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Die Regelungen der gesetzlichen Mietpreisbremse - für Sie als Vermieter ein wichtiges Thema

Wohnraum in Deutschland soll bezahlbar bleiben – auf dieser Forderung basiert die auf Bundesebene beschlossene Mietpreisbremse. Viele Vermieter stellen sich die Frage, ob ihre Region davon betroffen ist und welche Maßnahmen in welcher Form nach dem Gesetz nun noch zulässig sind. Nachfolgend fassen wir die wichtigsten Neuregelungen einmal kurz für Sie zusammen.


Das Gesetz zur Mietpreisbremse kann von den Ländern dort angewandt werden, wo es sich um einen angespannten Wohnungsmarkt handelt. Hierfür muss einer der folgenden vier Punkte zutreffen:

1. Die Mieten im Anwendungsbereich der Rechtsverordnung steigen deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt (wie in allen großen Metropolen).

2. Die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte übersteigt den bundesweiten Durchschnitt deutlich.

3. Es zeichnet sich ein Bevölkerungszuwachs ab, ohne dass neuer Wohnraum geschaffen wird (wie in den meisten Großstädten).

4. Einem geringen Leerstand steht eine große Nachfrage gegenüber.


In jedem dieser Fälle greift die derzeit auf fünf Jahre befristete Mietpreisbremse, nach der die Miete maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Dies gilt auch für die in Kapitel 4 und 5 vorgestellten Staffel und Indexmietverträge. Die ortsübliche Vergleichsmiete wird, wie in Kapitel 1 erläutert, in der Regel anhand des aktuellen Mietspiegels bestimmt; daneben werden auch Sachverständigengutachten, die Entgelte von drei Vergleichswohnungen sowie Mietdatenbanken zugrunde gelegt.


Wesentliche Punkte der Vereinbarung zur Mietpreisbremse:

  • Länder erhalten für die Dauer von fünf Jahren die Möglichkeit zur Einführung der Mietpreisbremse

  • Gültigkeit nur in nachgewiesen angespannten Wohnungsmärkten

  • Die mögliche Wiedervermietungsmiete muss mindestens der bisherigen Miete entsprechen können = kein Zwang zur Herabsetzung der Miete

  • Nicht betroffen sind Erstvermietungen von Neubauten nach dem 01.10.2014, Vermietungen nach umfassenden Modernisierungen, Wohnraum für den vorübergehenden Bedarf sowie Studentenheime


Folgendes hat sich zum 1. Januar 2019 geändert:

Seit diesem Datum sind Vermieter, als Verschärfung der Mietpreisbremse, unaufgefordert und schriftlich verpflichtet offen zu legen, wie hoch die Miete des Vormieters einer Wohnung war. Dies gilt bei allen Neuvermietungen, bei denen die verlangte Miete 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Mit dieser Neuregelung einher geht eine Vereinfachung für Mieter, eine zu hoch angesetzte Miete zu rügen.



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