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Nachhaltiges Wohnen im Hochhaus

Per se sind Hochhäuser nicht der klimafreundlichste Bautyp aber auch hier kann man einiges tun, um den ökologischen Fußabdruck zu verbessern. In der Studie von Engel & Völkers Wien zum “Wohnen im Hochhaus als alternative Wohnform” haben 43% der Befragten mit der Note 1 (auf einer Skala von 1 - 6) dem Thema Nachhaltigkeit eine sehr hohe Bedeutung beigemessen, 30% priorisierten das Thema mit einer 2. Somit gaben mehr als 70% der Befragten dem Thema Nachhaltigkeit im Hochhaus eine sehr hohe oder hohe Priorität.

 Wien
- Nachhaltiges Wohnen im Hochhaus

Dies spiegelt die aktuelle gesellschaftliche Diskussion wider und zeigt welche Bedeutung das Thema Nachhaltigkeit hat.


Grundsätzlich haben Hochhäuser durch Ihre Agglomeration von vielen Menschen auf einem vergleichbar kleinen Raum und damit wenig Flächenverbrauch einen ökologischen Vorteil. Zum einen schont der niedrige Flächenverbrauch die Ressource Boden, zum anderen können die vorhandene Infrastruktur sowie die öffentlichen Verkehrsmittel optimal ausgenutzt werden. Weiterhin bleibt die Metropole kompakt und Kosten für den Energietransport sowie die Kosten für Infrastruktur werden deutlich reduziert. Bei dem Thema Nachhaltigkeit geht es nicht nur um Fragen wie Heizen, Kühlen, Beleuchtung und Fahrstühle. Aus der Makroperspektive müssen Themen wie die Mobilitätsplanung, Grünplanung und das soziale Gefüge sowie die graue Energie mit einbezogen werden.


Allein im Bauwesen liegt der Ressourcenverbrauch bei fast 60%. Schaut man auf den Energieverbrauchsanteil und den Anteil der Emissionen von bis zu 35% im Bauwesen wird schnell deutlich wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit auch beim Bau von Hochhäusern ist. Bei Hochhäusern kommt es zu einem enormen Materialeinsatz. So ist es nicht verwunderlich, dass die Themen Leichtbautechnologie und die Recyclingfähigkeit der Materialien ganz oben auf der Agenda der Planer stehen. Dies geht soweit, dass sogar über Hochhäuser ganz aus Holz nachgedacht wird. Es entstehen weder Abfall noch Nebenprodukte und es wird keine zusätzliche Energie bei der Produktion benötigt. Holz besticht durch eine hohe Tragkraft und Stabilität bei vergleichsweise geringem Gewicht. Im Bayerischen Bad Aiblingen entstand ein Vorzeigeprojekt mit 8 Stockwerken mit Vorbildcharakter. So verwundert es nicht, dass gerade skandinavische Planer Holz als Material für Hochhäuser mehr und mehr in Betracht ziehen.



Sparen lässt sich aber auch beim Energieverbrauch im Gebäude. Neben den Klassikern wie dem Heizen oder der Beleuchtung stehen vor allem die Fahrstühle im Fokus der Planer. Sie sind rund um die Uhr in Betrieb und sind daher wahre Energiefresser. Aber auch hier reagieren die Hersteller. Moderne Systeme mit Energierückkopplung wie man es bei Hybridwagen gewohnt ist oder computergesteuerte Standby-Lösungen, werden bei neuen Anlagen eine größere Bedeutung erfahren.



