Leitzinssenkungen stärken die Kaufbereitschaft
Am Schweizer Markt für wohnwirtschaftliche Kapitalanlagen hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Inzwischen konnte sich der Immobilienmarkt von hohen Inflationsraten und Leitzinsen erholen. Mehrfamilienhäuser in der Schweiz bilden daher eine attraktive Assetklasse, wenngleich es weiterhin Herausforderungen gibt.
Vor rund vier Jahren wurde der Höchstwert des Anstiegs der Inflationsrate erreicht. Im August 2022 lag die Teuerungsrate für Konsumgüter in der Schweiz bei 3,5 %. Um dem entgegenzuwirken, wurde der Leitzins über die Jahre sukzessive gesenkt und erreichte im Juni 2025 die 0,00 Prozentmarke, die bis heute auf dem Niveau verharrt. Das Vorgehen der Schweizerischen Nationalbank zeigt Wirkung: die Inflationsrate sank bis im Mai 2025 auf den Tiefstwert von – 0,1 % seit über vier Jahren. Seitdem befindet sich die Teuerungsrate in einem Korridor zwischen 0,0 bis 0,3 % (Stand März 2026). Dadurch ist die Attraktivität von Wohn- und Geschäftshäusern als Kapitalanlage wieder gestiegen. Insbesondere bei privaten Anlegern ist eine erhöhte Kaufbereitschaft festzustellen, wenngleich mit Beginn des Nahost-Konflikts Ende Februar 2026 eine weitere geopolitische Herausforderung hinzukommt.