Ratgeber: Mietpreisbremse


Wir sagen Ihnen, was Sie als Vermieter wissen sollten

Die Regelungen der gesetzlichen Mietpreisbremse: Ein Überblick für Vermieter

Wohnraum in Deutschland soll bezahlbar bleiben – auf dieser Forderung basiert die auf Bundesebene beschlossene Mietpreisbremse. Das Gesetz zur Mietpreisbremse kann von den Ländern dort angewandt werden, wo es sich um einen angespannten Wohnungsmarkt handelt. 


Viele Vermieter stellen sich die Frage, ob ihre Region davon betroffen ist und welche Maßnahmen in welcher Form nach dem Gesetz nun noch zulässig sind. Nachfolgend fassen wir die wichtigsten Neuregelungen einmal kurz für Sie zusammen.


1. Drückt die Mietpreisbremse Ihre Rendite?

Das von der Bundesregierung beschlossene Gesetz zur Mietpreisbremse hat zu Verunsicherung auf der Vermieterseite geführt. Grundsätzlich hat dieses Gesetz jedoch keinen Einfluss auf die übrigen Regelungen des Mietrechts. Die Mieterhöhung in Mehrfamilienhäusern ist beispielsweise weiterhin durch eine Anpassung an den Mietspiegel sowie bei Mieterwechseln möglich.


Investitionen in eine leerstehende Wohnung können weiterhin mit einer Mietsteigerung gekoppelt sein. Die Mieten bei bestehenden Verträgen stiegen in den vergangenen Jahren deutlich weniger als angenommen. Auch bei den Mietpreisen für die Neu- und Wiedervermietung von Wohnungen ist lediglich ein moderater Anstieg zu beobachten.


2. Trifft einer dieser 4 Punkte zu, greift die Mietpreisbremse

  1. Die Mieten im Anwendungsbereich der Rechtsverordnung steigen deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt (wie in allen großen Metropolen).
  2. Die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte übersteigt den bundesweiten Durchschnitt deutlich.
  3. Es zeichnet sich ein Bevölkerungszuwachs ab, ohne dass neuer Wohnraum geschaffen wird (wie in den meisten Großstädten).
  4. Einem geringen Leerstand steht eine große Nachfrage gegenüber.


In jedem dieser Fälle greift die derzeit auf fünf Jahre befristete Mietpreisbremse, nach der die Miete maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Dies gilt auch für die Staffelmietverträge und Indexmietverträge


Die ortsübliche Vergleichsmiete wird in der Regel anhand des aktuellen Mietspiegels bestimmt; daneben werden auch Sachverständigengutachten, die Entgelte von drei Vergleichswohnungen sowie Mietdatenbanken zugrunde gelegt.

 Hamburg
- Mietpreisbremse


3. Wesentliche Punkte der Vereinbarung zur Mietpreisbremse

  • ​Länder erhalten für die Dauer von fünf Jahren die Möglichkeit zur Einführung der Mietpreisbremse
  • Gültigkeit nur in nachgewiesen angespannten Wohnungsmärkten
  • Die mögliche Wiedervermietungsmiete muss mindestens der bisherigen Miete entsprechen können. Es besteht also kein Zwang zur Herabsetzung der Miete
  • Nicht betroffen sind Erstvermietungen von Neubauten nach dem 01.10.2014, Vermietungen nach umfassenden Modernisierungen, Wohnraum für den vorübergehenden Bedarf sowie Studentenheime


4. Folgendes hat sich zum 1. Januar 2019 geändert

Seit dem 1. Januar 2019 hat sich die Mietpreisbremse verschärft. Vermieter sind seitdem unaufgefordert und schriftlich verpflichtet offen zu legen, wie hoch die Miete des Vormieters einer Wohnung war. Dies gilt bei allen Vermietungen, bei denen die verlangte Miete 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Dies soll dem Mieter erleichtern, eine zu hoch angesetzte Miete zu rügen.

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