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Engel & Völkers eröffnet Ausstellungsreihe - Fotoinstallation von Paul Hiller

"Immobilien und Kunst sind in aller Munde und beide Themen bewegen unsere Kunden" sagt Florian Freytag-Gross, Geschäftsführender Gesellschafter der Engel & Völkers München GmbH. 

Aus dieser starken Synergie zwischen Kunst und Immobilien hat Engel & Völkers München gemeinsam mit der Kuratorin Bashira Cabbara die Ausstellungsreihe „Der Kunst ein Zuhause“ initiiert. Geplant sind sechs wechselnde Ausstellungen pro Jahr. Dabei stehen vor allem spannende Nachwuchskünstler im Fokus. Das Ausstellungskonzept findet in unserem zentral gelegenen  Flagship-Store inmitten der Münchner Altstadt in der Residenzstraße 23 statt. Wir freuen uns, den jungen Künstlern diese Plattform mitten in München zu bieten und gleichzeitig unseren Kunden die Begegnung mit junger, frischer Kunst zu ermöglichen.

Wie etwa die Auswahl einer Immobilie Zeit, Geduld und Sinn für Schönes erfordert, so verhält es sich ebenso bei der Beschäftigung mit Kunst. Kunst kann eine Immobilie perfekt ergänzen, wenn sie anregend ist und ein kreatives Spannungsfeld erzeugt.

Der erste Künstler der Ausstellungsreihe ist der Fotokünstler Paul Hiller (*1984). Der Absolvent der Akademie der Bildenden Künste in München eröffnet am 20. September mit seinen fotografischen Werken über Erlebnisparks in Asien und den USA, passend zum Wiesn-Anstich, die Ausstellungsreihe junger Künstler.

Der in München ausgebildete und dort lebende Fotograf Paul Hiller beschäftigt sich bereits seit Jahren mit Konsequenz und Hingabe mit dem Sujet der Vergnügungsparks, deren teilweise absurd anmutende Szenerien er in fröhlich-farbigen und poetischen Bildern festhält. Auf ausgedehnten Reisen entdeckt Hiller sowohl quietschig-bunte und quirlige Freizeitparks, aber auch in die Jahre gekommene und teilweise schon verlassen erscheinende Plätze, auf denen sich nur noch einige wenige Besucher finden lassen.

Die Fotografien, die in der Ausstellung »Global Gaudi« zu sehen sind, hat Paul Hiller vor allem in den Vereinigten Staaten und Japan aufgenommen: sie zeigen bunte Riesenräder, Attrappen in Form von Raketen oder pittoreske Gondeln in Bonbon-Farben. Oft finden sich nur einzelne, verlorene Personen auf den Gefährten oder die Menschen im Bild verharren wie stille Statisten. Die Motive schwanken zwischen Frohsinn - Inseln der Glückseligkeit in strahlendem Sonnenschein - und morbidem Charme, wenn sich bei genauerem Hinschauen erkennen lässt, dass die Einsamkeit des Ortes eine gewisse Patina darstellt. Paul Hiller arbeitet mit einer analogen Mittelformat-Kamera, der Film wird im Labor entwickelt. Mit der klassischen Technik gelingt es Hiller, gestochen scharfe und präzise fotografische Bilder zu schaffen und gleichzeitig künstliche, traumhafte Welten zu kreieren. Hillers Arbeiten erzeugen eine Spannung zwischen rührend und skurril, zwischen urban und entrückt, zwischen real und absurd, indem sie Bilder von modernen, aber surreal anmutenden Vergnügungsparks zeigen, die aus der Zeit gefallen zu sein scheinen.

Hillers Motive von »Spielplätzen« für kleine als auch große Menschen bleiben stets spannend und ihre Betrachtung bereitet uns wahrlich »Vergnügen«.


 München
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Wollten Sie schon immer Künstler werden?

In der Schule habe ich gemerkt: entweder muss ich etwas Technisches machen oder in die künstlerische Richtung gehen. Kunst ist besser gelaufen als Physik. Also war es für mich naheliegend, dass ich versuche in diese Richtung zu gehen.

Wie schaffen Sie es aus Fotos Kunst zu machen?

Tatsächlich kann jedes Foto Kunst sein. Mich interessiert allerdings auch die Technik dahinter. Vieles davon habe ich während der Arbeit in einem Fotolabor gelernt. Zum Beispiel den Umgang mit analogem Filmmaterial und die unterschiedlichen Möglichkeiten, Fotos zu drucken oder auszubelichten. Eine wichtige Rolle spielt auch noch meine Kamera, eine ca. 70 Jahre alte Mittelformat-Kamera.

