Stadtpanorama in der Abenddämmerung mit gläsernen Wolkenkratzern, einem skulptural anmutenden, geschwungenen weißen Pavillon am Flussufer und einer Brücke. KI-generiertes BildKennzeichnung, die auf ein KI-generiertes Bild hinweist
TPAC

Bühne der Künste

  • Ausgabe

    04/26

  • Ort

    Nashville, USA

  • Fotografie

    Rendering: Bloomimages

Titelfoto: Ein neues architektonisches Wahrzeichen am Ende des Broadways: Wie ein kulturelles Leuchtfeuer wird das TPAC künftig das Ufer des Cumberland River prägen.

In Nashville, eine der Welthaupt-städte der Musik, inszeniert die Bjarke Ingels Group das neue Tennessee Performing Arts Center. Wie ein monumentaler Theatervorhang am Flussufer erschafft das visionäre Meisterwerk eine Symbiose aus Architektur, Kunst und Emotion.

Wenn in Nashville der Rhythmus einsetzt, vibriert die ganze Stadt. Die legendäre Metropole am Cumberland River gilt seit jeher als Talentschmiede globaler Superstars – von Country-Ikonen wie Dolly Parton bis hin zu Pop-Phänomenen wie Taylor Swift. Hier, wo Musiker Nacht für Nacht in den Honky Tonks des Broadways die Sehnsucht besingen, verschmelzen Klang und Lebensgefühl zu einer unaufhaltsamen kreativen Energie. Mit diesem ambitionierten Großprojekt tritt die „Music City“ nun auch architektonisch ins internationale Rampenlicht.Am revitalisierten Ostufer des Flusses entsteht mit dem neuen Tennessee Performing Arts Center (TPAC) ein markanter städtebaulicher Anker. „Das neue TPAC ist wie eine urbane und kulturelle Verbindung konzipiert – zwischen dem alten und dem neuen Nashville und zwischen allen darstellenden Künsten“, erklärt Stararchitekt Bjarke Ingels, der das Projekt mit William Rawn Associates und Hastings Architecture realisiert. Der rund 28.500 Quadratmeter große Bau verlängert die berühmte Broadway-Achse bis ans Wasser und führt die Kultur der Stadt in die Zukunft.

Eine belebte Stadtstraße in der Abenddämmerung nach einem Regenschauer; Menschen überqueren eine nasse Allee neben Backsteingebäuden mit Leuchtreklamen und einem futuristischen weißen Pavillon in der Ferne. KI-generiertes BildKennzeichnung, die auf ein KI-generiertes Bild hinweist
Ein futuristischer, wellenförmiger Metallpavillon mit vertikalen Lamellen, der auf einem Platz mit Menschen, Bäumen und einer Stadtsilhouette steht. KI-generiertes BildKennzeichnung, die auf ein KI-generiertes Bild hinweist

Die Architektur selbst symbolisiert eine permanente Performance. Von der Dynamik des Theaters inspiriert, gleicht die fließende Fassade einem geschwungenen Bühnenvorhang. Tausende reflektierende Aluminiumrohre erstrecken sich wie Orgelpfeifen in die Höhe und geben an den Eingängen den Blick ins Innere frei. Wer das hell erleuchtete Atrium betritt, wird Teil einer Inszenierung aus Raum und Licht, die über die kaskadenartig angeordneten Betonplatten direkt mit der historischen Fußgängerbrücke der Stadt verschmilzt.

Im Kern des Hauses schlagen vier neue Herzen für die Kunst: eine monumentale Theaterbühne, ein Tanz- und Opernsaal, eine flexible Black Box sowie ein intimes Kabarett. Als neue Heimat für das Nashville Repertory Theater, das Nashville Ballet und die Nashville Opera bricht das Design bewusst mit alten Konventionen. Schwebende, holzverkleidete Balkonschalen rücken das Publikum nah an die Künstler heran.

Nach dem geplanten Baubeginn 2027 soll das Kulturzentrum ab 2030 die darstellenden Künste weit über die Grenzen Tennessees hinaus prägen. TPAC-Chefin Jennifer Turner betont die Kraft des Projekts: „Dieses Zentrum repräsentiert die Zukunft. Es wird uns erlauben, mehr Künstler zu fördern und den Einfluss der darstellende Künste in der Gemeinschaft zu stärken.“

Mehrstöckiges Atrium mit kupferfarbenen Holzwänden, Glasgeländern und einer zentralen Treppe; die Decke wird durch konzentrische kreisförmige Lichtmuster beleuchtet. KI-generiertes BildKennzeichnung, die auf ein KI-generiertes Bild hinweist
Das TPAC soll zum sozialen Treffpunkt der Stadt werden. Im lichtdurchfluteten Atrium verbinden zwei Lobbys die verschiedenen Veranstaltungsräume miteinander.

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Eine lächelnde junge Frau mit kurzen blonden Haaren und Creolen, die im Freien vor einem Steingebäude mit kunstvollen architektonischen Details steht.

Merle Wilkening

Als Senior Redakteurin beim GG Magazine schreibt Merle Wilkening über Menschen, Orte und Ideen, die unsere Welt bewegen. Am liebsten führt sie Interviews mit Persönlichkeiten, die mit echter Begeisterung von ihrer Leidenschaft erzählen. Ihre Neugier führt sie immer wieder auf Reisen – der Sonne entgegen, auf der Suche nach besonderen Begegnungen und den Geschichten hinter den schönsten Orten der Welt. Kulinarischen Entdeckungen folgt sie vom Lieblingslokal um die Ecke bis zum nächsten Stern.

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