Mainz: Situation auf dem Wohnungsmarkt lockt Anlageimmobilien-Investoren

WGH-Widget-1_264x200pxIn Anbetracht der sich weiter zuspitzenden Wohnraumknappheit, werden die Mieten auch im kommenden Jahr weiter ansteigen“, prognostiziert Benedict von Glasenapp, Geschäftsführer bei Engel & Völkers Commercial Mainz/Wiesbaden. Die kontinuierlich steigenden Einwohnerzahlen stellen Mainz vor Herausforderungen. Die Leerstandsquote sank auf gegenwärtig 1,1% und verdeutlicht den akuten Mangel an Wohnraum.

Wohnungsnot verschärft sich

Diese Verschärfung macht sich bereits im Hinblick auf die Mietentwicklung bemerkbar. Stadtweit stieg die durchschnittliche Angebotsmiete verglichen zum Vorjahreszeitraum im ersten Quartal 2017 um 5,3% auf 10,70 EUR/m². Die höchsten Mietpreise für Bestandsimmobilien werden derzeit mit 11,51 EUR/m² in der Oberstadt aufgerufen. Die 942 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2016 reichen laut dem aktuell erschienenen „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Mainz“ von Engel & Völkers Commercial nicht aus, um dem wachsenden Nachfragedruck und den damit einhergehenden Mietsteigerungen entgegenzuwirken. Bis 2020 sollen in verschiedenen Baugebieten rund 6.500 zusätzliche Wohnungen geschaffen werden.

Für Investoren immer attraktiver

Die zunehmende Einwohnerzahl, geringer Wohnungsleerstand und steigende Mieten machen Mainz insbesondere als Investitionsstandort beliebter denn je. Die soliden Rahmenbedingungen sorgen auf dem Markt für Wohn- und Geschäftshäuser für zunehmende Dynamik. Mit dem Rekordwert von über 213 Mio. EUR im Jahr 2016 wurde das starke Vorjahresumsatzvolumen nochmals um 41% übertroffen. Das durchschnittliche Objektvolumen lag bei knapp 2,14 Mio. EUR und somit 44% über dem Fünfjahresschnitt. „Das außergewöhnliche Ergebnis wurde u. a. von Verkäufen großflächiger Wohn- und Geschäftshäuser in den zentralen Lagen der Stadt getragen“, relativiert von Glasenapp den statistischen Wert. Der Großteil der Verkäufe bewegte sich 2016 laut Gutachterausschuss der Stadt Mainz in einer Preisspanne zwischen 410.000 und 1.614.000 EUR.

Anhaltende Preisanstiege in allen Lagen.

Das Preisniveau für Anlageimmobilien in Mainz steigt nachfragebedingt seit Jahren beständig an. In den sehr guten Lagen der Stadt sind mittlerweile Quadratmeterpreise für Anlageimmobilien zwischen 2.420 und 3.750 EUR erzielbar. Verglichen mit den Vorjahren stiegen die Faktoren für Zinshäuser im ersten Halbjahr 2017 nur noch moderat an. Mit 24,2 liegt der Spitzenfaktor nur um das 0,2-Fache der Jahresnettokaltmiete über dem Vorjahreswert. Der Einstiegspreis bei Wohn- und Geschäftshäusern in einfachen Lagen stieg von 1.000 EUR/m² in 2016 auf derzeit 1.100 EUR/m².

Zahlreiche Aufwertungsmaßnahmen

Durch mehrere Konversionsprojekte wird in einfachen Stadtteilen wie Weisenau oder Mombach gegenwärtig und zukünftig neuer Wohnraum entwickelt. Als größtes Entwicklungsgebiet der Stadt soll ein neues Quartier auf dem Heiligkreuz Areal einen Strukturwandel im Stadtteil Weisenau einläuten. Auf der 30 Hektar großen Fläche des ehemaligen IBM Produktionsstandorts entwickelt die Stadt Mainz ein neues durchmischtes Stadtquartier mit unterschiedlichen Wohnformen und guter Infrastrukturausstattung. Auch in der Innenstadt schreiten die Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Stadtbildes voran. Durch die Neugestaltung der Bahnhofstraße soll der Zugang in die Mainzer Innenstadt zu einem Boulevard umgewandelt werden. Mit dem Bebauungskonzept will die Stadt die Aufenthaltsqualität des Münsterplatzes und damit die Gesamtattraktivität der Innenstadt verbessern.

Ausblick 2017

Die aktuellen Rahmenbedingungen auf dem Kapitalmarkt und die positiven gesamtwirtschaftlichen Fundamentaldaten werden auch in näherer Zukunft für einen deutlichen Nachfrageüberhang auf dem Mainzer Markt für Wohn- und Geschäftshäuser sorgen. Die Preise und Faktoren für Anlageimmobilien stagnieren nach den enormen Anstiegen der letzten Jahre in den sehr guten und mittleren Lagen voraussichtlich vorerst. Für das Gesamtjahr 2017 geht Engel & Völkers Commercial von einer Transaktionsanzahl zwischen 85 und 100 Objekten bei einem Umsatzvolumen von 180 bis 215 Mio. EUR aus. 

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