Rekordwert auf dem Markt für Anlageimmobilien in Offenbach

Der Markt für Wohn- und Geschäftshäuser in Offenbach erreichte im Jahr 2016 ein Allzeithoch. Das Transaktionsvolumen nahm um 142% zu und stieg auf den Spitzenwert von 216 Mio. EUR. Gründe für diesen deutlichen Zuwachs sind zum einen das allgemein angestiegene Preisniveau, zum anderen gab eine Einzeltransaktion mit einem Volumen von rund 45 Mio. EUR den Ausschlag für dieses Rekordergebnis. Die Anzahl der gehandelten Objekte zeigte sich mit 102 im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig (–13%).

Marktvolumen relativiert sich
„Aufgrund der derzeit abwartenden Haltung von potenziellen Verkäufern und der nach wie vor hohen, anhaltenden Nachfrage erwarten wir ein Gesamtumsatzvolumen zwischen 110 und 130 Mio. EUR“, prognostiziert Kai-Alexander Krummel, Leiter Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial Frankfurt/Offenbach. Im Fokus der überwiegend regionalen Investoren stehen weiterhin die für Offenbach typischen Altbauten mit ihren charakteristischen Stuckfassaden, beispielsweise im Westend, im Musikerviertel und Teilen des Senefelder-Quartiers. Von Interesse sind dabei vor allem Zinshäuser mit fünf bis zehn Wohneinheiten in gutem Zustand. Jedoch lassen sich seinen Ausführungen zu folge auch Objekte mit Sanierungsstau und entsprechendem Entwicklungspotenzial vermitteln. Neben den klassischen Investitionslagen lohnt sich ein Blick auf Stadtteile wie Bürgel, in denen zukünftig mit Aufwertungsprozessen zu rechnen ist. Erste Bewohnerbeteiligungsprozesse wurden bereits seitens der Stadt durchgeführt.

Preise und Faktoren steigen stadtweit
In den sehr guten Lagen Offenbachs, etwa im Westen der Stadt und auf der durch Neuentwicklungen geprägten Hafeninsel, sind die Preise laut dem aktuell erschienenen „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Offenbach“ von Engel & Völkers Commercial zuletzt auf 2.550 EUR/m² in der Spitze gestiegen. Gleichzeitig erhöhten sich auch die Faktoren auf das bis zu 22-Fache der Jahresnettokaltmiete. In guten Lagen, wie in der südlichen Innenstadt oder auch in Bieber, werden aktuell Verkaufspreise von bis zu 1.900 EUR/m² erzielt, während sich die Preise in den mittleren Lagen wie im Mathildenviertel auf 1.550 EUR/m² im Maximum erhöhten. Auch in den einfachen Lagen des südlichen Stadtbereichs, zum Beispiel in Lauterborn und Tempelsee, lässt sich ein Preisanstieg beobachten. Dort werden mindestens 980 EUR/m² aufgerufen.

Angebotsmieten legen zu
„Neben den Preisen und Faktoren sind auch die Angebotsmieten stadtweit gestiegen“, erläutert Krummel. Die teuerste Lage ist nach wie vor das Nordend, wo Wohnungen für durchschnittlich 9,97 EUR/m² angeboten werden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Angebotsmiete hier um 10,3 %. Auch in der weniger angesagten Stadtmitte legten die Mieten um fast 4 % zu.

Offenbach gewinnt an Lebensqualität
Die Stadt Offenbach ist seit Jahren bemüht, ihr Stadtbild aufzuwerten und somit die Attraktivität für Bewohner, Gewerbetreibende und Investoren zu steigern. Über das gesamte Stadtgebiet wird neuer Wohnraum geschaffen. „An den Eichen“ im Stadtteil Waldheim ist ein neues Quartier entstanden, welches insbesondere bei jungen Familien beliebt ist. Zudem wird die Hafeninsel fortwährend als das neue Aushängeschild der Stadt entwickelt. Neben Wohnungen entstehen hier Büroflächen und Einkaufsmöglichkeiten mit maritimem Flair. Zusätzlich bemüht sich die Stadt mit der Umgestaltung des Marktplatzes um die Aufwertung des Zentrums. Mit der Entwicklung des Gewerbegebietes Kaislerei wachsen Offenbach und Frankfurt weiter zusammen und stärken somit den Wirtschaftsstandort.

EV-C_Offenbach_MR_WGH_2017_DE_Karte

Abgelegt unter Gewerbe.


Array
(
)