohnfläche von 85 Quadratmetern stehen hier bei Suchkunden hoch im Kurs.

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Rückläufige Transaktionszahlen
Die Volatilität des Immobilienmarktes spiegeln die Transaktionszahlen des Gutachterausschusses wieder: Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent 2013 führte zu einer Reihe an vorgezogenen Immobilienkäufen im Jahr 2012. So machte 2012 die documenta-Stadt beim absoluten Transaktionsvolumen von Eigentumswohnungen mit einem Rekordanstieg von 46 Prozent auf sich aufmerksam. 2013 fiel sie unter insgesamt 46 von Engel & Völkers betrachteten Standorten in Deutschland durch den stärksten Umsatzrückgang von rund 31 Prozent ins Gewicht und bildet das Schlusslicht im Ranking der Transaktionsvolumina. Die Anzahl der Verkäufe von Eigentumswohnungen sank dementsprechend 2013 um 354 auf 737. Auch die Transaktionsanzahl sowie das Volumen von Ein- und Zweifamilienhäusern waren 2013 leicht rückläufig.

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