Der wohl offensichtlichste Beitrag eines Hochhauses zur positiven Ökobilanz ist die Fassadenbegrünung. Der weltweite Klimawandel wird die Temperaturen steigen lassen was gerade und vor allem die Städte zu spüren bekommen werden. Durch wenig Grün und viele dunkle Oberflächen wie Gebäude und Verkehrswege heizen gerade diese sich in den warmen Monaten besonders auf. Hier kann die Begrünung von Hochhäusern Abhilfe schaffen. Zum einen durch die zusätzlich Verschattung und zum anderen können die Pflanzen die Temperatur im Umfeld um bis zu 2 Grad senken. Laut Angaben der Stadt Wien, welche sich bei diesem Thema als Vorreiter sieht, kühlt eine begrünte Fläche von rund 800 m² an warmen Tagen etwa soviel wie rund 75 Klimageräte in 8 Stunden Betriebsdauer. Somit kann das Hochhaus durch seine Lage in der Metropole mit seinem geringen Flächenbedarf bei nachhaltiger Bauausführung einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit und damit dem ökologischen Fußabdruck in der Metropole beitragen.



​Summary


Das Hochhaus hat sich in den letzten Jahren in Westeuropa und damit auch in Wien zu einer echten Wohnalternative entwickelt. Galt das Hochhaus lange Zeit in Wien als bevorzugte Alternative für den sozialen Wohnungsbau und wurde so auch öffentlich wahrgenommen, während es in den USA und Asien als Standard in der Metropole galt, so kehrt sich diese Wahrnehmung in dem letzten Jahrzehnt stark um. Das Hochhaus gewinnt nicht nur an Bedeutung, um dem Wohndruck in den Städten zu begegnen, sondern weil es durch seine Kombination von Wohn- und Gewerbeflächen sowie einer guten Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel für seine Bewohner viele Annehmlichkeiten bietet. Dies hat die Studie zum Wohnen im Hochhaus als alternative Wohnform in der Metropole” von Engel & Völkers in Wien eindrucksvoll nachweisen können. Viele Wiener sprechen sich für diese Wohnform aus, äußern aber auch Wünsche, die den allgemeinen Wohntrends entsprechen.


Neben der Lage des Hochhauses äußerten die Befragten klare Vorstellungen für das Wohnen im Hochhaus. So spielen neben der Privatsphäre auch die Möglichkeit zum Einkaufen, dem Sport, Restaurants oder anderen Annehmlichkeiten wie einem Conciergeservice eine wichtige Rolle. Als gutes Beispiel für ein stimmiges Konzept kann hier das Projekt “Marina Tower” der BOWOG im 2. Bezirk angeführt werden. Die gemischte Nutzung kann sogar die Integration eines Hotels umfassen welches Services für die Bewohner anbietet bis hin zu eigen gemanagten Apartments. Während solche Mischkonzepte in der Vergangenheit häufig an den Investoren gescheitert sind, welche einfach zu managende Projekte wie den reinen Bürotower bevorzugten, so wandelt sich das Bild. Zunehmend erkennen auch die Investoren den Vorteil von Mischnutzungen und der damit einhergehenden Diversifikation Ihres Risikos sowie des Wertsteigerungspotentials von wohngenutzten Gebäuden - und das trotz des größeren Verwaltungsaufwands.


Bei den Befragten spiegeln die Ausstattungswünsche die allgemeinen Wohntrends wider. Ob es der gestiegene Flächenbedarf ist, das Smarthome oder der Wunsch nach mehr Freifläche wie Balkone, welcher durch die Coronapandemie noch deutlich verstärkt wurde. Auch im Hochhaus wollen die Befragten das Apartment lieber besitzen als mieten. Dieser Trend zum Wohneigentum ist ungebrochen und somit auch auf das Hochhaus übertragbar. Schlussendlich darf der Aspekt der Nachhaltigkeit auch beim Hochhaus nicht vernachlässigt werden. Neue Baustoffe und Technologien erlauben es den ökologischen Fußabdruck auch von Hochhäusern deutlich zu verbessern. Das Hochhaus hat in Wien definitiv seinen Platz und seine Anerkennung gefunden. Die Bauträger haben diesen Trend bereits erkannt. Es bleibt also spannend welche Projekte in Zukunft das Stadtbild prägen werden.

Penthouses im Wohnhochhaus

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