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  • von DOYA KAROLINI

Eclectic life

Zwischen Athen, Mykonos, Gstaad und London verwandelt Themis Zouganeli Erinnerung in ein Design-Statement

Κομψή γυναίκα με ανοιχτόχρωμο φόρεμα δίπλα σε τραπέζι με μεγάλες ανθοσυνθέσεις σε διακοσμητικά βάζα
Foto von: Vorname Nachname

Für Themis Zouganeli ist ein Tisch niemals nur eine Ansammlung von Objekten. Er ist ein Ort der Begegnung, der Erinnerung und der Energie, eine Atmosphäre, die entsteht, noch bevor der erste Teller platziert wird. Genau hier beginnt auch ihr kreativer Prozess. „Jedes Muster, das ich entwerfe, beginnt mit der Atmosphäre, die ich rund um einen Tisch schaffen möchte, mit Momenten der Gastfreundschaft, des Zusammenseins und einer entspannten Eleganz“, sagt sie.

THEMIS Z versteht weder Fashion Design als Trend noch Art de la Table als reine Dekoration. Beides sind Ausdrucksformen einer Lebensweise, kulturelle Gesten, die mit Erinnerung, Alltag und Erfahrung in Dialog treten.

Es ist ein Lifestyle-Brand, das sich mit dem griechischen Erbe verbindet, ohne es auf Symbolik oder Narrative zu reduzieren. Stattdessen wird es organisch integriert, durch Motive, Linien und Wiederholungen, die vom Alltag in Athen inspiriert sind, vom Licht, von Kontrasten, von der Architektur und der Energie der Stadt. „Jedes Muster entsteht aus Momenten des täglichen Lebens in Athen“, erklärt sie.

Aufgewachsen zwischen Athen und Mykonos, lernte sie früh, dass Stil nicht mit Inszenierung zu tun hat, sondern mit Erfahrung. Ihr Vater, der in der Nachtkultur und Raumästhetik tätig war, vermittelte ihr die Bedeutung von Atmosphäre und Gesamterlebnis. Ihre Mutter, mit internationaler Karriere in der Mode, lehrte sie den Wert von zurückhaltendem Luxus.

„In der Einfachheit liegt die Eleganz.“ Für Themis waren ihre Eltern die ersten, die ihren Blick geprägt haben, nicht als Künstler im klassischen Sinne, sondern als „Künstler des Lebens“, mit ästhetischer Konsequenz und einem tiefen Verständnis für Maß und Balance. Aus diesem doppelten Einfluss entstand ein ganzheitlicher Designansatz, in dem Raffinesse auf Leichtigkeit trifft.

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Geometrie spielt eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit, nicht als strenges System, sondern als ruhige Grundlage. „Ich liebe Geometrie und wiederkehrende Muster. Sie beruhigen mich“, sagt sie. Durch klare Proportionen und Balance drängen sich ihre Muster nicht auf, sie begleiten den Raum.

Sie bleiben zeitlos und zugleich modern, unabhängig von Trends. Ihre Farbpalette bewegt sich in ruhigen, zurückhaltenden Tönen, Beige, Weiß, Braun, Ecru, Farben, die als Hintergrund für das Leben dienen und den Objekten Raum zum Atmen geben.

Ihr kreativer Prozess ist vor allem reflektierend. Er beginnt mit Beobachtung, mit dem Sammeln von Bildern, Eindrücken und Empfindungen. Mit der Frage, wie sich jemand fühlen soll, wenn er mit einem Objekt in Berührung kommt. Erst wenn diese Intention klar ist, beginnt das Experimentieren.

Stille ist essenziell. „Absolute Ruhe im Studio. Die Musik ist in meinem Kopf.“ Materialien wie Seide, Leinen und Baumwolle treten in Dialog mit Keramik, Holz und Glas, in einem fortlaufenden Austausch zwischen Mode und Objekt.

Ihre Auslandserfahrungen waren prägend. Amerika lehrte sie Disziplin und Hingabe, London eine anspruchsvollere, raffiniertere Herangehensweise an Ästhetik. Doch alles führt zurück zu der Konsequenz eines persönlichen Wertesystems. „THEMIS Z basiert auf ethischen und ästhetischen Codes, die über Trends hinausgehen.“

Το εξωτερικό μέρος ενός κτιρίου, περιτριγυρισμένο από πράσινο
Photography by: Vorname Nachname

Qualität, Zeitlosigkeit, Handwerkskunst. Ihre Zusammenarbeit mit Dior Maison war kein Bruch, sondern eine Bestätigung. „Ich habe für Dior aus der Perspektive von THEMIS Z entworfen.“ Dass die Produktion vom Haus selbst umgesetzt wurde, unterstrich die Qualität und das handwerkliche Können griechischer Fertigung. „Es war eine Erfahrung, die mir großes Selbstvertrauen gegeben hat.“

Im Zentrum des Brands stehen die Muster Kyma und Serenity, ihre ersten Entwürfe, die „die gesamte Philosophie enthalten“. Griechisch, modern und zeitlos. Der handgefertigte Porzellanteller Kyma verkörpert diese Haltung, leiser Luxus, handwerkliche Qualität, griechische Identität.

Für Themis ist Art de la Table lebendig und großzügig. „More is more im Art de la Table“, sagt sie, und betont zugleich, dass das wichtigste Element die positive Energie der Gastgeber ist. Denn letztlich sind es nicht die Objekte, die einem Tisch Leben geben, sondern die Menschen.

Wenn sie über Inspiration spricht, kehrt sie zum Persönlichen zurück, zu ihren zwei Töchtern. „Ich möchte, dass sie stolz auf mich sind.“ Eine Geschichte mit Substanz hinterlassen. Denn Luxus, so wie sie ihn versteht, hat nichts mit Inszenierung zu tun. „Es ist Eleganz, Qualität und Substanz in allem.“ Nur so kann er Bestand haben.

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