Nachhaltige Architektur: Aus Altem Neues schaffen

Urbane Trendsetter verzichten immer häufiger auf das eigene Auto und bewegen sich im schicken Großstadtwagen von Car-Sharing-Anbietern durch Berlin oder Hamburg. Auf Onlineplattformen bieten Menschen ihr Werkzeug, ihre Bücher oder gleich ihre ganze Wohnung zum Teilen an. „Sharing Economy“ und ein schonender Umgang mit Ressourcen sind die Losung der Stunde. Wenig überraschend also, dass auch am großen Thema „nachhaltige Architektur“ niemand mehr vorbeikommt.

Nachhaltige Architektur: Aus Alt wird Neu

Nachhaltige Architektur: Was ist die Triebfeder?

Die vielseitige Zukunft der Architektur kennt viele Ansatzpunkte und Ideen. Zwei Leitmotive bringen Architekten nun dazu, bei der Wahl ihrer Baustoffe auf die Wiederverwendung von Baumaterialien zu setzen: Die Schonung von Ressourcen – und Ästhetik. Viele Protagonisten der nachhaltigen Architektur berichten von Schlüsselerlebnissen, bei denen sie Zeuge wurden, wie wunderschöne alte Baustoffe achtlos entsorgt werden sollten. Dem wollten sie etwas entgegensetzen. Und was gibt es Besseres, als das Sinnvolle mit dem Schönen zu verbinden?

Mitunter kann die Suche nach dem perfekten Baustoff der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleichen. Hier kommen Internetplattformen wie Salza ins Spiel: Alle Arten von Bauteilen können hier angeboten oder gefunden werden. Mit ein wenig Glück finden so wertvolle Materialien einen neuen Bestimmungsort, anstatt entsorgt zu werden.

Spolien: neuer Glanz für vergangene Epochen

Ein interessantes Beispiel für die Wiederverwendung von Baumaterialien sind Spolien: Hier werden alte Baustoffe aus einer anderen Kultur oder Epoche verwendet. Ein typisches Beispiel war die Verwendung antiker Bauelemente im Mittelalter. Durch den Einsatz von Spolien kann der historische Wert der Architektur eines anderen Zeitalters bewahrt und würdevoll in Szene gesetzt werden – Nachhaltigkeit im besten Sinne.

Was sind die Baustoffe, um die es bei der Recycling-Architektur in der Regel geht?

Prinzipiell kann jedes Material ein zweites Leben erhalten – ob es nun die Fenster aus Abbruchhäusern in ganz Europa sind, die das Gebäude des Europarates in Brüssel zieren, oder die Holzreste aus alten Kabeltrommeln, die in einem angesagten Amsterdamer Restaurant Wiederauferstehung feiern. Was zählt, ist die ästhetisch anspruchsvolle und ressourcenschonende Herangehensweise an den Akt des Bauens.

Beton und Matière Grise: Shootingstars der Recycling-Architektur

Ein ganz großes Thema im Bereich nachhaltige Architektur ist Recycling-Beton. Die Ambition, den im Übermaß vorhandenen Altbeton wiederzuwenden, ist nicht neu. Doch in jüngster Zeit hat Recycling-Beton Auftrieb bekommen, und Vorreiterin ist wie so oft die Schweiz. Zahlreiche Prestigeprojekte wie das E-Science Lab in Zürich wurden mit wiederverwertetem Beton errichtet. Und da die Schweizer gekonnt zeigen, dass Recycling keinen Verzicht auf Eleganz bedeuten muss, ziehen allerorts wichtige Akteure wie die Berliner Humboldt-Universität nach.

Wer sich für nachhaltige Architektur begeistert, hatte auch auf der Ausstellung Matière Grise in Zürich im Januar 2017 allen Grund zur Freude. Das französische Architekturbüro Encore Heureux präsentierte dort einige der schönsten Beispiele für eine gelungene Integration alter Materialien in neuem Gewand. Mit dem Titel ihrer Matière-Grise-Ausstellung zeigen Encore Heureux, worauf es ihnen beim Bauen ankommt: Graue Zellen (deutsch für „Matiere Grise“) bemühen, um weniger graues Material zu verschwenden – im Sinne unserer aller Lebensqualität.

Spannende Architekturtrends bei Engel & Völkers

Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit wird mit einiger Sicherheit noch an Bedeutung gewinnen. Wenn Sie sich ebenfalls für die Trendhäuser der Zukunft interessieren oder schon immer wussten, dass Architektur als Kunstform anzusehen ist, schauen Sie doch in der Immobiliensuche von Engel & Völkers vorbei und entdecken Sie Traumimmobilien mit zukunftsweisenden Eigenschaften.

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