Letztendlich ist es aber mein persönlicher Blick auf das Motiv, der meine Bilder vielleicht von gewöhnlichen Schnappschüssen unterscheidet.

Inwieweit bearbeiten Sie ihre Fotos?

Meine Fotos werden analog auf Film aufgenommen und dann mit einem professionellen, allerdings schon uralten Film-Scanner digitalisiert.

Der gesamte Prozess, also die Wahl meiner Kamera und des Films, eine leichte Überbelichtung bei der Aufnahme und die Art, wie ich das Negativ in das fertige Bild umwandle sind meine Bearbeitung. Ich versuche dabei, den Charakter, die Farbigkeit und das Leuchten des Films zu erhalten. Um diesen Look noch besser zu zeigen, benutze ich außerdem Leuchtkästen für die Präsentation meiner Bilder.

Hat Licht eine große Bedeutung in ihrem Werk, das heißt das Spiel damit?

Licht und Farbe haben eine große Bedeutung für meine Fotos. So plane ich meine Ausflüge in die Vergnügungsparks meist zu bestimmten Jahres- und Tageszeiten und richte mich dann auch noch nach dem Wetter. Mein ideales Licht ist ein heller, sommerlicher Tag mit türkisblauem Himmel. In manchen Teilen Asiens oder den USA gibt es solche Tage über das ganze Jahr verteilt.

Außerdem nutze ich natürlich diese ganz spezielle bonbonartige Farbigkeit, die in Vergnügungsparks herrscht, für meine Fotos.

Warum fotografieren Sie Vergnügungsparks?

Der Ort „Vergnügungspark“ hat auf mich eine besondere Anziehung. Es ist eine künstliche Welt, gebaut, um Menschen glücklich zu machen. Ein konstruierter Sehnsuchtsort, an dem scheinbar alles perfekt ist. Gleichzeitig ist aber alles nur Fassade und diese bröckelt auch an manchen Stellen. Ich beobachte gerne Szenen in diesen speziellen Welten.

Die Atmosphäre, die ich dort finde, lässt sich nur schwer beschreiben, darum versuche ich es durch meine Bilder zu zeigen.

Sie hatten schon einige Ausstellungen. Jetzt eine bei Engel & Völkers. Wie ist das?

Ich habe schon mit Innenarchitekten und Architekten zusammengearbeitet, mit denen sich interessante Projekte ergeben haben. Ich finde Immobilien und Kunst eine sehr spannende Kombination. Außerdem gefällt mir, dass Engel & Völkers einen Raum für junge Künstler schafft, und ich freue mich, hier meine Arbeiten zu zeigen.

Was wünschen Sie sich für die Orte, an denen ihre Werke mal hängen werden?

Grundsätzlich sollte ein Sammler berührt sein von meinem Werk. Falls das gelingt, findet sich oft sehr schnell ein passender Ort. Natürlich freut es mich immer sehr, wenn meine Arbeit gut zur Geltung kommt. Ich mag es aber auch, wenn Sammler Orte für Kunst schaffen und dort dann mehrere Arbeiten verschiedener Künstler spannend kombinieren.

Jetzt wird bald das Münchner Oktoberfest eröffnet. Wäre das nicht auch ein spannendes Motiv?

Beim Münchner Oktoberfest geht es in erster Linie um Tradition, Tracht, Bierzelt usw. Diese Volksfest-Atmosphäre ist es gerade nicht, die ich für meine Bilder suche. Außerdem sind meine Bilder immer ein bisschen von Fernweh geprägt. Das Oktoberfest ist dafür etwas zu nah für mich - ich wohne nur zehn Minuten entfernt.

Nichts desto trotz ist der Fahrgeschäfte-Teil der Wiesn nicht komplett uninteressant. Ich habe hier auch schon mit ein paar Studien begonnen. Mal sehen, ob es hier noch weitergeht...

Was haben Sie als nächstes geplant?

Seit letztem Jahr lasse ich ein eigenes kleines Magazin drucken. Ein sogenanntes Foto-Zine, in dem ich meine Bilder sammle, die in einem Jahr entstanden sind. Dieses Zine gibt es in einer kleinen Edition zu erwerben. Auch dieses Jahr möchte ich wieder meine neuen Bilder in so einem Format zusammenfassen.

Außerdem plane ich Ende Herbst eine weitere Reise nach Asien – diesmal Singapur und Bangkok. Auch hier suche ich wieder die künstlichen, bonbonfarbigen Orte.


Fotos: Christine Dempf/Paul Hiller

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