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Leckeres Weihnachtsgebäck aus Siena

Wenn man in diesen Tagen durch die Straßen der Stadt streift und an einer Bäckerei oder Konditorei vorbeikommt, vernimmt man den verführerischen Duft und die kräftigen Aromen der leckeren sienesischen Weihnachtsspezialitäten, die dort zubereitet werden. Zu den traditionellen Zutaten in der Provinz Siena zählen unter anderem Honig, Nüsse, getrocknete Feigen, weiße Mandeln, Gewürze, Puder- und Vanillezucker sowie kandierte Früchte.

Wir haben eine kleine Übersicht der bekanntesten, traditionellen Weihnachtsspezialitäten aus Siena zusammengestellt. Guten Appetit!

 Siena
- Natale a Siena

Ricciarelli

Die Ricciarelli sind ein typisch sienesisches Dessert aus Mandeln, Zucker und Eiweiß. Sie werden aus einem grobkörnigen, marzipanähnlichen Teig hergestellt, der mit einer Mischung aus kandierten Früchten und Vanille angereichert wird. Die so erhaltenen Kekse werden im Ofen gebacken, um dann die Form eines Reiskorns zu erhalten, das an den Enden leicht gewellt ist. Anschließend wird die faltige und rissige Oberfläche mit Puderzucker überzogen.

Die Ricciarelli wurden im vierzehnten Jahrhundert an den toskanischen Höfen nach altorientalischem Vorbild kreiert und wurden in verschiedenen Varianten, beispielsweise mit Schokolade überzogen, weiterentwickelt. Der Legende nach war es der Ritter Ricciardetto Della Gherardesca, der diese Süßigkeiten auf dem Rückweg von den Kreuzzügen in sein Schloss in der Nähe von Volterra brachte.

Derzeit werden sie vor allem als Weihnachtskuchen konsumiert. Sie werden zu Dessertweinen, insbesondere zu Moscadello di Montalcino Vendemmia Tardiva und zum toskanischen Vin Santo verzehrt.

Cavallucci

Die Cavallucci sind Kekse toskanischen Ursprungs, die aus einem sehr einheitlichen Teig bestehen, der mit Gewürzen aromatisiert und mit Nüssen angereichert ist.

Wie die meisten Desserts antiker Herkunft, die schon zu Zeiten von Lorenzo dem Prächtigen verbreitet waren, wurden auch die Cavallucci für die Langzeitkonservierung zubereitet. Die typischen Zutaten sind Honig, Mehl, Nüsse, Gewürze und kandierte Früchte. Später wurden sie „Cavallucci“ (von ital. „cavallo“ = Pferd) gennant, weil das Gebäck vor allem in Landgasthöfen angeboten wurde, in denen Postkutschen und andere Gespanne Rast machten.

Die Cavallucci werden mit Likörweinen serviert, in denen sie normalerweise eingeweicht sind: Vin Santo, Marsala, Passito di Pantelleria, Asti Spumante oder Moscato.

Panforte und Panpepato

Die beiden typischen sienesischen Desserts Panforte und Panpepato sind relativ ähnlich und haben als Ursprung eine im Mittelalter sehr beliebte Fruchtfocaccia. Diese wurde aus Mehl, Honig und Früchten der Saison hergestellt. Das frische Obst wurde gehackt und mit den anderen Zutaten vermischt. Der Trick bestand darin, den Teig beim Kochen ein wenig nass zu lassen, damit die Frucht fermentiert und der Focaccia ihr charakteristisches saures Aroma verleiht: daher der Name Panforte („forte“ soll hierbei für die Säure stehen).

Schwester Berta, eine Nonne, welcher die Gesundheit ihrer Mitbürger sehr am Herzen lag, beschloss während einer langen Belagerung der Stadt, ein sehr energiereiches Dessert zuzubereiten, um die langsam schwächelnden Sieneser zu kräftigen: das traditionelle Rezept des Panforte vor Augen, ersetzt sie das frische Obst durch kandierte Früchte (insbesondere Orangen- und Melonenfrüchte) und ergänzt in großen Mengen Mandeln, Ingwer, Pfeffer und anderen süße Gewürze. So wurde das Panpepato geboren.

Für das Panforte lässt sich ein ziemlich genaues Geburtsdatum, nämlich die Tage des Palio von 1879, ausmachen. Zu diesem Spektakel wurde der Besuch der Savoyen in Siena erwartet. Die örtlichen Konditoren waren der Meinung, dass das traditionelle Dessert der Stadt nicht für den adeligen Gaumen geeignet sei, und beschlossen daher, ein neues Produkt zu kreieren. Zu Ehren der Königin nannten sie es Panforte Margherita.

Das Panforte, welches im Vergleich zum Panpepato heute die bekanntere und mehr verkaufte Sorte ist, ist sowohl süßer und vor allem weniger scharf, weil der Pfeffer durch Vanille ersetzt wurde.

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